Siebenmeter zum 21:20 über SVGO II verwandelt – Daverden II bejubelt Aufstieg nach Krimi / Sonderlob für Meyer

Nerven aus Stahl: Liebrum wirft Müller-Team in Landesliga

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Raus mit der Freude: Sascha König (vorne) und seine Daverdener Kollegen bejubeln den Landesliga-Aufstieg. · Fotos (2): häg

Daverden - Von Ulf von der EltzDa gab es für Thomas Müller kein Halten mehr – der Sprint ging über das ganze Spielfeld.

Sekunden später tanzte der Coach mit seinen Schützlingen freudetrunken im Kreis: Nach einem wahren Relegations-Krimi feierte der TSV Daverden II gestern Abend einen 21:20 (10:10)-Erfolg über SV Grambke-Oslebshausen II – und damit den Aufstieg in die Handball-Landesliga. Die Grün-Weißen hatten das 23:24 aus dem Hinspiel egalisiert, die Anzahl der mehr erzielten Auswärtstore gab den Ausschlag.

„Es ist natürlich etwas glücklich durch diese Regelung aufzusteigen, aber ich kann es noch gar nicht fassen. Vor fünf Jahren haben wir es gegen Grambke nicht geschafft, umso größer ist die Erleichterung“, sprudelte es aus dem angesichts der Dramatik völlig fertigen Müller heraus. Egal war in diesem Moment die äußerst dürftige Leistung der Kreisoberliga-Vizemeister. Daverdens Trainer: „Spielerisch boten wir eine Katastrophe, aber wir haben nie aufgegeben. Wenn du drei Minuten vor Schluss mit zwei Toren hinten liegst und gewinnen musst, dann gibt keiner mehr einen Pfifferling für dich.“ 18:20 hieß es nach meist ausgeglichener Partie durch Jörg Rautenbergs Siebenmeter (57.) – die Bremer fingen schon an zu feiern.

Aber im Überschwang glitt ihnen das Match noch aus der Hand: Bastian Vagt verkürzte mit einem Siebenmeter-Nachwurf auf 19:20, Oliver Warnke gelang im nächsten Angriff das frenetisch bejubelte 20:20 – plötzlich glaubten die Daverdener wieder an sich. Und als die Gäste völlig unnötig den Ball verloren, kassierten sie einen Tempogegenstoß, den sie nur durch ein Foul stoppen konnten. Torsten Liebrum schritt 33 Sekunden vor Abpfiff an den Strich, mit Nerven aus Stahl verwandelte der Routinier zum 21:20 – und sein Coach Müller riss schon mal beide Arme in die Höhe. Im letzten Angriff warf Rautenberg den Ball über den Kasten, der Aufstieg der Daverdener Reserve war endgültig perfekt.

Eine überragende Vorstellung bot wieder einmal Christoph Meyer, der 32-jährige Keeper wehrte 13 Würfe ab. „Er war schon die ganze Saison über unser bester Mann,“ lobte Müller. Einen besonderen Tag genoss auch der fünfmal erfolgreiche Oliver Warnke, der eine Woche zuvor noch den Last-Minute-Klassenerhalt mit Etelsens Fußballern in der Landesliga geschafft hatte, blieb aber bescheiden: „Es war ganz lustig mal wieder Handball zu spielen – eine Spontan-Idee von Thomas.“

Tore: Bremer (1), Liebrum (3/1), Zartner (3), Feldmann (1), Kirst (2), Vagt (5/2), Rehder (1), Warnke (5).

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