Aus nach 2:5-Pleite / Spitzer Interimscoach

Bierden entlässt Bierstedt-Bruhn

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Uhr abgelaufen: Trainer Stephan Bierstedt-Bruhn.

Bierden - Die Negativserie des TSV Bierden in der Fußball-Kreisliga hält weiter an. In einem vorgezogenen Spiel unterlag das Team von Trainer Stephan Bierstedt-Bruhn dem TSV Fischerhude-Quelkhorn mit 2:5 (1:2). Die Folge: Am Donnerstag kam es zur Trennung zwischen dem Bierdener Übungsleiter und den Blau-Weißen.

„Das war zwar eine klare Steigerung im Vergleich zur Niederlage gegen Hönisch. Doch die Abwehr war eine Katastrophe. Schade, dass Patrick Spitzer, Lüder Helms und Torsten Marek beste Chancen liegen ließen. Aber ich konnte ein eindeutiges Zeichen erkennen – die Mannschaft will und lebt“, sah Bierstedt-Bruhn erneut ein starkes Spiel von Andre Daszenies. Aber auch drei Tore des jungen Goalgetters der Gäste, Jan-Luca Lange. Er war es auch, der einen Abwehrschnitzer eiskalt mit dem 0:1 (22.) bestrafte. Volley glich Daszenies (44.) aus. Nur eine Minute später erzielte Lange das 1:2.

In Durchgang zwei nutzte Lange einen Konter zum 1:3 (60.). Torsten Marek traf per Kopfball zum 2:3 (61.). Unglücklich für Bierden das 2:4 (67.): Paul Pfeifer rutschte aus, Lange spritzte dazwischen und wurde von Pfeifer gefoult. Der sah dafür Rot. Den Freistoß verwandelte Moritz Becker sicher. Fast mit dem Abpfiff fiel das 2:5 (90.) nach Konter durch Michael Schreiber.

Dass Bierstedt-Bruhn am Donnerstag dann seinen Hut nehmen musste, verwunderte den Trainer schon etwas, zumal er vor einigen Wochen selbst sein Amt zur Verfügung stellen wollte, Bierdens sportlicher Leiter Florian Warmer als auch die Mannschaft selbst dieses jedoch ablehnten. „Ich bin ein Trainer, der viel Wert auf Selbstdisziplin legt und nicht Woche für Woche den Spielern sagen will, was sie zu tun haben. Doch es ist so, dass viele in der Mannschaft damit nicht umgehen können und eine harte Hand brauchen. Ich habe immer gesagt, dass ich mich nicht verbiegen werde – auch nicht für den TSV Bierden! Sollen sie jetzt eben einen holen, der es besser macht. Verstehen kann ich es letztlich nicht. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt“, so Bierstedt-Bruhn am Abend auf Nachfrage. Florian Warmer aber sah sich zum Handeln gezwungen, erklärte: „Es musste doch was passieren. Lieber jetzt sieben Spieltage vor der Winterpause, als es immer weiter hinauszuzögern. Ich habe wirklich vor einigen Tagen gedacht, wir würden da alle gemeinsam unten herauskommen. Doch am Ende hat es einfach nicht mehr gepasst. Ich weiß, dass ich dafür auch Kritik ernten werde. Aber ich musste jetzt einfach reagieren, obwohl ich die Arbeit von Stephan und seine ganze Art sehr schätze!“

Kommissarisch übernimmt nun erst einmal Co-Trainer Patrick Spitzer als Interimslösung Verantwortung. Doch scheint das nur für den Übergang zu sein, denn auch Warmer stimmt Bierstedt-Bruhn zu: „Ja, die Mannschaft braucht wohl einen, der ihr immer wieder sagt, was sie zu tun und was sie zu lassen hat. Wir brauchen hier scheinbar den harten Hund!“

vst/ds

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