Handball-Oberligist beim 20:28 gegen Hude chancenlos / „Einsatz stimmte“

Morsums Motor stottert

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In Hudes Deckung festgemacht: Wiebke Korpal (Mitte), die bei Morsums 20:28-Niederlage zwei Treffer erzielte. ·

Morsum - Von Ulf von der EltzNur ganz kurz durfte Handball-Oberligist TSV Morsum an der Überraschung schnuppern – am Ende blieb die Eschkötter-Sieben gegen den Tabellenzweiten HSG Hude/Falkenburg chancenlos und verlor mit 20:28 (7:12).

„Das Ergebnis geht in Ordnung. Wenn wir ein paar gute Möglichkeiten in der ersten Hälfte verwertet hätten, wäre ein besseres Ergebnis drin gewesen“, resümierte Coach Martin Eschkötter. Nur sieben Treffer vor der Pause – der Morsumer Motor stotterte gestern Abend gewaltig.

Als sein Team jedoch bis zur 36. Minute auf 11:14 verkürzte und die für Keeperin Lena Hahn (krank) zwischen die Pfosten gerückte Feldspielerin Edda Gohl einen Siebenmeter von Mareike Zetzmann parierte, durfte Eschkötter auf die Wende hoffen. Aber im Gegenzug scheiterte Alina Wollering freistehend an der überragenden HSG-Torfrau Katharina Woltjen – und schon war die Aufholjagd wieder jäh beendet.

Der Favorit erhöhte über 17:12 (41.) auf 20:13 (46.), womit der Sieger feststand. Da half auch die Maßnahme nicht, die vor der Pause sechsmal erfolgreiche Zetzmann durch Lisa Gagelmann und Alina Wollering abwechselnd aus dem Spiel zu nehmen. Zwar traf die Ex-Oytenerin nur noch zwei weitere Male, aber die Freiräume nutzten die spielerisch überlegenen Gäste weidlich aus. Als Jana Müller mit dem 28:18 (58.) erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus warf, drohte Morsum gar ein Debakel. Maren Jacobsen und Kristina Wiese hielten jedoch noch mit zwei Buden dagegen und gestalteten das Ergebnis halbwegs erträglich.

Knackpunkt des Matches war, dass die Eschkötter-Schützlinge viel zu selten Ballgewinne in schnelles Tempospiel ummünzen konnten. Im Abwehrverbund standen die Huderinnen sicher und kontrollierten das Geschehen. Und kamen die Morsumerinnen mal zu richtig guten Chancen, scheiterten sie am Pfosten oder an der bärenstarken Woltjen. „Im Vergleich zur Vorwoche stimmte der Einsatz wieder, Edda zeigte im Tor phasenweise eine gute Leistung“, hob der TSV-Coach das Positive hervor. Sein Gegenüber Werner Rohlfs, einst Trainer der Morsumer Herren, wirkte nicht zufrieden: „Uns fehlten zwar vier Stammkräfte, das entschuldigt jedoch unseren schwachen Auftritt im Angriff nicht. Das war zu statisch. Aber unsere Abwehr stand gut, das hat letztlich ausgereicht.“

Tore Morsum: Korpal (2), Wiese (5), Jacobsen (4), Meyer (1), Dopmann (3), Röpke (3/1), Wollering (2).

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