Niedersächsische Landesmeisterschaft in Verden

Schach: Lüder Dunker erfolgreichster Lokalmatador

Lieferten sich ein packendes Duell: Die Verdener Manfred Fischer und Norbert Bischoff (rechts).

Verden - Die niedersächsische Schach-Einzelmeisterschaft am vergangenen Wochenende fand wieder mit großem Zuspruch in Verden statt. 262 Denksportler traten in vier Leistungsgruppen unterteilt gegeneinander an, ob nun weiblich oder männlich und von Siebenjährigen bis in die achtziger Jahre alt. Interessant war da das Bild, bei dem der Youngster lässig auf dem Stuhl kniete, um das Brett mit den Figuren überblicken zu können, das der Opa mit den wachen Augen vor sich hatte: Ein ernster Wettkampf unter gleichen Bedingungen.

Die Allerstädter waren mit zwölf Spielern dabei, verteilt auf alle vier Gruppen. So startete Verdens Spitzenspieler Christian Polster (16) in der Meistergruppe. Hier konnten nur qualifizierte Strategen, und in Niedersachsen wohnend, mitkämpfen. In der ersten Runde war ihm der 50-jährige Lau aus Salzgitter zugelost, den Christian in vier Stunden mit einer geschickten Mattdrohung zur Aufgabe zwang. Gegen zwei weiterte und etwas stärkere Kämpfer aus Uelzen und Oldenburg zog er indes unglücklich den Kürzeren. In der folgenden Runde bis zur Halbzeit setzte er sich mit der Lehrterin Schulze auseinander und schafte ein Remis. Damit verblieb der Verdener Verbandsliga-Spieler im Mittelfeld.

Torsten Vetter begann in der offenen Klasse A und erreichte 2,5 Zähler in der vier Begegnungen. In der vierten Partie traf er auf einen Strategen aus Aurich, um 100 Wertungspunkte höher (2050), und trotzte ihm eine Punkteteilung ab. Harald Palmer trat in derselben Gruppe an und errang 1,5 Punkte. In der dritten setzte er einen Vereinslosen in 35 Zügen matt, zuvor gewann er bereits einen Läufer.

Die erfolgreichsten örtlichen Strategen in der B-Gruppe waren die beiden Neuen beim SK Verden, Horst Nordhorn und Jan-Hendrik Schiller. Sie erzielten je 2,5 Punkten vor weiteren Mitstreitern. Natürlich konnten auch Mitspieler eines Vereins aufeinandertreffen. So lieferten sich die beiden Domstädter Manfred Fischer und Norbert Bischoff eine mitreißende Partie, die Remis endete. Am erfolgreisten war Lüder Dunker mit drei Zählern in der C-Gruppe, er überraschte in der ersten Runde sein Gegenüber mit einem schnellen Mattsieg mit der Dame in 28 Zügen.

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