Ottersberg unterliegt Hildesheim / Sammrey: Damit baut man die Spieler auf…

0:1 – und nach Haltermanns Tipp liegen die Nerven blank

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Kurbelte in der zweiten Halbzeit an: Ottersbergs Kapitän Johannes Ibelherr, hier gegen Jane Zlatkov. ·

Ottersberg - Von Ulf von der EltzAls wäre die sportliche Situation nicht schon prekär genug – nach der gestrigen 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen den VfV Hildesheim, mit der Fußball-Oberligist TSV Ottersberg weiter ohne jeden Punkt Rang 15 ziert, eröffneten die Verantwortlichen völlig unnötig einen Nebenkriegsschauplatz. Und lassen erkennen, dass die Nerven offenbar bereits jetzt blank liegen.

Auslöser der Irritationen war das Tippspiel, dessen Erlös der Jugendabteilung zugute kommt: Da hatte Fußball-Boss Henning Haltermann neben drei anderen Mitbewerbern genau dieses 0:1 getippt, was auch im Anschluss an das Match via Stadion-Mikro verkündet wurde. Und das brachte Axel Sammrey im Rahmen der Pressekonferenz auf die Palme: „Natürlich bin ich enttäuscht von unserer Leistung. Aber dass im Umfeld alles negativ gesehen wird, enttäuscht mich fast noch mehr.“ Der Trainer erläuterte seine Verbitterung mit reichlich Sarkasmus: „Die Zuschauer reagieren nur negativ. Und ausgerechnet Henning tippt 0:1, damit baut man die Spieler natürlich auf – ich bin stolz.“ Der Vorsitzende entgegnete: „Dieser Vorwurf ist unhaltbar. Es wurden im Spiel einfach zu viele Fehler gemacht.“ Da besteht noch Gesprächsbedarf.

Bedarf besteht auch weiterhin in sportlicher Hinsicht: Zwar sah die Ottersberger Grundausrichtung angesichts zweier Niederlagen im Gepäck zunächst defensiv aus. Weil sich aber im Spielaufbau Fehler an Fehler reihte, kamen die Gastgeber in der ersten Halbzeit nicht einmal gefährlich vor das Hildesheimer Tor. Bei den vielen Ballverlusten wurden sie von den technisch sicheren Stoffregen-Schützlingen automatisch am eigenen Strafraum festgenagelt. Sammrey: „Unser Spiel hinten raus ist eine Katastrophe. Bei den vielen Fehlpässen laufen wir ja fast nur, um uns die Bälle wiederzuholen. So ergibt sich natürlich keine Torchance. Ich dachte, dass wir weiter wären.“

Muzzicato: „Bälle immer

über den Kopf geflogen“

Während Defensiv-Mann Dragan Muharemi schon nach gut einer halben Stunde verletzt raus musste, hing der zweite kurzfristig spielberechtigte Neuzugang praktisch in der Luft: Benedetto Muzzicato versuchte zwar vorne zu rochieren, konnte aber nicht ins Spiel eingebunden werden. „Die Bälle flogen mir in der ersten Halbzeit immer über den Kopf, da war es schwer, weil ich halt von Ballkontakten lebe. Nach der Pause ging es ein bisschen besser“, sieht der Offensive noch Steigerungspotenzial.

Die einzige echte Torchance in Hälfte eins nutzte der aufgerückte VfV-Rechtsverteidiger Niklas Kiene nach genauer Hereingabe mit einem satten Schuss in den Winkel – 0:1 (31.). Nach der Pause wurden die Wümme-Kicker mutiger, in erster Linie Johannes Ibelherr kurbelte nun an. Und Mittelstürmer Ömer Aktas ließ sich zurück fallen, um ebenso für Impulse zu sorgen. Zu Chancen kam die Sammrey-Elf aber erst kurz vor Schluss, als zunächst Enes Acarbay aus dem Hinterhalt über den Kasten drosch (90.) und 60 Sekunden darauf Syuleman Shakirov mit einem tollen Freistoß an Keeper Simon Blaus scheiterte. Dass Ottersberg überhaupt noch auf einen Punkt hoffen durfte, lag an der Schludrigkeit der Hildesheimer – und an Torhüter Tim Eggert, der dreimal in höchster Not gerettet hatte (55., 75., 86.).

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