Für Ottersberg rückt Oberliga-Klassenerhalt in weite Ferne / Sonderlob für Kaksi

Glanzloser 4:0-Erfolg des TBU im emotionslosen Derby

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Während Benjamin Titz (links) und Enes Acarbay nur zugucken, ebnet Mustafa Azadzoy dem TBU mit seinem Freistoß den Weg.

Uphusen - Von Kai Caspers. Wer sich im Vorfeld auf ein packendes Derby in der Fußball-Oberliga zwischen Gastgeber TB Uphusen und dem TSV Ottersberg gefreut hatte – der musste nach dem 4:0 (2:0)-Erfolg des TBU enttäuscht die Heimreise antreten. Spannung? Fehlanzeige. Brisanz? Fehlanzeige. Phasenweise hatte die Partie eher den Charakter eines Freundschaftsspiels.

Das bestätigte auch Ottersbergs Trainer Axel Sammrey: „Das hatte heute nichts mit einem Derby zu tun. Ich mache der Mannschaft aber keinen Vorwurf. Schließlich standen mir nicht mal elf fitte Spieler zur Verfügung. Natürlich sind die Gegentore zu einfach gefallen. Allerdings musste ich auch auf eine Dreierkette umstellen, da mir nur ein gelernter Abwehrspieler zur Verfügung gestanden hat. Daher kam das für mich auch nicht überraschend.“

Aber auch Andre Schmitz machte nach dem nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt keine großen Luftsprünge. „Auch wenn der Sieg zu keiner Phase in Gefahr war, kann ich mit der Leistung so nicht zufrieden sein. Spielerisch war das definitiv zu wenig. Das gilt vor allem für die Konter. Da haben wir viel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, monierte der TBU-Coach. Bezeichnend: Mit Lucas Feldmann und Bülent Kaksi kassierten auch zwei Defensivspieler ein Sonderlob von Schmitz: „Nachdem die Sperre von Badara Njie abgelaufen war, hat Bülent fest mit einem Platz auf der Bank gerechnet. Aber nachdem er zuletzt gute Leistungen gezeigt hatte, hatte er sich den Einsatz auch verdient und das Vertrauen voll zurückgezahlt. Gleiches gilt für Lucas, der uns mit starken Paraden vor einem Gegentreffer bewahrt hat.“

In Uphusen sahen sich die Ottersberger zunächst einer Druckphase der Gastgeber gegenüber, die sie aber unbeschadet überstanden. Erst nach gut zehn Minuten kamen die Gäste selber zu gelungenen Aktionen. Wurde ein Schuss von Nicklas Falldorf gerade noch geblockt, scheiterte Ferdi Yilmaz im Anschluss (10.) an TBU-Keeper Feldmann. Danach diktierten jedoch die Gastgeber wieder das Geschehen. Mustafa Azadzoy war es dann, der dem TBU den Weg ebnete. In der 19. Minute ließ er Ottersbergs Keeper Tim Eggert bei einem Freistoß mit einem tollen Schlenzer aus 22 Metern keine Chance – 1:0. Quasi im Gegenzug (20.) hätte Alexander Arnhold für die Gäste ausgleichen können, doch er setzte das Leder frei vor Feldmann knapp neben den Kasten. Sehenswert war dafür auch der zweite Treffer der Gastgeber. Nach einem langen Ball nahm TBU-Stoßstürmer Maximilian Schulwitz das Leder zunächst gekonnt mit der Brust an, ehe er Gegenspieler Lars Hamelmann mit einer Körperdrehung ausspielte und auch Eggert mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ – 2:0 (35.).

Als erneut Schulwitz in der zweiten Hälfte nach einer Fehlerkette in der Ottersberger Defensive das 3:0 (57.) erzielte, beschlich Axel Sammrey ein ungutes Gefühl: „Da hatte ich sogar die Befürchtung, dass wir richtig untergehen.“ Brauchte er jedoch nicht. Zwar erhöhte Sedat Yücel in der 66. Minute per Foulelfmeter, zuvor hatte Hamelmann Uphusens Thomas Celik ungeschickt zu Fall gebracht, auf 4:0, doch zu mehr reichte es für die Gastgeber, die trotz des Sieges nicht zu überzeugen wussten, nicht. Dennoch wird die Lage für die Ottersberger im Kampf um den Klassenerhalt immer aussichtsloser.

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