Oberliga: Über 600 Zuschauer sehen gestern 1:0-Arbeitssieg der Wümme-Elf

Ottersberg jubelt: Schau mal Uphusen, so geht Derby

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Artistisch nimmt hier Ottersbergs Malik Gueye das Leder an, versucht es sofort weiter zu spielen.

Ottersberg - Von Frank von StadenWährend die einen nach dem Abpfiff einen Kreis bildeten und „Derby-Sieger, Derby-Sieger“ skandierten, schlichen die anderen wie begossene Pudel vom Platz. Mit 1:0 (0:0) dominierte gestern doch etwas überraschend der TSV Ottersberg den Oberliga-Hit gegen den viel höher eingeschätzten Neuling TB Uphusen und bediente sich dabei vom Anpfiff weg dem einfachen Gesetz: Wer in einem Derby gewinnen will, muss Gras fressen! Für den TSV Ottersberg war es der zweite Dreier in Folge, der Turnerbund indes rutschte nach dieser neuerlichen Pleite auf einen Abstiegsplatz ab.

Erstmals seit langem wieder brummte es auf der Sportanlage an der Wümme, säumten über 600 Neugierige aus dem gesamten Kreis Verden und umzu das weite Rund. Und sie wurden beileibe nicht enttäuscht. Spielerisch blieb dieses Kreisderby zwar vieles schuldig, doch Intensität konnte der Partie nicht abgesprochen werden. Allerdings agierte der Turnerbund, der sicherlich über die höhere Spielerqualität verfügt, über weite Strecken mit angezogener Handbremse, lag der Sicherheitsgurt beim Landesliga-Meister doch sehr straff am Körper. „Wir wussten, dass ein Fehler in diesem Spiel ausreichen könnte, um es zu entscheiden“, versuchte später TBU-Coach Andre Schmitz die verhaltene Spielweise und das doch überschaubare Tempo seines Teams zu erklären. Vor allem im Zentrum agierte der Aufsteiger zu verhalten, bekam einfach kein Zugriff aufs Spiel. Das lag nicht zuletzt an der hohen Lauf- und Kampfbereitschaft von Mirko Peter und Alexander Arnhold, die so das Mittelfeld geschickt zu verdichten wussten. Überhaupt war es der TSV Ottersberg, der in diesem Treffen der „jungen Wilden“ mehr Kohle auf dem Derby-Grill befeuerte, keinen Zweikampf scheute und sich so auch die ein oder andere Möglichkeit in einer eher chancenarmen Partie erarbeitete. So jagte Ömer Aktas das Leder einmal nach Gueye-Zuspiel freistehend ans Außennetz (22.), dann konnte Lukaz Ciosanski gerade noch den durchbrechenden Malik Gueye stoppen (35.).

Und die Gäste? Nun, bei ihnen hing „Mister Torgefahr“ Saimir Dikollari, der sich doch oft ins Mittelfeld zurückfallen ließ, mehr oder minder in der Luft. Brauchbare Anspiele bekam er nur selten in den Fuß. Kurz vor der Pause konnte er der aufmerksamen TSV-Deckung dann aber nach Temp-Zuspiel doch entwischen, fand aber freistehend in Keeper Tim Eggert seinen Meister (41.). Und wenig später jagte dann noch einmal David Airich das Sportgerät übers Gehäuse (44.).

Nach der Pause dann der kalte Schlag für die Blau-Weißen. Denn ein Zuspiel von Hüseyin Günes 30 Meter vor dem eigenen Tor konnte Oktay Yildirim mit dem Rücken zum Gegner nicht verarbeiten, Schlitzohr Alexander Arnhold spritzte dazwischen, bediente Ömer Aktas, der dann den wieder freigelaufenen Arnhold in den Fuß spielte – 1:0 (50.).

Danach versuchte der TBU endlich die Schlagzahl zu erhöhen, doch fehlte es an konstruktivem Spielaufbau. Im Gegenteil. Durch schlimme Abspielfehler am eigenen 16er brachten sich die Gäste zweimal in höchste Gefahr. Erst patzte Keeper Oliver Blum (63.), später dann auch der Ex-Ottersberger Mateusz Peek (85.).

Den einzigen echten schwerwiegenden Fehler auf Gastgeber-Seite leistete sich indes Dragan Muharemi, der das Leder an den schnellen Sedat Yükel vertendelte, dieser aber den langen Pfosten nur um Zentimeter verfehlte (70.). Ansonsten verlebte Tim Eggert im Tor der Grün-Weißen einen doch überraschend ruhigen Nachmittag. Wie im übrigen auch der Unparteiische Nicolai Rühmann (Lengede). Die erste Gelbe Karte musste er erst in der 66. Minute Ottersbergs Eishun Yoshida zeigen, am Ende wurden es gerade einmal deren vier.

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