Handball-Verbandsligist hat Aufstieg im Visier

TV Oyten: Müller-Dormann lobt Weiterentwicklung

Handball-Coach Lars Müller-Dormann vom TV Oyten zeigt die Richtung an.
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Die Richtung ist klar: Coach Lars Müller-Dormann will mit dem TV Oyten in die Oberliga aufsteigen.

Handball-Verbandsligist TV Oyten spielt bisher eine souveräne Rolle. Vor der Saison-Fortsetzung steht das Team des Trainer-Duos Lars Müller-Dormann/Marc Winter an der Spitze – der Aufstieg in die Oberliga ist also das realistische Ziel. Vor allem die Weiterentwicklung sieht Müller-Dormann als Erfolgsgarant.

Oyten – Nach acht Spieltagen stand Handball-Verbandsligist TV Oyten unangefochten an der Tabellenspitze, bevor die Saison Ende November angesichts der Corona-Pandemie unterbrochen wurde. Zunächst bis Mitte Januar – doch Übungsleiter Lars Müller-Dormann sieht schwarz in Sachen reibungsloser Wiederaufnahme zum genannten Zeitpunkt: „Allen normal denkenden Menschen kann man eine Fortsetzung der Saison im Moment nur schwer vermitteln. Alle müssen sich einschränken, nur wir dürfen fast normal Handball spielen. Das kann es nicht sein.“

Zwei Akteure des TV Oyten befinden sich aktuell in Quarantäne. Dies sei bei den Ligakontrahenten angesichts der ansteckender daher kommenden Virus-Variante Omikron wohl nicht großartig anders. „Wir müssen wieder in die Gänge kommen. Niederlagen werden sicher noch folgen. Derzeit haben wir ein schönes Polster“, steht für Müller-Dormann eine Saison zum zweiten Mal in Folge auf der Kippe.

Wir hätten im Falle des Aufstiegs eine blutjunge Truppe, die in drei gedehnten Spielzeiten den Sprung aus der Landesliga in die Oberliga geschafft hätte. Auf keinen Fall sind wir so vermessen, uns mit der SG zu messen.

Oytens Coach Lars Müller-Dormann sieht Achim/Badens Vormachtstellung nicht in Gefahr

Laut des Coaches wäre es besser gewesen, zumindest die Hinrunde absolvieren zu lassen, um eine gerechte Regelung zu finden. Dann hätte jeder gegen jeden zumindest einmal gespielt, um gegen Einsprüche etwas in der Hand zu haben. Doch der Handballverband wolle mit Gewalt die Spielzeit durchdrücken, so die Kritik des Oytener Übungsleiters.

Nach acht Spielen ohne Pleite beginnen natürlich die Träume, bald mit der etablierten SG Achim/Baden quasi auf Augenhöhe zu agieren. Dem schiebt Müller-Dormann jedoch gleich einen Riegel vor. „Wir hätten im Falle des Aufstiegs eine blutjunge Truppe, die in drei gedehnten Spielzeiten den Sprung aus der Landesliga in die Oberliga geschafft hätte. Auf keinen Fall sind wir so vermessen, uns mit der SG zu messen. Eine Wachablösung sieht definitiv anders aus“, gibt der ehemalige Spieler des damaligen Zweitligisten TV Grambke zu verstehen. Gleichwohl würde sich seine Mannschaft gegen einen Aufstieg natürlich nicht wehren. Dann allerdings muss sich das Team aus dem Nordkreis noch nach Verstärkungen umschauen.

Leonard Fischer macht einen Riesen-Sprung

Im bisherigen Verlauf brillierte das Team des Trainerduos Müller-Dormann/Marc Winter mit effektivem Handball und glänzte mit starken Ballpassagen in der zweithöchsten Spielklasse des BHV. „Es haben sich wirklich alle weiterentwickelt. Und es ist ersichtlich, dass ein Großteil der Mannschaft schon lange zusammen spielt“, so Müller-Dormann.

Ein Aufstieg in die Oberliga ist also alles andere als ausgeschlossen, zumal die Nordkreisler bisher auch Ausfälle von Akteuren quasi spielend kompensieren konnten. Neben einem glänzend aufgelegten Rückraumschützen Leonard Fischer, der sich bestens weiterentwickelt habe, verfügt der TVO über viele Akteure, die schon mal einer Partie ihren Stempel aufdrücken können.

HVN hält an der Saison-Fortsetzung fest

Nach der Saisonunterbrechung seit Anfang Dezember hält der Handball-Verband-Niedersachsen an der Fortsetzung des Spielbetriebs nach den Weihnachtsferien fest. Das bekräftigte er am Freitag. Allerdings betrifft das an diesem Wochenende in erster Linie die Jugendmannschaften, die meisten Seniorenteams greifen erst am 15./16. Januar wieder ein. Obwohl die aktuellen Coronaverordnungen in Niedersachsen und Bremen keine Testpflicht für unter 18-Jährige vorschreiben, empfiehlt der HVN aufgrund der Weihnachtsferien die Spielerinnen und Spieler in den Jugendmannschaften vor den Spielen zu testen. Kurzfristige Spielverlegungen seien nach wie vor zu den vor Weihnachten kommunizierten Bedingungen kostenlos möglich. Der Verband werde die Entwicklungen in der Coronapandemie weiterhin wöchentlich beurteilen und mögliche Entscheidungen entsprechend an die Mitgliedsvereine kommunizieren. In Schleswig-Holstein und Thüringen wird übrigens bis Ende Januar kein Handball auf Verbandsebene gespielt.

Der langfristige Ausfall des knieverletzten Linkshänders Kilian Tiller sowie die Schultereckgelenksprengung des Rückraumschützen Robin Hencken wurden aufgefangen. „Unsere Defensive ist auch schon ziemlich gut, sodass wir uns im Angriff auch mal Fehler erlauben können. Allerdings haben wir noch nicht die beste Abwehr und das ist mein nächstes Ziel“, setzt Lars Müller-Dormann schon den weiteren Reiz für den möglichen Oberliga-Aufsteiger.

Von Björn Lakemann

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