DHB stellt Acht-Stufen-Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor

Das Motto heißt: „Return to play“

Wann Malte Meyer (r.) wieder Punktspiele mit der SG betreiten kann, ist noch fraglich. Aber der DHB stellte jetzt einen Acht-Stufen-Plan vor. Foto:häg

Verden - Von Kai Caspers. Während die Fußballer noch immer keine Klarheit haben, wie mit der Saison im Zuge der Corona-Pandemie nun endgültig verfahren wird, sind die Handballer bereits ein paar Schritte weiter. Denn zum einen wurde die aktuelle Spielzeit längst für beendet erklärt. Auch hinsichtlich der Meister und Aufsteiger ist dank der Quotientenregelung alles geregelt. Am 30. April stellte der Deutsche Handballbund in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden nun einen Acht-Stufen-Plan vor, wie der Handball den Spielbetrieb vor Zuschauern wieder aufnehmen kann.

Unter dem Motto „Return to play“ hat der DHB sowohl dem DOSB als auch seinen Landesverbänden ein Positionspapier zur verantwortungsvollen Wiederaufnahme des Amateursports mit besonderer Berücksichtigung von Angeboten für Kinder und Jugendliche übermittelt. Ob der Plan letztlich umgesetzt werden kann, ist immer davon abhängig, wie sich die aktuelle Lage entwickelt und ob es von der Regierung mögliche Lockerungen geben wird. Nicht von ungefähr macht Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes, deutlich: „Der Handball lebt vom Kontakt, aber Abstand ist das aktuelle Gebot. Angesichts der Corona-Pandemie müssen wir deshalb kreative und weiter verantwortungsvolle Möglichkeiten finden, wie wir das Training auch in den Sporthallen wieder aufnehmen und zum Spiel zurückkehren können.“ Denn laut dem DHB-Vorstandsvorsitzenden ist eine Sache unabdingbar: „Oberste Priorität hat weiterhin der Infektionsschutz. Aber wir müssen auch in dieser Zeit darauf achten, dass wir unsere Vereinsstrukturen erhalten und vor allem Kindern und Jugendlichen die Wiederaufnahme von Training ermöglichen.“

Aber wie genau soll das aussehen? Geplant ist, dass die Rückkehr zur „Normalität“ in Etappen erfolgen soll. Der Fahrplan umfasst dabei einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Handballsport vom autonomen Sporttreiben bis hin zum Kleingruppentraining unter Berücksichtigung der sukzessiven Aufhebung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens und aufgeführter Sonderregelungen. Hinsichtlich der Sprünge der einzelnen Stufen gibt es vom DHB auch eine klare Empfehlung. Analog den Bekanntgaben der Regierung sind sie auf zwei Wochen definiert. Mit einer Ausnahme – den Sprung von Stufe sieben auf acht. In diesem Fall schlägt der DHB vor, dass der erst nach einem Monat erfolgen soll. Dieses verlängerte Zeitfenster soll eine vermehrte Durchführung von Testspielen und Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf den offiziellen Wettkampfbetrieb und insbesondere die Verletzungsprophylaxe ermöglichen. Das alles setzt jedoch voraus, dass es keine neuen Verdachtsfälle oder Erkrankungen gibt. Denn dann ist laut dem Positionspapier eine völlige Neubewertung vorzunehmen. Schober: „Während dieser Zeit bleiben der Deutsche Handballbund und die Landesverbände auf allen Ebenen im Austausch mit Politik und Behörden. Wichtig für den Handball und generell für den Mannschaftssport ist, dass wir in einer sinnvollen Diskussion um Lockerungen Gehör finden, um den Handballsport den Umständen angepasst wieder zurück in die Hallen zu bringen.“

Apropos Hallen: Auch da gibt es klare Handlungsempfehlungen, wie beim Training zum Beispiel hinsichtlich Hygiene und Schutzmaßnahmen zu verfahren ist. Darüber hinaus sollen auch die Handballfelder hinsichtlich der Abstandsregelungen aufgeteilt werden. Eine ganz besondere Rolle in dem Positionspapier genießt zudem der Trainings- und Spielbetrieb der Jugend. Das macht Georg Clarke, Mitglied des DHB-Präsidiums, Vorsitzender der Jugendkommission und Präsident des Bayrischen Handballverbandes deutlich, sagt: „Über den Handballsport in den Vereinen finden Kinder und Jugendliche Halt und Orientierung. Wir haben mit ehrenamtlichem Engagement wertvolle Strukturen geschaffen. Diese möchten wir weiter mit Leben füllen.“ Denn Clarke ist überzeugt, dass der Sport extrem wichtig für die physische und psychische Entwicklung der Jugendlichen ist. Sollte das aufgrund der besonderen Situation nicht im vollen Umfang möglich sein, sollen seitens der Verbände auch alternative Angebote in den Ferien angeboten werden. Denn damit könnten unter anderem die Hallenkapazitäten entlastet werden.

Alle weiteren Regelungen und Empfehlungen des DHB stehen unter dhb.de/returntoplay als Download auf der Homepage des Deutschen Handballbundes zur Verfügung. Auf den insgesamt 23 Seiten wird auch der Acht-Stufen-Plan noch einmal explizit skizziert.

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