NFV-Pokal: Uphusen gestern Abend nach Super-Fight 2:3 gegen Meppen

Schmitz stolz nach Drama – auch ohne das Happy End

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Da lugte der Schütze zum Uphuser 1:1 aus der Jubeltraube hervor: Kerem Sahan (Vierter von rechts).

Uphusen - Von Ulf von der Eltz. Sie verlangten dem Favoriten alles ab, durften bis in die Schlusssekunden auf eine Überraschung hoffen – und mussten sich nach einem wahren Drama letztlich doch unglücklich aus dem Niedersachsen-Pokal verabschieden: Die Fußballer des TB Uphusen verloren gestern Abend im Achtelfinale 2:3 (1:1) gegen den SV Meppen. Kein Happy End also wie noch in der Vorsaison, als sie den Regionalligisten im Elfmeterschießen niedergerungen hatten.

Trotzdem zeigte sich Andre Schmitz mächtig stolz auf sein Team: „Wir waren mutig, haben das Spiel offen gestaltet und uns vom Rückstand nicht beeindrucken lassen.“ Den entsprechenden Mut hätte sich der Coach des Oberligisten auch von Axel Martin erwünscht, doch der Schiri aus Schiffdorf pfiff manchmal unglücklich und schritt aus der Sicht des gebürtigen Niederländers oftmals nicht energisch genug ein: „Er hat soviel Vorteil gegeben, obwohl der meistens für uns gar nicht gegeben war.“

Auf der anderen Seite atmete Trainer Christian Neidhardt tief durch, im Bewusstsein, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein: „Von den Chancen her ein verdienter Sieg. Aber wir haben es selbst zum Pokalfight kommen lassen, weil wir vorm 1:1 den Ball leichtfertig verloren. Letztlich zählt aber nur das Weiterkommen.“

In der Anfangsphase agierten die Gäste drückend überlegen, hätten bei zahlreichen Möglichkeiten mehr als nur die 1:0-Führung herausholen müssen. Aber lediglich Max Kremer blieb mit einem sehenswerten Schuss aus 25 Metern erfolgreich (26.). Nach gut einer halben Stunde wurde der Turnerbund agiler, verschob nun in der Abwehr besser, ging rechtzeitig auf die ballführenden Meppener drauf und erzwangen ein Gleichgewicht. Das 1:1 fiel aber dennoch überraschend: Thomas Celik, dem Coach Schmitz ein überragendes Spiel attestierte, erkämpfte sich gegen den äußerst schwachen Linksverteidiger Hiromu Watahiki an der Torauslinie die Kugel, Mustafa Adzadzoys Schuss ließ Keeper Gommert nur abklatschen – und Kerem Sahan staubte zum 1:1 ab (39.).

Dieser Coup veränderte das Match kolossal: In Abschnitt zwei dominierten zunächst die Männer in Blau, Celik hätte freistehend für die Führung sorgen können, scheiterte aber am diesmal stark reagierenden Gommert (57.). Meppen spürte die mögliche Wende und hielt fortan in erster Linie körperlich dagegen, so dass sich ein richtiger Fight entwickelte.

Nach Kremers Pfostenschuss staubte Ramiz Pasiov zum 1:2 ab (72.), nur fünf Minuten später vollendete Kremer, gestern bester Meppener, mir seinem zweiten Tor auf 1:3. „Das ist einfach zu schnell gefallen, sonst wäre noch mehr drin gewesen“, befand Routinier Oktay Yildirim, der seiner Elf aber ein Klasse-Spiel bescheinigte: „Jeder hat für jeden gekämpft, die Einstellung war top. Auch spielerisch haben wir uns mächtig gesteigert – ein großer Schritt in die richtige Richtung.“ Das 2:3 durch Marvin Oseis Schlenzer (78.) reichte Uphusen nicht mehr. Die Platzherren warfen zwar alles nach vorne, mit Glück rettete der Favorit den Sieg aber über die Runden.

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