Oberligist siegt hoch verdient über Celle / Arnhold: „Wir haben uns belohnt“

TSV Ottersberg 3:0 – und Sammrey als Seher entlarvt

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Artistische Einlage – aber der Fallrückzieher misslang Kapitän Johannes Ibelherr. Ottersberg besiegte Celle dennoch 3:0. ·

Ottersberg - Von Ulf von der EltzAm Ende blühte sogar der Flachs. „Das war nicht abgesprochen“, fühlte sich Axel Sammrey, Trainer des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg, zur Replik auf seinen Kollegen Lazar Djurdjevic genötigt. Der Coach des TuS Celle FC hatte gestern nach der 0:3 (0:1)-Abfuhr die Qualität den Platzes als „unwürdig“ für die Wümme-Kicker erklärt.

Das war natürlich Wasser auf die Mühlen Sammreys, der sich selbst schon oft über das Geläuf mokiert hatte. Grund zum Klagen gab es gestern nur ganz wenig für den Verdener, der einen auch in dieser Höhe verdienten ersten Sieg in 2014 miterleben durfte. Nicht nur das – die Ereignisse hatte Sammrey bereits am Freitag vorausgeahnt: „Nach dem Bückeburger 1:5 habe ich zu meiner Frau Ingrid gesagt, dass es unser Wochenende werden könnte.“ Angesichts der restlichen Ergebnisse war der Dreier über den Absteiger gestern tatsächlich ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt – und ganz nebenbei entlarvte sich Sammrey als Seher.

Von Beginn an wirkten die Gäste hilflos, Ottersberg nahm das Heft in die Hand und erzielte eine frühe Führung: Nach Ecke von Patrick Peter stellte sich die Celler Abwehr dilettantisch an, Bekim Murat bedankte sich per Kopf mit dem 1:0 (12.). Peter verfehlte dann aus 22 Metern knapp das Gehäuse (28.) – und urplötzlich riss der Faden. Glück für Ottersberg, dass der Tabellenletzte daraus nicht viel Kapital schlagen konnte und nur einmal für echte Gefahr sorgte. Keeper Tim Eggert parierte eine eher verunglückte Flanke von Helge Heider (35.). „Nach so einer langen Negativserie kommt halt die Angst dazu“, erklärte Sammrey den Einbruch. Der Coach fand in der Kabine die richtigen Worte: „Ich habe das Team aufgebaut, die Furcht vor weiteren Fehlern genommen und gesagt, sie sollen auf das zweite Tor gehen.“

So kam es: In Hälfte zwei veranstaltete die Wümme-Elf eine Dauerbelagerung des Celler Strafraums, wobei sich zahlreiche Chancen ergaben. Ottersberg profitierte auch davon, dass Rechtsverteidiger Dragan Muharemi nun den Außenstürmer gab und sich dafür Patrick Peter zurückfallen ließ. Muharemi bereitete auch ein Riesenchance vor, als Murati erst an der Flanke vorbei rutschte, bei der folgenden Hereingabe per Kopf an Torwart Tjark Klindworth scheiterte (64.).

Als 60 Sekunden später Syuleyman Shakirov von Alessandro Majer zu Fall gebracht wurde, zeigte sich Ömer Aktas vom Elfmeterpunkt eiskalt und sorgte mit dem 2:0 für die Entscheidung. Von den zahlreichen weiteren Hochkarätern nutzte nur Benedetto Muzzicato ein Zuspiel von Bekim nach Klasse-Doppelpass mit Alexander Arnhold zum 3:0 (83.). Ansonsten fehlte vorm Kasten die letzte Entschlossenheit.

Aber auch so verließ Sechser Arnhold zufrieden den Platz: „Bei mir war es okay, es gab wie immer noch Luft nach oben. Wichtig war aber, dass wir als Team funktioniert und uns belohnt haben – fürs harte Training und die starken Leistungen in den zwei vorangegangenen Spiele.“

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