Oberliga: VfV Hildesheim bestraft gestern Uphuser Stellungsfehler eiskalt

Nach Ausgleich durch Airich kurz zu sorglos agiert – 1:3

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Schoss gestern aus dem Gewühl heraus das einzige Tore für den Turnerbund gegen Hildesheim: David Airich (r.).

Uphusen - Von Frank von Staden. Nichts wurd’s gestern mit dem dritten Sieg am Stück für Oberliga-Neuling TB Uphusen. So unterlagen die Blau-Weißen dem derzeitigen Tabellenzweiten VfV Hildesheim vom Ergebnis her zwar deutlich mit 1:3 (0:0), doch begegneten sich beide Teams über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe, waren es letztlich dumme Stellungsfehler, die die Hausherren um mehr brachten.

So sah es später auch Hildesheims Trainer Jürgen Stoffregen, der von „Nuancen“ sprach, die beide Teams getrennt hätten. „Und ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir zumindest eine unserer guten Chancen im ersten Abschnitt genutzt hätten und in Führung hätten gehen können“, warf da auch Pendant Andre Schmitz seinen Hut in den Ring um zu untermauern, dass er doch mit vielem einverstanden war, was seine Elf gestern auf dem Grün bot. „Wir haben trotz dieses Ergebnisses bis auf wenige Ausnahmen eine gute Leistung abgerufen, die Hildesheimer eine clever gute“, versuchte der Übungsleiter des Turnerbundes kurz und knapp mit einer neu erfundenen Aneinanderreihung von Adjektiven aufzuzeigen, was seinen Schützlingen momentan noch fehlt, um auch mit Teams aus der oberen Tabellenregion mitzuhalten.

Letztlich waren das zwei Dinge: Zum einen das Auslassen bester Einschussmöglichkeiten, zum anderen krasse Stellungsfehler bei den Gegentoren. So hätten die Uphuser im Grunde eine klare Führung mit in die Halbzeitpause nehmen müssen. „Über ein 0:1 oder gar 0:2 hätten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht beschweren können“, untermauerte da Stoffregen. Doch dreimal Saimir Dikollari (3./14./45.) und zweimal auch Mustafa Azadzoy (15./30.) vermochten das Runde nicht ins Eckige zu befördern. Und das, obwohl die Gäste gerade in der Innenverteidigung kaum Zugriff fanden, es im VfV-Strafraum desöfteren drunter und drüber ging, wie in einer Gummibärchentüte. „Einen müssen wir einfach machen. Dann sind wir am Drücker“, wussten da auch Uphusens Marco Wahlers. Und vor allem hätte dann das unnötige 0:1 (50.) kurz nach der Pause nicht so auf die Psyche geschlagen. Das gelang Jane Zlatkov im zweiten Versuch, nachdem zuvor TBU-Keeper Oliver Blum einen von Mateusz Peek an Dominic Hartmann verursachten Strafstoß noch parieren konnte. Was die Platzherren aber auszeichnete: Sie ließen zu keinem Zeitpunkt die Köpfe hängen, gaben bis zum Schluss Vollgas. Und das wurde durch das 1:1 nur fünf Minuten später belohnt. David Airich schaltete im Gewühl nach Duhn-Freistoß in den VfV-16er am schnellsten. Statt aber nun erst einmal auf safety first zu bauen, drückten die Blau-Weißen sofort weiter aufs Tempo, verloren nur 120 Sekunden nach Wiederanpfiff das Leder im Mittelfeld und kassierten so per erweitertem Konter durch den völlig blank stehenden Philipp Rockahr das 1:2. Als dann Christoph Lange (70.)mit einem Sonntagsschuss aus 22 Metern (Schmitz: „Da muss Denis Spitzer früher attackieren!“) das 1:3 gelang, war die Messe gelesen. Danach hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, fuhren die Gäste zahlreiche Konter, die aber zu schlampig ausgespielt wurden. Spitzer sah zudem kurz vor Schluss noch Gelb-Rot, ist damit nächste Woche gesperrt.

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