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Lars Auth nicht zu stoppen beim 37:23

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Von: Kai Caspers

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Eine Etage höher als Bremervördes David Lüer (25): Achim/Badens Rückraumspieler Luke Pehling.
Eine Etage höher als Bremervördes David Lüer (25): Achim/Badens Rückraumspieler Luke Pehling. © Hägermann

Handball-Oberligist SG Achim/Baden wurde seiner Favoritenrolle gegen den TSV Bremervörde gerecht. Das Team von Florian Schacht feierte einen deutlichen 37:23-Erfolg über das Schlusslicht.

Achim/Baden – Das abschließende Heimspiel des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden in diesem Jahr gegen den TSV Bremervörde – es erinnerte fast ein wenig an längst vergessene Duelle gegen den alten Rivalen. Denn von Beginn an ging es ordentlich zur Sache und auch auf den gut gefüllten Rängen war mächtig Feuer drin. Dennoch gab es einen entscheidenden Unterschied. Die Spannung fehlte. Zu überlegen war das Team von Florian Schacht. Angeführt vom überragenden Lars Auth feierte die SG einen auch in der Höhe verdienten 37:23 (18:13)-Erfolg.

Achim/Badens junge Garde überzeugt in den letzten 15 Minuten

Noch zu Beginn hatte es allerdings nicht nach einem derart deutlichen Erfolg ausgesehen. Denn das Tabellenschlusslicht nutzte zunächst die sich bietenden Lücken in der SG-Deckung und legte ein 4:1 vor. „Wir haben uns zu Beginn etwas einlullen lassen. Erst nach 15 Minuten haben wir zu unserem Spiel gefunden“, nahm die Partie für Schacht dann aber mal so richtig Fahrt auf. Hatte Marvin Pfeiffer die Gastgeber mit dem 8:7 (15.) erstmals in Führung gebracht, drückte fortan vor allen Dingen Lars Auth dem Spiel seinen ganz persönlichen Stempel auf. Allein neun Tore erzielte Achim/Badens Rechtsaußen in der ersten Hälfte. Das war natürlich auch Bremervördes Trainer Adnan Salkic ein Dorn im Auge. Nach Auths Treffer zum 11:9 (20.) wechselte er den Torhüter. Für Dennis Klingebiel rückte Kevin Kuessner zwischen die Pfosten. Aber auch der bekam in der Folge gegen Auths Würfe keine Hand an den Ball. „Da habe ich wohl einiges richtig gemacht, wenn der Gegner ein paar Mal den Torhüter wechseln muss“, grinste Auth. Bis zur Pause blieben die Gastgeber, bei denen mittlerweile Fabian Klaus den glücklosen Sebastian Bohling im Tor abgelöst hatte, das deutlich bessere Team und bauten die Führung auf 18:13 aus.

SG-Keeper Fabian Klaus ein sicherer Rückhalt

Gleiches Bild auch nach dem Wechsel. Während die Gäste kaum noch Lücken in der SG-Deckung fanden oder mit ihren Würfen an Torhüter Klaus scheiterten, entwickelte das Schacht-Team eine enorme Spielfreude. Per Siebenmeter sorgte Auth erstmals für eine Führung mit zehn Toren – 29:19 (45.). Ab diesem Zeitpunkt beorderte der SG-Trainer seine junge Garde aufs Parkett. Das wusste in erster Linie Jakob Naumann zu nutzen. Musste der Youngster seinen Wurfarm zunächst noch etwas justieren, langte der Rückraumspieler dann noch sechsmal zu. Dabei wurde er immer wieder von Mittelmann Tom Lasse Blatt gut in Szene gesetzt. „Die Jungs haben das schon gut gemacht. Aber die erfahrenen Spieler hatten es zuvor auch gut vorbereitet. Trotzdem sollten wir den Erfolg nicht zu hoch hängen. Dafür war der Gegner einfach nicht stark genug“, drückte Florian Schacht im Anschluss dann auch gleich mal etwas auf die Euphoriebremse. In Anbetracht der klaren Führung schien die Partie dann einem ruhigen Ende entgegenzusteuern. Doch zwei Minuten vor dem Abpfiff gab es dann doch noch eine ungewollte Unterbrechung. Verantwortlich dafür waren mitgereiste Fans aus Bremervörde. Da einige von ihnen Achimer Spieler persönlich beleidigten, wurde die Partie von den Schiedsrichtern kurz unterbrochen. Achim/Badens Teammanager Cord Katz und Bremervördes Kapitän Lars von Kamp konnten die erhitzten Gemüter etwas beruhigen. Und SG-Keeper Fabian Klaus hatte dann auf dem Feld auch die passende Antwort parat, als er direkt nach Wiederanpfiff einen Siebenmeter der Gäste parierte. SG Achim/Baden: Bohling, Klaus - Naumann (6), Borchert (4), Pehling (2), Podien (1), Freese, Windßus (3), Pfeiffer (5), Budelmann (1), Blatt, Dehmel (1), Auth (13/5), Balke (1).

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