Oberligist dominiert im Finale gegen Klassenpartner TB Uphusen mit 5:1

Der TSV Ottersberg setzt sich wieder die Krone auf

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Ottersbergs Alexander Arnhold setzt sich hier gegen Uphusens Neuen Enes Acarbay durch.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Der TSV Ottersberg dominierte am Wochenende nach vier Jahren wieder den Hallensupercup und beerbt damit den Sieger von 2014, den TSV Etelsen, der diesmal in der Vorrunde scheiterte. In einem kuriosen und sehr hektischen Finale besiegten die Mannen von Trainer Axel Sammrey im Oberliga-Duell den TB Uphusen mit 5:1.

Zudem stellten die Grün-Weißen als Ausrichter des Turniers in Neuzugang Ferdi Yilmaz, der erst vor wenigen Tagen vom Klassenpartner Rotenburger SV zum TSV Ottersberg wechselte, mit zehn erzielten Treffern auch den Torschützenkönig. Als fairste Mannschaft wurde Landesligist TSV Bassen ausgezeichnet, der knapp den Einzug in die Halbfinals verpasste. So avancierte das letzte Gruppenspiel der Grün-Roten gegen den späteren Finalisten TB Uphusen zum Entscheidungsmatch. Am Ende hatte der Oberligist die Nase mit 2:0 vorn und sicherte sich Gruppenplatz eins, gefolgt vom 1. FC RW Achim. Und das unter großem Jubel zahlreicher Anhänger des Bezirksligisten, die mit Pappklatschen aber mal so richtig für Stimmung in der Ottersberger Halle sorgten.

„Überhaupt war es ein sehr gut besuchtes Turnier. Es hat sich gezeigt, dass der jetzige Termin doch sehr viel mehr Zuschauer anlockt als noch zu den Zeiten, in denen der Supercup in Thedinghausen ausgespielt wurde. Deshalb wird die nächste Ausgabe wieder bei uns stattfinden, weil es terminlich einfach besser passt“, zeigte sich später Turnierleiter Markus Bremermann rundum zufrieden mit dem Event.

Ganz anders sah da die Gemütslage von Uphusens Trainer Andre Schmitz aus, der sein Team vor allem im Oberliga-Duell gegen die Gastgeber benachteiligt sah: „Der Ottersberger Turniersieg geht in Ordnung, aber es bleibt ein fader Beigeschmack, weil der Schiedsrichter in diesem Endspiel überfordert war. Das 5:1 spiegelt beileibe nicht den Spielverlauf wider, da sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnet sind.“

Klar, dass da Ottersbergs Trainer direkt konterte: „Die Uphuser haben sich das selbst zuzuschreiben. Der Unparteiische hat alles genau richtig gesehen. Letztlich hat das Finale fast 20 Minuten statt deren zwölf gedauert, weil der TBU in einer Tour am lamentieren war und die Hallenregeln nicht kannte!“

Doch der Reihe nach. Der Turnerbund ging früh durch einen verwandelten Neunmeter von Denis Spitzer in Front, nachdem Alexander Arnhold Thomas Celik zu Fall gebracht hatte. Dann musste Bülent Kaksi (Schmitz: „Der Schiri behauptete, wer zweimal foult, bekommt zwingend eine Zeitstrafe – so ein Quatsch!“) für zwei Minuten vom Feld. Ottersberg nutzte das zweimal durch Jonathan Schmude eiskalt aus – 2:1. Als dann Uphusens Marvin Osei eine für ihn weitere Fehlentscheidung heftig kritisierte, musste auch er vom Feld. Die kurze doppelte Überzahl schließlich brachte den TSV Ottersberg auf die Siegerstraße. Feri Yilmaz traf zum 3:1 und 4:1. Den Schlusspunkt im Endspiel setzte Lars Hamelmann. Sammrey: „Letztlich haben wir uns verdient den Titel geholt, weil wir mit Abstand die meisten Tore des Turniers geschossen haben. Unsere Hallenvorbereitung hat sich ausgezahlt.“

Kurios war aber nicht nur das Finale, sondern auch der Ottersberger 8:1-Erfolg gegen den nur in der Schlussphase völlig überforderten TSV Dörverden. Denn bis zur sechsten Minute lag der Bezirksligist mit 1:0 in Front, ehe dann Yilmaz zur Aufholjagd blies und vier seine insgesamt zehn Buden erzielte.

„Unser schwerstes Spiel aber war ohne Zweifel gegen den vermeintlich schwächsten Gegner, der sich unglaublich clever bei diesem Turnier präsentiert hat“, so Sammrey, dessen Lob dabei dem Kreisligisten TV Oyten galt, der dem Wümme-Team beim 2:2 das einzige Remis abtrotzen konnte und im kleinen Finale gegen Achim knapp nach Neunmeterschießen Platz drei verfehlte.

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