Verdens neuer Außenstürmer Toni Fahrner will Stammplatz erobern

„Nicht der Typ, der gerne verliert“

Kämpft um einen Stammplatz in Verden: Außenstürmer Toni Fahrner. Foto: Wächter

Verden - Von Ulf Von Der Eltz. Die gemeinsame Zeit mit Johannes Eggestein bei Werder Bremen dauerte nur sechs Monate. Für Toni Fahrner, vor zwei Wochen vom Oberligisten Heeslinger SC zum Landesligisten FC Verden 04 gewechselt, war sie im zweiten Halbjahr 2014 aber äußerst prägend. „Von Johannes habe ich in der U17-Bundesliga eine ganze Menge gelernt. Vor allem, was die Disziplin neben dem Platz betrifft“, blickt der 21-Jährige gerne zurück.

Genau mit dieser Einstellung will sich der Außenstürmer einen Stammplatz bei den Allerstädtern erkämpfen. Obwohl ihm bewusst ist, dass es kein leichtes Unterfangen wird: „Wir haben viele gute Kicker, vor allem junge, in den Reihen. Wenn ich jedoch die Leistung abrufe, die ich bringen kann, habe ich bestimmt eine Chance.“ Keine Angst vor dem Konkurrenzkampf? Die Antwort kommt prompt: „Nein, der ist doch gut. Und dafür bin ich da, so können wir das Bestmögliche aus der Saison herausholen.“

Vor dem Aufstieg zur Stammkraft steht für Ex-Rotenburger (Januar 2017 bis Juni 2018), „dass ich die Stabilität reinbringe. Die Fitness ist gut, spielerisch dürfte ich mit den Kollegen auch schnell zusammenfinden.“ Stabilität als oberstes Gebot, weil der in Bremen-Neustadt wohnende Kicker seit August pausiert hatte, nach zwei Bänderrissen hintereinander im rechten Fuß.

Das Vertrauen in die eigenen Qualitäten – „ich denke, dass ich schnell sowie abschlussstark bin und auch mit der Defensivarbeit schon viel besser klarkomme als früher“ – ist für den in Rostock geborenen Offensivspezialisten kein Problem. Zumal ihm Frank Neubarth die nötige Zeit einräumen will. Ohnehin war der Ex-Profi ein wichtiger Faktor, nicht zu einem anderen Club zu gehen: „Der Coach will sich langfristig oben festsetzen und ein Wörtchen mitreden. Das ist genau mein Credo, denn ich bin nicht der Typ, der gerne verliert.“ So brauchte Fahrner nur eine Woche für sein Ja-Wort, „zumal ich schnell Klarheit haben wollte.“ Und im Team fühlt er sich bestens aufgenommen, die Trainingsbedingungen mit dem Kunstrasenplatz halfen auch bei der Entscheidung. Der Kontakt zum FC war über Jonas Austermann, mit den der frühere Fan von Fernando Torres und Mario Götze in der U19 des JFV A/O/Heeslingen gekickt hatte, entstanden.

Wobei keinesfalls sicher ist, ob Fahrner auch nach der Saison am Hubertushain stürmen wird: „Wir haben uns bis zum Saisonende geeinigt. Mit der Option, ein zweites Jahr ranzuhängen, wenn es gut läuft.“ Im Hinterkopf dürfte der zeitliche Aufwand eine Rolle spielen: „Früher hatte ich eine Fahrgemeinschaft mit Jonas nach Heeslingen. Jetzt reise ich alleine aus der Neustadt an, was nicht ganz ohne ist. Aber ich nehme es gerne in kauf, weil ich hier ja spielen kann.“ Wenn auch zunächst mit einer Doppelbelastung, denn im April steht die Prüfung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen an. Was eine ganze Menge Disziplin verlangt – aber die hat Toni Fahrner ja einst von Johannes Eggestein gelernt.

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