Ottersberg bejubelt nach 1:1 gegen Oldenburg Klassenerhalt / Ballgeschiebe

Murati-Tor, Eggert-Fehler und Werben um Verständnis

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Sie ließen sich feiern: Die Ottersberger sicherten mit dem 1:1 gegen Oldenburg die Oberliga.

Ottersberg - Die Szene wirke schon ein bisschen skurril: Hier ließen sich die Ottersberger von den Fans feiern, dort bespritzten sich jubelnde Oldenburger mit Sekt – wohl selten hat man nach einem Remis zwei so ausgelassene Mannschaften erlebt. Mit dem 1:1 (0:0) zum Abschluss der Oberliga-Saison schafften beide Teams gestern den Klassenerhalt. Leidtragender ist der Rotenburger SV, der trotz des 2:0 über Bückeburg den ersten Abstiegsplatz belegt.

Da ertrugen auch die meisten Fans das fünfminütige Ballgeschiebe der Heimelf in ihrer eigenen Hälfte, ohne dass die Gäste Anstalten machten, ans Leder zu kommen. „Dafür muss man Verständnis haben, keiner will mehr den entscheidenden Fehler produzieren“, warb Axel Sammrey. Der Ottersberger Coach hatte dabei ein ruhiges Gewissen: „Schließlich boten beide Teams 80 Minuten lang ein vernünftiges Spiel.“ VfL-Trainer Ulf Kliche sprang seinem Kollegen bei: „Wer mal auf dem Platz gestanden hat, weiß, dass man in so einer Situation kein Risiko mehr geht.“

Einzig den Gedanken an den eigenen Klassenerhalt führte Stefan Denker, gestern als Sechser gestartet und nach Alexander Huhns Auswechslung (Prellung am Brustbein) in der Innenverteidigung, an: „Noch mal was riskieren, wäre dumm gewesen. Wir wollten nicht ins offene Messer laufen. Zweimal habe ich den Ball ja lang geschlagen. Aber wenn der Gegner nicht rauskommt…“ Für Denker war Bendetto Muzzicato zur totalen Absicherung auf die Postion vor der Abwhr gerückt.

Sein Coach hatte wenigstens noch tröstende Worte für die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde: „Rotenburg tut mir leid. Es ist schon eine unschöne Situation, wenn man sein Schicksal nicht in den eigenen Händen hat.“ Bei Sammrey überwog aber natürlich die Erleichterung, die Oberliga gehalten zu haben: „Ich bin froh, dass diese schwere Saison vorbei ist. Und stolz auf die Truppe, wie sie in den letzten sechs Spielen immer an sich geglaubt hat. Und ich bin stolz, Trainer beim TSV Ottersberg zu sein.“

Die Wümme-Kicker hatten gestern bei sommerlichen Temperaturen das Glück in der ersten Halbzeit auf ihrer Seite. Sowohl Mooy (15.) als auch zweimal Jädtke (36., 43.) verpassten die mögliche VfL-Führung. Johannes Ibelherr (8.) und Benedetto Muzzicato (37.) verfehlten auf der anderen Seite das Gehäuse. So richtig zielstrebig schienen aber beide Teams nicht zu sein.

Da fiel die Ottersberger Führung nach 66 Minuten schon mit gütiger Hilfe. An einer Peter-Flanke segelte Ersatzkeeper Thorben Engelbart vorbei – Bekim Murati köpfte zum 1:0 ein. Ironie des Schicksals: Oldenburgs Nummer eins Nils Reinke hatte der Schütze zuvor bei hartem Einsteigen einen Jochbeinbruch zugefügt (53.). Seunghyun Kim (67.) und Syuleyman Shakirov (74.) vergaben weitere Chancen.

Oldenburgs Kliche zog seine letzte Option, warf Maik Nirwing ins Rennen – und wurde 60 Sekunden später belohnt: Der Stürmer nutzte eine Unentschlossenheit von Ibelherr beim Kopfball und den folgenden Patzer von Torwart Tim Eggert energisch zum 1:1-Endstand aus (76.).

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