TBU-Trainer Hollerieth vermisst die Basics / Sonntag Kellerduell in Wolfsburg

Neziris fataler Querpass – 1:2

Und wieder einmal ist Spelles Florian Hoff (10) eher am Ball als Uphusens Philipp-Bruno Rockahr und Robert Littmann (4). Foto: Hägermann

Uphusen - Von Kai Caspers. Schon während der Partie gegen den SC Spelle-Venhaus war Achim Hollerieth mehrfach der Verzweiflung nahe. Daher machte der Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen seinem Unmut in Anbetracht der bisweilen doch eklatanten Fehlpässe auch immer mal wieder lautstark Luft. Doch auch das sorgte nicht für Besserung. Im Gegenteil. Denn ein kapitaler Aussetzer von Rilind Neziri (55.) vor dem eigenen Strafraum leitete letztlich den entscheidenden Treffer der Gäste zum 1:2 (0:1)-Endstand ein.

Der Zeitpunkt – er hätte viel schlechter nicht sein können. Denn nur vier Minuten zuvor hatte Viktor Pekrul die Speller Führung durch Goalgetter Sascha Wald aus der 29. Minute per Strafstoß ausgeglichen. Allerdings benötigte Routinier Pekrul dafür schon die Unterstützung von Schiedsrichter Björn Behrens (Hannover). Hatte der zuvor nach Foul am eingewechselten Faruk Celik (51.) folgerichtig auf den Punkt gezeigt, ließ er Pekruls ersten Versuch, bei dem er an SC-Keeper Bernd Düker gescheitert war, wiederholen. Verantwortlich dafür war die Tatsache, dass einige Gästespieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Im zweiten Anlauf machte es Pekrul dann besser. Und das 1:1 schien genau der Weckruf gewesen zu sein, den die Uphuser gebraucht hatten. Allerdings war er nach Neziris Blackout nur von kurzer Dauer. Denn zu allem Überfluss ließ Florian Hoff TBU-Keeper Christian Ahlers-Ceglarek bei seinem traumhaften Schlenzer in den Winkel auch keine Abwehrmöglichkeit – 1:2. „In so einer Situation so einen Querpass vor dem eigenen Strafraum zu spielen – das darf natürlich nicht passieren. Das sind Basics, die jeder verinnerlicht haben sollte“, haderte Hollerieth. „Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Qualität unserer Pässe ohnehin ein großes Manko war. Daran gilt es zu arbeiten. Denn auch die Stürmer wurden immer wieder halbhoch angespielt. Und solche Bälle sind nun einmal schwer zu verarbeiten.“

Wer nun auf eine Druckphase der Uphuser gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Dafür fehlte es einfach an der nötigen fußballerischen Qualität an diesem Tag. Daher reichte es für die Gastgeber lediglich noch zu drei Halbchancen von Celik (66.), einem Kopfball von Ole Laabs (85.) und einem Versuch von Neziri (90.+1). Letztlich fehlte es aber auch da an der nötigen Entschlossenheit. Hatte Spelles Trainer Hanjo Vocks nach einem Schubser an Philipp-Bruno Rockahr (38.) die Rote Karte gesehen, musste auf Seiten der Gastgeber zu allem Überfluss Marius Winkelmann ( 90.) mit Gelb-Rot vom Platz und fehlt damit Sonntag (14 Uhr) im Kellerduell bei Lupo Martini Wolfsburg. Aber damit nicht genug. Neben Frithjof Rathjen und Besir Rogaqi muss Hollerieth in diesem wichtigen Spiel auch noch auf die gelbgesperrten Youness Buduar und Rockahr verzichten. Keine guten Voraussetzungen.

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