TSV Ottersberg fährt gegen VfL Osnabrück II ersten Oberliga-Heimsieg der Saison ein – 2:0

Schmudes 1:0 wie ein Brustlöser

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Da ist es, das erlösende 2:0 für den TSV Ottersberg. Alexander Arnhold lässt hier Osnabrücks Keeper Bernd Düker keine Chance.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Dank einer grandiosen Vorstellung in den ersten 45 Minuten gegen einen allerdings auch sehr uninspirierten VfL Osnabrück II fuhren Ottersbergs Oberliga-Fußballer die ersten Punkte überhaupt auf heimischem Terrain ein, dominierten am Ende hochverdient mit 2:0 (2:0) und wittern damit im Abstiegskampf wieder wichtige Morgenluft.

„Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann wir unseren letzten Heimsieg feiern konnten – und dann auch noch zu null. Das ist doch das richtige nachträgliche Geschenk für mich“, atmete da Keeper Tim Eggert, der am Freitag seinen 32. Geburtstag feierte und gestern erstmals fast völlig beschäftigungslos blieb, nach Spielschluss tief durch. Unterschiedliche Erklärungen, warum der TSV Ottersberg urplötzlich über weite Strecken wie aus einem Guss spielte und die beste Leistung seit vielen Monaten abrufen konnte, hatten da Trainer Axel Sammrey sowie Linksverteidiger Dennis Wiedekamp. Sammrey: „Das 1:0 war der Brustlöser, da sind wir richtig aufgeblüht, fiel eine Last von der Mannschaft.“ Wiedekamp glaubte da schon den Freimarktsbesuch anführen zu müssen: „Wir haben am Freitag ordentlich Teambuilding in Halle 7 betrieben und gemeinsam einen durch den Tisch getreten. Das hat uns noch mehr zusammengeschweißt!“

Wie dem auch sei: Der beste Schachzug von Sammrey war es sicherlich, Stürmer Jonathan Schmude aus dem Zentrum zu nehmen und ihm im linken Mittelfeld mehr Freiheiten zu gestatten. Und die nutzte der Verdener aber mal so richtig und avancierte im ersten Durchgang zum spielentscheidenden Akteur. So gelang ihm in der achten Minuten mit einem sehenswerten 18-Meter-Freistoß in den Winkel die Führung, die die Grün-Weißen all den Mut und all die Zuversicht zurückgab, die in den letzten Wochen auf den Nullpunkt gesunken war. Und da die Gäste sich anschickten, einen völlig blutleeren Auftritt auf das ungepflegte Grün an der Wümme zu legen, ließen sich die Platzherren nicht zweimal bitten und zeigten Oberliga-Fußball zum Zunge schnalzen. „Wir haben es nur versäumt, noch höher bei Halbzeit zu führen“, so Sammrey, der Riesenchancen durch Prcani und auch Kim sah. Nur gut, dass kurz vor dem Pausenpfiff Alexander Arnhold nach feiner Kombination traf (44.).

Nach dem Wechsel verlegten sich die Ottersberger dann aufs Kontern, überließen dem VfL viel Raum, mit dem dieser aber nur sehr bedingt etwas anfangen konnte. Im Gegenteil, war doch der TSV dem 3:0 näher als die Gäste dem Anschlusstreffer. „Deshalb haben wir auch verdient verloren gegen einen Gegner, der fast jeden Zweikampf gewonnen hat und der wollte“, gab sich dann später VfL-Coach Alexander Ukrow doch sehr verschnupft ob der schwachen Vorstellung seiner Elf, die nun die vierte Pleite in Folge kassierte.

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