Fronttänzerin Julia Mindermann kurzfristig ausgefallen / Teuchert: „Wir sind gebeutelt“

Ars Nova wieder nur auf Platz acht

Die Ars Nova Tänzer mussten in Bietigheim auf ihr wichtiges Frontpaar verzichten. Foto: Sheila May Photography

Verden - Für die A-Mannschaft des Team Ars Nova ging es noch ein weiteres Mal auf die lange Reise nach Baden-Württemberg. In Bietigheim stand das vierte Turnier der 2. Bundesliga auf dem Programm. Die Mannschaft hatte sich aufgrund von gesundheitlichen Problemen im Team um Carsten Koch ergänzt, um wieder vollzählig antreten zu können. „Carsten hat die Choreografie in Rekordzeit gelernt und sich sehr gut eingebracht. Das war wirklich beeindruckend“, berichtete Trainerin Imke Teuchert. Die Mannschaft war somit gut eingestellt und wollte noch einmal zeigen, was in ihr steckt.

Aber dann kam doch alles anders als erwartet. Nach der siebenstündigen Fahrt ins Hotel in Stuttgart ging es Fronttänzerin Julia Mindermann in der Nacht so schlecht, dass am Morgen der Notarzt gerufen wurde. Schnell wurde klar, dass eine Teilnahme am Turnier in diesem Zustand unmöglich war. In einem Teammeeting teilten die Trainerinnen der Mannschaft die schlechten Neuigkeiten mit und stellten ihr Team auf einen erneuten Start mit sieben Paaren ein. „Wir sind dieses Jahr wirklich sehr gebeutelt, was Erkrankungen und Verletzungen angeht. Aber im Zweifel geht dann eben die Gesundheit unserer Tänzerinnen und Tänzer vor. Julia ist auf jeden Fall nicht spontan zu ersetzen, da sie mit ihrem Partner Fabian die meisten Bilder angibt“, erklärte die Cheftrainerin Imke Teuchert. Das Team machte sich daraufhin auf den Weg zum Turnierort. Fabian Geukens blieb bei seiner Partnerin im Hotel, um sich um sie zu kümmern: „Es war schon schlimm, nicht beim Team zu sein, aber wir konnten Julia auch nicht alleine lassen.“

Das Team zeigte sich in der Stellprobe etwas irritiert durch das Fehlen der wichtigen Ausrichtungspunkte, die das Frontpaar sonst bietet. Auch in der Vorrunde des Turniers war ihnen die Anspannung noch anzumerken. Zum Finaldurchgang kamen aber alle 14 Tänzerinnen und Tänzer besser zusammen und steigerten sich deutlich. Dennoch reichte es wieder nur für den achten Platz. Sabrina Obuch, die Fabian Geukens als Teamcaptain vertrat, sagte: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir wieder nicht mit einem vollen Team antreten konnten und das Ergebnis ist auch unbefriedigend. Aber im Sport muss man eben auch lernen, mit Niederlagen und unerwarteten Ereignissen umzugehen.“ Eine Gelegenheit bleibt der Mannschaft aber noch, um ihr Potenzial zu offenbaren: Am 9. März tritt sie ein letztes Mal in der Olympiahalle in Syke an.

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