TBU: Egestorf-Langreder könnte Zünglein an der Waage sein

Im Oberliga-Abstiegskampf öffnet sich eine Hintertür

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Die Uhr trügt, denn für den TB Uphusen ist es immer noch fünf Minuten vor zwölf. Immerhin kann das Team von Dennis Offermann noch aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen.

Uphusen - Von Frank von Staden. Rein sportlich sieht es derzeit beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen zappenduster aus. Pleite gegen den Tabellenvorletzten VfL Bückeburg, Blamage gegen das abgeschlagene Schlusslicht SV Teutonia Uelzen – im Abstiegskampf spricht eigentlich nichts für die Blau-Weißen. Und doch öffnete sich eine Hintertür im Rennen um den Klassenerhalt. Zumindest ein kleines Stück.

So wenden sich die Blicke des Turnerbundes immer mehr Richtung 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Denn sollte der Tabellenzweite über die Relegation den Aufstieg in die Regionalliga schaffen, würde auch der Viertletzte der Oberliga, derzeit noch der TB Uphusen, die Liga halten. Dieses Schlupfloch gab dabei erst der Oberliga-Verzicht des designierten Regionalliga-Absteigers Goslarer SC frei. So würde dieser direkt in die Landesliga durchrauschen – ein Oberliga-Platz wäre damit unbesetzt. „Stimmt, so haben wir es auch vernommen. Doch wir verlassen uns da lieber nicht auf hätte, wenn und aber. Denn auch, wenn wir uns gerade nicht von der optimalen Seite zeigen, so können wir es doch rein sportlich immer noch aus eigener Kraft schaffen“, appelliert da Uphusens sportlicher Leiter Markus Nesemann an die Mannschaft, jetzt endlich den Bock umzustoßen und sich als Einheit im Abstiegskampf zu präsentieren. Einen ersten Schritt könnte die Kicker vom Arenkamp am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellensechsten aus Northeim machen.

TBU-Coach Dennis Offermann zumindest glaubt trotz der zuletzt vernichtenden Ergebnissen an seine Schützlinge, die sich unter der Woche selbst kritisch betrachteten und sich in einem offenen Gespräch auch kein gutes Zeugnis ausstellten: „Wichtig war dabei, dass die Jungs jetzt nicht den Glauben an sich verlieren. Denn wenn sie mit der richtigen Grundeinstellung in ein Spiel gehen, haben sie bewiesen, dass sie fast jeden in dieser Liga schlagen können. Vergessen sie aber die Tugenden, dann verlieren sie auch eben gegen jeden!!“

Dass er am Sonntag personell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, will Offermann nur ganz am Rande ansprechen. Da freut es ihn eher, dass sich Patrick Spitzer als auch der junge Rojhat Kaya (19) für einen Verbleib beim TBU entschieden haben. Ein weiteres Zeichen für ihn, dass sein Team noch lebt. „Ich spüre, dass meine Spieler wollen. Keiner von ihnen verliert absichtlich. Es geht jetzt weiter für uns ums nackte Überleben. Denn auf Egestorf zu bauen wäre absolut fatal“, so der Übungsleiter.

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