START IN DIE SAISON TBU peilt ruhige Saison an

Neuer Trainer – die Ziele sind geblieben

Mit seiner Dynamik kann Pedro Güthermann zu einem wichtigen Faktor im TBU-Spiel werden.
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Mit seiner Dynamik kann Pedro Güthermann zu einem wichtigen Faktor im TBU-Spiel werden.

Uphusen – Auch wenn Fußball-Oberligist TB Uphusen mit einem neuen Trainer in die Saison geht – die Ziele haben sich nach wie vor nicht geändert. „Das ist doch jedes Jahr gleich. Wir wollen eine ruhige Saison spielen, an dessen Ende dann der Klassenerhalt steht“, erklärt Christian „Zecke“ Ahlers-Ceglarek. In der vergangenen Saison noch Torhüter beim TBU, hat der 36-Jährige nun das Kommando auf der Trainerbank übernommen.

Um das Ziel zu erreichen, hat „Zecke“ ganz klare Vorstellungen. „Wir müssen uns für jeden Gegner zu einer ekligen Truppe entwickeln, gegen die niemand gerne spielen will. Außerdem dürfen wir nach einem Sieg nicht so schnell zufrieden sein, sondern müssen immer mit der gleichen Galligkeit auf den Platz gehen. Daher nehme ich definitiv auch die Jungs aus dem Mannschaftsrat mit in die Verantwortung, da ich nicht der Alleinherrscher sein will“, setzt Ahlers-Ceglarek auf eine enge Kommunikation. „Zumal ich den Fußball ja auch nicht neu erfinden will. Daher sind die altbekannten Tugenden und die entsprechende Disziplin gefragt. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben. Dennoch müssen der unbedingte Wille und die Körpersprache immer zu erkennen sein“, lautet die oberste Prämisse des TBU-Coaches. Somit sollte sich auch niemand zurücklehnen, denn „Zecke“ scheut sich auch nicht davor, die vermeintlichen Stammspieler auf die Bank zu setzen.

Bevor es für die Uphuser am 6. September mit der ersten Partie in Spelle losgeht, wartet noch einiges an Arbeit auf Ahlers-Ceglarek. Das gilt vor allem für die Defensive, die in der Vorbereitung alles andere als einen gefestigten Eindruck hinterlassen hat. Sicher auch der Tatsache geschuldet, dass mit Neuzugang Bakary Bojang (siehe Text unten) ein ganz wichtiger Eckpfeiler weggebrochen ist. „Daran gilt es dringend zu arbeiten. Oftmals hat die Abstimmung gefehlt, sodass wir zu viele Gegentore kassiert haben. Aber das bekommen wir noch in den Griff“, ist der 36-Jährige überzeugt. Dafür machte die Offensivabteilung einen wesentlich besseren Eindruck. „Da erspielen wir uns deutlich mehr Chancen. Wenn wir jetzt noch die richtige Balance zwischen beiden Mannschaftsteilen finden, ist mir nicht bange“, blickt Ahlers-Ceglarek der neuen Saison optimistisch entgegen.

Auch wenn die Uphuser aktuell die Augen bezüglich der einen oder anderen Verstärkung noch offenhalten, sieht „Zecke“ seinen Kader gut aufgestellt. Vor allen Dingen der gesunde Mix zwischen gestandenen Routiniers wie Boris Koweschnikow, Philipp-Bruno Rockahr, Robert Littmann und Marco Wahlers auf der einen Seite, sowie die Youngster-Fraktion mit Pedro Güthermann, Mathis Wellmann, Bastian Helms und Faruk Celik auf der anderen Seite lässt ihn zuversichtlich in die Zukunft blicken. „Gerade so ein Spieler wie Pedro, der physisch extrem stark ist, kann für uns zu einem ganz wichtigen Faktor werden. Er muss nur noch etwas konstanter werden. Aber auch die anderen Youngster haben alle genügend Potenzial. Sie gilt es jetzt zu formen, um hier dann langfristig etwas aufzubauen und eine gewisse Kontinuität in den Verein zu bekommen“, hat Ahlers-Ceglarek neben dem Klassenerhalt ein weiteres Ziel!

Zugänge Koweschnikow und Helms sollen vorangehen

Das Personalkarussell beim TB Uphusen – es hat sich in dieser Saison mal wieder etwas schneller gedreht. Gleich zehn Neuzugänge begrüßen die Verantwortlichen um Trainer Christian Ahlers-Ceglarek in ihren Reihen. Dabei könnten die Unterschiede größer kaum sein. Auf der einen Seite Akteure, die bereits über langjährige höherklassige Erfahrung verfügen. Demgegenüber steht unter anderem ein Quartett, das vergangene Saison noch in der A-Jugend gespielt hat und sich nun in der Oberliga beweisen will.

Definitiv eine Führungsrolle soll laut Uphusens Trainer Mittelfeldspieler Boris Koweschnikow vom FC Oberneuland übernehmen. „Das erwarte ich von einem Spieler seiner Kategorie in dem Alter. Dennoch muss auch Bobby seine Leistung bringen, wenn er auf dem Platz stehen will. Denn gesetzt ist bei mir keiner“, will Ahlers-Ceglarek dem 29-Jährigen keinen Freifahrtschein ausstellen. Gleiches gilt für Bastian Helms, der nach zweieinhalb Jahren nun vom Ligarivalen Heeslinger SC an den Arenkamp zurückgekehrt ist. „Basti ist ein richtig guter Fußballer, der für uns sehr wichtig werden kann. Ich hoffe, dass er jetzt den nächsten Stepp macht. Darüber hinaus könnte er auch noch etwas lauter werden auf dem Platz“, nimmt „Zecke“ den 25-Jährigen in die Pflicht. Positiv überrascht zeigte sich der TBU-Trainer von Marco Wahlers, der nach einer zweijährigen Pause wieder dabei ist. „Dafür, dass er so lange keinen Fußball gespielt hat, ist Marco extrem fit und auch schon wieder super integriert ins Team. Vorgesehen war er bei uns eigentlich für die rechte Seite. Aber jetzt wird er aufgrund der schweren Verletzung von Bakary wohl als Innenverteidiger zum Einsatz kommen.“

Kreuzbandriss: Ausfall von Bakary Bojang wiegt schwer

Denn nach einem MRT hat sich die Befürchtung von Ahlers-Ceglarek nun doch bestätigt. Neuzugang Bakary Bojang hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird dem TBU damit vermutlich die ganze Saison fehlen. „Und das ist richtig bitter, denn er war ein wichtiger Eckpfeiler in unseren Planungen. Schließlich ist er eine richtige Kante und genau der Typ Innenverteidiger, den ich mir gewünscht habe. Er verfügt nicht nur über ein gutes Passspiel und eine gute Technik, sondern hat auch einen richtigen Bums. Da kann man sich als Torwart schon mal ducken“, weiß er um die Qualitäten des 22-Jährigen, der von BV Essen zum Turnerbund gekommen ist.

Gleich zwei neue Torhüter weiß der TBU in seinen Reihen. Dabei ist die Rolle der Nummer eins klar an Tariq Olatunji vom TuS Schwachhausen vergeben. „Tariq ist topfit und ein guter Fußballer. Aber er kann auch noch einiges lernen und muss vor allen Dingen sauberer in seinen Aktionen werden. Aber da bin ich ganz zuversichtlich, da ihn das regelmäßige Torwarttraining mit Gregor Badstübner sicher weiterbringen wird“, macht sich „Zecke“ auch keine großen Gedanken um seinen Nachfolger. Auch Maximilian Hentrich (SC Borgfeld) ist gut ausgebildet. Allerdings ist der 26-Jährige körperlich noch nicht da, wo er sein sollte. „Das weiß er auch. Trotzdem geben wir ihm eine Chance und er ist jetzt selbstverantwortlich dafür, was er daraus macht“, hofft Ahlers-Ceglarek bis Saisonbeginn noch einen weiteren Torhüter präsentieren zu können.

Für die Youngster-Fraktion mit Malte Postler, Julian Stiehl (beide U19 JFV Verden/Brunsbrock), Jarno Böntgen (SC Borgfeld) und Philipp Schippert (eigene U19) geht es in erster Linie darum, dass sie körperlich noch zulegen müssen. „Fußballerisch bringen sie alle viel mit. Aber sie müssen sich natürlich erst an das höhere Niveau gewöhnen. Am weitesten ist dabei aktuell Jarno, der vor allen Dingen im Testspiel gegen Rehden positiv überrascht hat“, so „Zecke“.

Zusatzrubrik: Das ist der neue TBU-Trainer Christian Ahlers-Ceglarek

. . . wer hat Dir den Spitznamen Zecke verpasst? Der wurde mir von meinen damaligen Jugendtrainern verpasst. Aber aufgrund meines Namens liegt das auch auf der Hand. . . . welche Stärken/Schwächen hast Du als Mensch sowie auch als Sportler? Privat bin ich ziemlich gelassen und eigentlich eher ruhig. Es sei denn, ich muss warten. Denn das hasse ich. Auf dem Platz ist das immer anders gewesen. Da war ich sehr laut und alles andere als gelassen. . . . wer spielt für Dich den attraktivsten Fußball in der Bundesliga? Definitiv Bayern München. Die Dominanz und Selbstverständlichkeit, die das Team zur Zeit ausstrahlt, ist schon beeindruckend. . . . wenn Du Dir einen Spieler, egal welchen, von Deinem sportlichen Leiter Florian Warmer wünschen könntest, welcher wäre das? Ich bin ganz zufrieden mit den Jungs, die wir haben. . . . was macht für Dich einen perfekten Fußballer aus? Der perfekte Fußballer ist wahrscheinlich eine Mischung aus Ronaldo und Messi. Aber ansonsten müssen Fußballer heutzutage einen extrem guten Fitnessstand vorweisen, athletische Fähigkeiten haben und natürlich die physischen Komponenten. Das Ganze gepaart mit jeder Menge Fleiß, Disziplin und Willen. . . . was braucht ein Torhüter, um erfolgreich zu sein? Gute Handschuhe (lacht). Und eine große Portion Verrücktheit, um sich in den Kasten zu stellen. Und natürlich die gleichen Attribute wie ein Feldspieler. . . . vor welchen Übungen hast Du Dich im Sport immer gedrückt? Gedrückt habe ich mich nie. Aber die Läufe habe ich schon immer gehasst. . . . was ist für Dich ein absolutes No-Go im Fußball? Undiszipliniertheiten, Unpünktlichkeit und wenn der Teamgedanke fehlt. . . .  welche Marotte hattest Du als Torwart und jetzt als Trainer? Als Spieler habe ich mir immer zuerst den linken Stutzen und später dann den linken Handschuh zuerst angezogen. Warum auch immer. Als Trainer bin ich noch dabei, welche zu suchen (Grins). . . . was muss passieren, damit Dir die Hutschnur (Sport oder auch privat) reißt? Wie schon mal erwähnt. Bei Unpünktlichkeit. Ich hasse es zu warten. . . . was hat Dir als aktiver Fußballer oder als Privatmensch schlaflose Nächte bereitet? Meine beiden Kinder (Grins). . . . welchen Spieler kannst du noch zum Ballstreichler machen? Die sollen lieber andere Sachen streicheln. . . . wenn wir unser Saisonziel erreichen, werde ich als Trainer . . .? Dann werde ich es mit den Jungs krachen lassen. Und hoffentlich können wir uns dann auch wieder auf Mallorca ausbreiten und haben auch genug Kohle in der Mannschaftskasse.

Stenogramm

Zugänge: Bastian Helms (Heeslinger SC), Boris Koweschnikow (FC Oberneuland), Marco Wahlers (nach Pause), Bakary Bojang (BV Essen), Jarno Böntgen (SC Borgfeld), Julian Stiehl, Malte Postler (beide U19 JFV Verden/Brunsbrock), Tariq Olatunji (TuS Schwachhausen), Maximilian Hentrich (SC Borgfeld), Philipp Schippert (eigene U19).

Abgänge: Marius Winkelmann (TV Oyten), Eugen Uschpol, Ramien Safi (beide Brinkumer SV), Ricardo Marafona da Costa (OSC Bremerhaven), Julian Paul (Rotenburger SV), Frithjof Rathjen (Pause), Ole Laabs (Altherren Blumenthaler SV), Besir Rogaqi, Viktor Pekrul (beide unbekannt).

Restkader: Youness Buduar, Faruk Celik, Abdullah Dogan, Tom Cedrik Gronewold, Pedro Güthermann, Robert Littmann, Miguel Mendoza, Philipp-Bruno Rockahr, Kai Schmidt, Mathis Wellmann, Burak Yigit.

Trainer: Christian Ahlers-Ceglarek (neu für Achim Hollerieth).

Co-Trainer: Felix Stoick (neu).

Torwart-Trainer: Gregor Badstübner.

Betreuer: Thomas Dubiel.

Sportlicher Leiter: Florian Warmer.

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoriten: SC Spelle-Venhaus. 1. FC Germania Egestorf/Langreder.

Von Kai Caspers

Nicht nur technisch gut ausgebildet, sondern auch ein guter Standardschütze: Abdullah Dogan.

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