Koreaner mit starkem Heim-Debüt gegen Drochtersen / Aktas versiebt Chancen

TSV Ottersberg: Nur Juwel Kim versprüht Glanz – 0:1

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Starke Partie im rechten Mittelfeld geliefert: Ottersbergs Seunghyun Kim (l.), hier im Duell mit Drochtersens Jannes Elfers.

Ottersberg - Von Ulf von der EltzAxel Sammrey schaute ganz genau hin – dann entfuhr ihm das Sch-Wort: „Das vierte Mal 0:1 verloren.“ Der Trainer des Oberligisten TSV Ottersberg konnte es nicht fassen – bei der sechsten Pleite quittierte er auch gestern gegen den SV Drochtersen/Assel das knappste aller Ergebnisse gegen seine Elf. Mit dem Treffer kurz vor der Pause (45.) besiegelte Goalgetter Danny-Torben Kühn den Erfolg der Schützlinge von Coach Lars Jagemann.

Der sportliche Chef des Gastes atmete denn auch sichtlich durch: „Im richtigen Moment ist uns das Tor gelungen. Danach war klar, dass sich die Ottersberger auf dem schlechten Platz schwer tun würden.“ So sah es auch Sammrey, der gegen eine geschickt verteidigende Drochterser Truppe nie so recht das Gefühl bekam, dass seine Wümme-Kicker noch eine Wende herbei führen konnten: „Warum sie 17 ihrer 18 Punkte auswärts geholt haben, durfte man heute wieder einmal sehen. Sie beherrschen die Defensiv-Arbeit.“

Zu knacken wäre die Abwehr lediglich in der Anfangs-Viertelstunde gewesen, als die Ottersberger mutig nach vorne spielten. Und sich auch prima Chancen herausarbeiteten: Ömer Aktas traf nach einem weiten Pass nur Keeper Schellin, der den Nachschuss von Seunghyun Kim festhielt (5.). Der Sturmführer ließ auch die zweite dicke Möglichkeit verstreichen, als er von Alexander Arnhold freigespielt worden war, die Kugel jedoch quer legte anstatt selbst abzuziehen – Adan Martin Corando zielte dann vorbei (12.). Sammrey: „Da griff die alte Fußball-Weisheit. Wenn du vorne die Dinger nicht reinmachst und dann in Rückstand gerätst, verlierst du so ein Match.“

Während sowohl Aktas als auch Corando für den Rest der Partie untertauchten, schwang sich Kim zum eifrigsten Ottersberger auf. Der koranische Jugendnationalspieler ackerte bei seinem Heim-Debüt im rechten Mittelfeld, gab keinen Ball verloren und leitete so manchen Angriff ein. Kein Wunder, dass der 19-Jährige ein Sonderlob seines Trainers einheimste: „Ein richtiges Juwel mit sehr viel Potenzial. Schade nur, dass er auf unserem Platz seine Technik gar nicht ausspielen kann.“

Dass die Defensiv-Drochterser den zweiten Teil der ersten Hälfte bestimmten, konnte aber auch der Koreaner nicht verhindern. Nico Matern gab den ersten Warnschuss ab (30.), Kühn scheiterte nach weitem Ball gegen Tim Eggert (44.). Dann schlug der Torjäger aber doch noch zu: Rene Kracke bugsierte das Leder nach Ecke per Kopf vor den Kasten, Kühn reagierte schneller als der in dieser Szene schläfrige Arnhold und traf zum 0:1 (45.).

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Jagemann-Schützlinge noch mehr zurückziehen, die robuste Viererkette ließ nichts mehr zu. Die Ottersberger taten sich gegen den starken Wind im Aufbau schwer, weil aus dem Mittelfeld mit dem vorgezogenen Benedetto Muzzicato kaum Verwertbares kam. Die Partie lebte vom Kampf, der auf Augenhöhe geführt wurde. Wümme-Coach Sammrey: „Wir hatten keine Chance zum Kombinieren, das Team hat aber alles gegeben.“ Bei Kopfbällen von Sören Behrmann (65.), den Eishun Yoshida von der Linie schlug, und Kracke knapp übers Tor (66.) hätte die Auswärtself das Match endgültig entscheiden können.

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