TBU-Keeper Christian Ahlers-Ceglarek allein auf weiter Flur / Rot für Buduar

Offensive nicht existent – 0:1

Einer der wenigen Momente im Heeslinger Strafraum: Ole Laabs (Mitte) und Faruk Celik bei einem Eckball. Foto: kc

AUS HEESLINGEN BERICHTET KAI CASPERS

Heeslingen – Während seine Mitspieler nach dem Abpfiff noch in Diskussionen mit ihren Gegenspielern oder dem Schiedsrichter vertieft waren, stand Christian Ahlers-Ceglarek nach der 0:1 (0:0)-Niederlage beim Heeslinger SC einsam neben dem Pfosten und schüttelte mit dem Kopf. Da hatte der Torhüter des Fußball-Oberligisten TB Uphusen die Gastgeber mit unzähligen Paraden förmlich zur Verzweiflung getrieben, musste er in der 76. Minute das Leder doch einmal aus dem Netz holen. „Das Tor konnte ja nur so fallen“, verwies TBU-Trainer Achim Hollerieth auf den äußerst glücklichen Treffer von Kevin Rehling. Denn dem wurde das Leder nach einer Ecke ans Knie geköpft und von dort sprang der Ball unhaltbar für Ahlers-Ceglarek über die Linie.

„Das war einfach nur schade, dass wir mal wieder einen Gegentreffer nach einer Standardsituation kriegen. Zumal die am einfachsten zu verteidigen sind. Aber beschweren dürfen wir uns nicht, denn die Niederlage geht völlig in Ordnung“, verdeutlichte der Uphuser Trainer. Und lieferte auch gleich die passende Erklärung dafür: „Offensiv haben wir nicht stattgefunden. Natürlich war es auf dem Platz alles andere als einfach. Aber wir haben vorne jegliche Bewegung vermissen lassen und zudem nie die 1:1-Situationen gesucht. Aber wir wollen jetzt auch nicht groß das Jammern anfangen, sondern putzen schnell den Mund ab und blicken dann wieder nach vorne.“

Schon in der ersten Halbzeit wurde schnell deutlich, dass sich die Zuschauer auf ein reines Kampfspiel einstellen konnten. Ballstaffetten über mehrere Stationen bildeten die völlige Ausnahme. Daher resultierte die erste Chance auch aus der 29. Minute, als Ahlers-Ceglarek einen Kopfball von Balzer glänzend parierte. Auch beim Schuss von Martens war der TBU-Keeper (36.) mit dem Fuß zur Stelle. Glück für die Gäste dann in der 43. Minute, als erneut Martens das Leder freistehend aus drei Metern über die Latte jagte. Auch nach der Pause bewahrte Ahlers-Ceglarek sein Team mit Glanzparaden gegen Rehling (50./60.) vor dem Rückstand. In der 63. Minute wurde es dann richtig hektisch. Nachdem zunächst Mazreku vom alles andere als sicheren Unparteiischen Maximilian Stargardt nach wiederholtem Foulspiel an Youness Buduar mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, sah im Anschluss auch der Uphuser die Rote Karte. „Ich soll den Linienrichter beleidigt haben. Dabei habe ich gar nichts gesagt, sondern bin von der Heeslinger Bank provoziert worden“, beteuerte der Übeltäter nach Spielende seine Unschuld und verwies dabei unter anderem auf Getränkebecher, die von der Tribüne in seine Richtung geworfen wurden. „Für mich war die Gelb-Rote Karte für den Heeslinger berechtigt. Im Anschluss sollte man jedoch Respekt wahren. Aber Youness muss sich, auch wenn er beschimpft wurde, besser im Griff haben“, brachte Hollerieth nur wenig Verständnis für den Ausbruch Buduars auf. Anstatt die letzten 27 Minuten auf dem tiefen Boden in Überzahl zu gestalten, war es zumindest in personeller Hinsicht nach den beiden Platzverweisen doch wieder ein ausgeglichenes Spiel. Allerdings war der TBU, nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, nicht in der Lage offensive Akzente zu setzen. Und auch die letzte Glanztat von Ahlers-Ceglarek gegen Sobolewski (75.) blieb unbelohnt, da der Ball nach der anschließenden Ecke von Rehlings Knie zum entscheidenden 1:0 (76.) für Heeslingen im Netz landete. Eine Schlussoffensive des TBU auf dem Platz blieb danach aus. Sie fand erst nach dem Spiel beim Gang in die Kabinen statt, wo es zu einigen Tumulten kam. Ob es da noch ein Nachspiel geben wird, gilt es abzuwarten.

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