TSV Ottersberg 1:6 gegen Spelle / Kuper will in Zukunft andere Wege gehen

„Bitter, so aus der Oberliga geprügelt zu werden“

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Fußball-Boss Torsten Kuper wird zukünftig einen anderen Weg einschlagen.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Eine Halbzeit lang boten Ottersbergs Oberliga-Fußballer gestern gegen denSC Spelle/Venhaus eine anspruchsvolle Leistung, am Ende wurden sie dann aber vor überschaubarer Kulisse doch wieder vorgeführt und kassierte mit einem 1:6 (1:2) die höchste Heimniederlage in sieben Jahren Oberliga.

Groß etwas vorwerfen konnten sich die Platzherren dabei nicht einmal. Sie kämpften, holten alles aus sich heraus, zeigten zumindest bis 20 Meter vor dem Gästetor ein ordentliches Kombinationsspiel – doch hatte der Tabellenvierte letztlich in den meisten Situationen eine noch bessere Antwort parat. „Es ist schon sehr bitter, wenn man so aus der Liga geprügelt wird und sich quasi chancenlos verabschieden muss. Aber auch von mir kein Vorwurf an die Mannschaft, die einfach nicht mehr bieten kann. Gerade bei den A-Jugendlichen, die tags zuvor schon 90 Minuten marschieren mussten, ist jetzt der Akku einfach leer“, konstatierte da später Trainer Axel Sammrey resignierend.

Im ersten Abschnitt aber durfte er mit Recht auf eine Überraschung hoffen. Denn Spelle glänzte keinesfalls, zeigte sich aber enorm effizient. So brauchte der SC zwei ernst zu nehmende Chancen, um zu zwei Toren zu kommen. Erst traf Röttger völlig freistehend aus der Nahdistanz (15.), dann Wald per Kopf am langen Pfosten (40.) wartend. Dazwischen lag der Treffer von Alexander Arnhold, dessen Kopfball nach Falldorf-Flanke noch von Vaal unhaltbar abgefälscht wurde (34.).

Kein Aufstiegsstop

für die 2. Herren

Die Messe war dann nach dem Wechsel aber schnell für die Platzherren gelesen, als ein von Stefan Denker verursachter Strafstoß durch Wald zum 1:3 (47.) führte. Danach brannte es fast minütlich lichterloh im Ottersberger 16er. Hoff aus dem Hinterhalt, Dak per Kopf aus einem Meter nach Freistoß und Sascha Wald mit seinem dritten Treffer machten dann das hohe 1:6 perfekt.

Viel Aufklärung musste dann nach dem Spiel Ottersbergs Vorsitzender Torsten Kuper betreiben. So wollten die Fans von ihm schon genau wissen, wie es in Zukunft mit dem TSV Ottersberg weitergeht. „Wir werden mit Sicherheit einen neuen Weg einschlagen. Fakt ist, dass wir finanziell gut aufgestellt sind, doch werden die Gelder demnächst anders verteilt werden. Denn als 1. Vorsitzender habe ich nicht nur Verantwortung für die 1. Herren. Wir wollen Leistungssport, der sicherlich auch honoriert werden muss. Aber in Zukunft mit Augenmaß!“

Dass ihm dabei wohl fast die komplette Mannschaft wegbrechen könnte, ist dem Fußball-Boss durchaus bewusst, „doch wir werden um jeden einzelnen Spieler kämpfen.“ Die Gerüchte, dass der Nachfolger von Axel Sammrey einen Rückzieher gemacht haben soll und es Gedanken gibt, dass der 2. Herren der Aufstieg in die Bezirksliga verweigert werden könnte, verwies Kuper ins Reich der Fabel: „Alles Quatsch! Der neue Trainer hat selbst schon Gespräche mit Spielern aufgenommen. Und schafft die Zweite den Sprung aus der Kreisliga, werden wir ihr den Weg nach oben natürlich nicht verbauen!“

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