Achimer Sport Stacker trumpfen bei Online-Weltmeisterschaft auf

Obenlüneschloß das WM-Maß

Das deutsche Team hatte während der Online-WM doch einiges zu besprechen. fOTOS.:PRIVAT
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Das deutsche Team hatte während der Online-WM doch einiges zu besprechen.

Sie gehört ohne Zweifel zu den weltbesten Sport-Stackern - die Achimerin Sabrina Obenlüneschloß. Bei der ersten Online-Weltmeisterschaft in dieser Sportart räumte die Obenlüneschloß jetzt wieder einige Titel ab.

Achim – Im vergangenen Jahr waren die weltbesten Sport Stacker noch zu überrascht, fanden wie fast alle anderen Sportarten keine Wege und Mittel, um ihre geplante Weltmeisterschaft in Singapur trotz Corona durchzuführen. In diesem Jahr aber wollten sich die „Becherstapler“ nicht noch einmal ausbremsen lassen. Und so fand die WM jetzt vor wenigen Tagen online statt.

Timo Böhm hat als Spieler und Bundestrainer viel um die Ohren

Mit dabei waren auch wieder Teilnehmer aus Achim, eine der Sport Stacking-Hochburgen in Deutschland. Timo Böhm vom TSV Achim, der seit 2019 das Amt des Vorsitzenden des Deutschen Verbandes (WSSA) inne hat und damit als Bundestrainer auch verantwortlich für das Team Germany ist, gehörte dabei wie seine beiden Vereinskameradinnen Rebecca Ernst und Sabrina Obenlüneschloß zum deutschen Aufgebot. 63 Aktive aus Deutschland hatten sich für diese WM qualifiziert, nicht alle überstanden am Ende aber auch die WM-Vorrunde. Um sich für die Finalrunden dieses Online-Events zu qualifizieren, mussten die Teilnehmer vorab drei Vorrunden-Videos aufzeichnen und im Internet hochladen – je ein Video für das Einzel, die Staffel und das Doppel. Diese Vorrunden-Videos wurden dann von Schiedsrichtern auf Gültigkeit überprüft. So lief es auch in allen anderen Ländern. Immerhin kamen über 600 Sport Stacker aus vier Kontinenten in die Finals. Die Konkurrenz, insbesondere aus dem asiatischen Raum, war immens hoch und stark.

Zeigt hier in der WM-Vorrunde in den heimischen vier Wänden sein Können: Timo Böhm, der gleichzeitig als Bundestrainer auch das Team Germany zu betreuen hatte.

Um allen Wettkämpfern eine möglichst faire Teilnahme zu ermöglichen, wurde die WM in drei Zeitzonen ausgetragen. Am frühen Morgen, in Deutschland herrschte da noch Nachtruhe, starteten die Asiaten in den Wettkampf. Gegen Spätabend trugen die Teilnehmer des amerikanischen Raumes ihren Wettbewerb aus. Dazwischen zeigten die Europäer ihr Können.

Timo Böhm, Rebecca Ernst und Sabrina Obenlüneschloß konnten sich letztlich über einen Finaleinzug in der Staffel AK35+ gemeinsam mit Dennis Schleußner (Berlin), Markus Pondruff (Kassel) und Boris Konrad (Kranenburg) freuen und holten sich trotz einiger Nervosität den Weltmeistertitel. Auch im Doppel reichte es in der Vorrunde für Böhm und Pondruff für einen dritten und für das Duo Ernst/Obenlüneschloß zu einem zweiten Platz. Im Finale sprang dann letztlich für die beiden deutschen Herren Platz vier heraus, Ernst/Obenlüneschloß aber waren nicht zu toppen. Die Stackerinnen vom TSV Achim gewannen den Weltmeistertitel in der AK35+.

Aufgrund der allgemein herrschenden Situation war diese WM zwar vollkommen anders als gewohnt – aber trotzdem ein eindrucksvolles Erlebnis.

Timo Böhm

Auch in den Einzelwettbewerben hatten die Achimer gut Lachen. Im Master II männlich (35 - 44 Jahre) konnte Böhm trotz Doppelbelastung als Spieler und Bundestrainer („Ich habe in dem Zeitraum der WM über 2800 WhatsApp-Nachrichten erhalten oder verschickt – Wahnsinn!“) und damit Teambetreuer im 363 den siebten und im Cycle den fünften Platz belegen. Bei den Master II weiblich kam Rebecca Ernst im 333 auf Rang acht, im 363 und Cycle holte sie die Vizeweltmeisterschaft. Sabrina Obenlüneschloß letztlich toppte die Ergebnisse, indem sie in allen drei Einzeln Gold holte.

Als Besonderheit wurde abschließend dann noch ein „Individual Head-to-Head“ ausgetragen. Dabei traten pro Altersklasse je zwei Stacker gegeneinander an. Der mit der schnelleren Zeit kam eine Runde weiter. Und auch dieser Wettbewerb sollte am Ende ganz im Zeichen der Achimer Ausnahme-Stackerin Sabrina Obenlüneschloß strehen. So dominierte sie das rein Achimer Finale gegen Rebecca Ernst.

„Aufgrund der allgemein herrschenden Situation war diese WM zwar vollkommen anders als gewohnt – aber trotzdem ein eindrucksvolles Erlebnis mit vielen herausragenden Leistungen“, konstatierte Böhm nach dieser hoffentlich einmaligen Mammut-Online-Weltmeisterschaft.

Von Frank Von Staden

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