Erlösendes 2:0 gegen Dörverden erzielt / Ärger um Platzverweis für Dennis Neumann

Nico Brunken – Verdens Joker sticht im Derby

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Wegbereiter: Patrick Zimmermann (links, hier gegen Vitali Seibert in seinem vorerst letzten Match für Dörverden) legte zur 1:0-Führung vor – am Ende gewann Verden das Derby 2:0. ·

Verden - Von Jürgen HonebeinDer FC Verden 04 wahrte in der Fußball-Bezirksliga seine Chance auf den Relegationsplatz durch einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den zuletzt stark auftrumpfenden Kreisrivalen TSV Dörverden.

Die rund 100 Zuschauern sahen aber ein insgesamt schwaches Spiel von beiden Seiten. Der Gast agierte aus einer verstärkten Abwehr heraus und versuchte über den schnellen Matthias Precht entscheidende Nadelstiche zu setzen. Das klappte aber nicht wie erhofft, denn die FC-Abwehr war immer gut im Bilde. Eine Schlüsselszene gab es nach 40 Minuten, als Dennis Neumann nach einer „Schubserei“ gegenüber Simon Gloger die Rote Karte sah. „Eine zu harte Entscheidung“, meinte Dörverdens Coach Nils Pohlner.

Zimmermann legt volley

die 1:0-Führung vor

Die Allerstädter hatten zumindest in der zweiten Halbzeit in Überzahl gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, spielten aber sehr in die Breite und gingen äußerst fahrlässig mit ihren Chancen um. Pohlner haderte mit Schiedsrichter Felix Bahr (Ahlerstedt). „Wenn er in der Szene vor dem Feldverweis einen Elfmeter für uns gibt, läuft das Spiel ganz anders.“ Und Verden hätte sich tatsächlich nicht beschweren können, wenn Bahr einen Strafstoß gepfiffen hätte, denn Torhüter Dario Jahn hatte Neumann mit beiden Beinen voraus hart attackiert. So aber blieben die Gäste im Angriff äußerst blass und besaßen nur eine einzige nennenswerte Chance nach 84 Minuten durch Matthias Precht.

Verdens Coach Jens Dreyer war mit den drei Punkten zufrieden, bemängelte aber die schwache Chancenverwertung: „Wir hätten viel früher alles klar machen müssen. So bestand immer die Gefahr, einen Konter zu bekommen.“ In der elften Minute gingen die Blau-Weißen mit 1:0 in Führung, als Patrick Zimmermann den Ball nach Vorlage von Tim Becker volley in die Maschen hämmerte. Weitere Chancen waren in den ersten 45 Minuten nicht zu verzeichnen, auch weil sich beide Teams viele Abspielfehler erlaubten.

Mit neun Feldspielern stand der TSV Dörverden nach der Pause auf verlorenem Posten. Der Tabellenzweite kontrollierte die Partie nach Belieben, doch das erlösende 2:0 wollte nicht fallen. Zimmermann, Kubiak, Bade und Zerbst scheiterten am starken Keeper der Gäste Simon Bogutzky oder vergaben kläglich.

In der 75. Minute brachte Jens Dreyer für Patrick Zimmermann den Routinier Nicolas Brunken – und der zeigte, wie man Tore schießt. In der 82. Minute fackelte er nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten André Zerbst nicht lange und ließ Bogutzky keine Abwehrchance.

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