Bezirksliga-Tabellenführer lange ohne Plan gegen sehr tief stehenden TSV St. Jürgen

Osmers’ 2:0 ist der Brustlöser für TSV Bassen

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Jubeln konnten Bassens Bezirksliga-Fußballer gestern auch im Heimspiel gegen Aufsteiger TSV St. Jürgen wieder gleich fünfmal. ·

Bassen - Von Frank von Staden. Daran werden sich Bassens Bezirksliga-Fußballer wohl gewöhnen müssen. Taten sich die Mannen von Coach Marco Holsten schon vor einer Woche im Derby beim FSV Langwedel-Völkersen sehr schwer gegen eine massierte Deckung, so suchten sie auch gestern gegen das Abwehrbollwerk des TSV St. Jürgen lange nach dem richtigen Plan, um gegen den Aufsteiger den neunten Sieg im neunten Spiel feiern zu können.

 Zwar gab es dank der Treffer von Fikret Karaca (42./80.), Jan-Dirk Osmers (71.), Denis Schymiczek (81.) und Florian Thiel (82.) ein standesgemäßes 5:0 (1:0) für die Grün-Roten, doch so ganz zufrieden schauten die Gastgeber nach Spielschluss nicht drein.

„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir im ersten Durchgang keinen Fußball gespielt haben. Mit dem 2:0 war die Partie gegessen, nach dem 3:0 hat St. Jürgen aufgegeben“, so Holsten. Und der so gut wie beschäftigungslose TSV-Keeper Christian Rathjen fügte kritisch an: „Wir konnten die Spannung, die wir unter der Woche im Training für dieses Spiel aufgebaut haben, einfach nicht mitnehmen. Wir haben zu langsam, zu lethargisch gespielt, glaubten, es wird ein Selbstgänger.“

Vielleicht war das auch der Tatsache geschuldet, dass die Gäste nur mit einer Not-Elf nach Bassen kamen, gleich auf neun Stammspieler verzichten mussten. „Deshalb war es ja auch unser Plan, defensiv zu operieren, um dann vielleicht den einen entscheidenden Nadelstich setzen zu können“, verriet nach Abpfiff St. Jürgens Coach Enrico Berneking. Und dieser Nadelstich kam auch in der 27. Minute und hätte fast weh getan, als René Thiel einen Freistoß an den Pfosten hämmerte, Bassens Mirko Lüders den Nachschuss von Daniel Jasulka von der Linie köpfte. „Sitzt der, bekommt Bassen Probleme. Denn viel ist denen lange nicht eingefallen. Das 1:0 durch Karaca war doch ein Sonntagsschuss“, sah Berneking ein Traumtor des Bassener Kapitäns aus 18 Metern in den Winkel. Als dann Jan-Dirk Osmers nach Thiel-Vorarbeit auf 2:0 erhöhte, war das der erlösende Brustlöser. Danach fielen die restlichen Treffer wie reife Früchte im Minutentakt.

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