Erst Jacqueline Nowak erlöst die TV Oyten Vampires in Travemünde – 27:25

Nichts für schwache Nerven

Oytens achtfache Torschützin Jacqueline Nowak behielt in der hektischen Schlussphase einen kühlen Kopf und traf zum 27:25.

Oyten - Nichts wurde es mit einem entspannten Saisonauftakt für Sebastian Kohls, Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires. Auch wenn sein Team drei Minuten vor dem Ende beim 25:21 den Sieg beim TSV Travemünde eigentlich schon eingetütet hatte, kam Kohls an der Seitenlinie nicht zur Ruhe. Bester Beleg dafür war seine Stimme, die doch relativ heiser daherkam. Nur gut, dass Jacqueline Nowak (ehemals Reinhold) ihren Trainer und die gesamte Mannschaft mit dem Treffer zum 27:25 (12:10)-Endstand erlöste.

„Diese Anspannung hätte ich mir liebend gerne erspart. Allerdings will ich nicht meckern. Schließlich haben wir vergangene Saison beide Duelle verloren. Letztlich haben wir uns das Leben durch einzelne Phasen, in denen wir uns ein paar Fehler zuviel erlaubt haben, ja selber schwer gemacht“, attestierte Kohls seinem dezimierten Team jedoch in kämpferischer Hinsicht eine tadellose Leistung.

Die Anfangsphase – sie war geprägt von großer Nervosität auf beiden Seiten. Bester Beleg dafür: Nach 10 Minuten hieß es 3:3. Als Patricia Lange den TVO dann mit 5:4 in Führung gebracht hatte, war es jedoch um den Fluss im Spiel der Gäste geschehen. Das erkannte auch Kohls und reagierte mit einer Auszeit (15.). „Nachdem ich die Mannschaft wieder neu eingestellt hatte, haben wir auch Lösungen gefunden“, erklärte Oytens Trainer die 12:10-Führung zur Pause. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hielten die Vampires das Heft zunächst klar in der Hand und legten durch die achtfache Torschützin Jacqueline Nowak ein 19:14 (43.) vor. Doch wie schon im ersten Abschnitt gab es in der Folge in der Abwehr ein paar Fehler zu viel und auch im Abschluss haperte es etwas an der nötigen Konzentration. Besser wurde es erst nach dem 19:18 (47.), als die Vampires auf 25:21 (57.) durch einen Treffer von Jana Kokot enteilten. Aber für Ruhe sorgte das auch nicht.

TV Oyten Vampires: Kahler, Janßen - Nowak (8), Engelke (4/3), Drewes (1), Juricke, Pleß, Kokot (7), Schulz (3), Bilic (1), Lange (3). 

kc

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