Achim/Baden hat Habenhausen auf der Pfanne

Naumanns Handschrift wird deutlich – 28:28

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Vor allem in der ersten Halbzeit war Achim/Badens Dennis Summa (beim Wurf) von Habenhausen nie zu kontrollieren.

Achim/baden - Von Kai Caspers. Unmittelbar nach dem Abpfiff war Tobias Naumann nicht wirklich ansprechbar. Zu viele Dinge gingen dem Trainer des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden nach dem 28:28 (12:9) gegen den ATSV Habenhausen durch den Kopf. Mit etwas Abstand dann aber doch die erste Reaktion.

Mit ziemlicher Wucht trat Naumann gegen einen Kasten an der Hallenwand und machte seinem Ärger damit Luft. Verständlich. Denn letztlich verhinderten nur ein paar Kleinigkeiten den durchaus möglichen Coup gegen den Tabellenführer.

Der Ärger – er war allerdings auch ganz schnell wieder verraucht. „Klar, ich wollte natürlich gewinnen. Und das wäre auch drin gewesen, da wir die Partie im Grunde genommen über die gesamte Dauer bestimmt haben. Leider haben wir dann in kleinen Phasen immer mal wieder unsere Linie verloren. Die daraus resultierenden Fehler hat Habenhausen dann alle eiskalt bestraft“, zollte Naumann seiner Mannschaft jedoch großen Respekt: „Das war eine starke Leistung. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Der „Klassiker“ gegen Habenhausen – er hielt allen Erwartungen stand. Angefangen schon beim Publikum. Eine derart gut gefüllte Tribüne hatte es schon lange nicht mehr gegeben in Achim. Eine Tatsache, die die SG zu beflügeln schien. Zwar setzte es zunächst das 0:1, doch in der Folge wurde immer mehr die neue Handschrift von Tobias Naumann deutlich. 

Die von ihm bevorzugte 6:0-Deckung stand bombensicher und zudem hatte Torhüter Bastian Meinken einen klasse Tag erwischt. In der Offensive übernahm Dennis Summa die Verantwortung und hatte mit seinen sechs Treffern großen Anteil am 12:9 zur Pause.

In der zweiten Hälfte drohte die Partie dann zu kippen, da sich vermehrt Fehler ins Spiel der Gastgeber einschlichen – 15:17 (39.). Was folgte, war jedoch eine beeindruckende Leistung. Angetrieben von den eigenen Fans gab es eine erneute Wendung. Vor allem die Flügelzange mit Michele Zysk und Jannis Jacobsen hatte einen erheblichen Anteil am 25:22 (52.). Kurz vor dem Ende wurde es dann hektisch. 

Bei noch zwölf Sekunden auf der Uhr war die SG in Ballbesitz, ehe Florian Pröhl mit seinem Wurf am ATSV-Keeper scheiterte. Dieser schaltete blitzschnell und schickte seinen Mitspieler auf die Reise. Als der dann aber zum Wurf ansetzen wollte, wurde er durch eine Auszeit seines Trainer unterbrochen. Der abschließende Freiwurf landete dann im SG-Block. Naumann: „Da haben wir dann Glück gehabt. Ohne die Auszeit geht der vermutlich rein und wir verlieren sogar noch.“

SG Achim/Baden: Meinken, von Seelen - Zysk (4), Podien, Block-Osmers (1), Jacobsen (5), F. Pröhl (6), Summa (8), Fastenau (2), Meier, S. Pröhl, Balke (2), Zschorlich.

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