Dopmann, Wiese und Korpal tragen beim Heimabschied acht Tore zum 27:24 über Oyten III bei

Morsum: Die drei „Herzdamen“ stechen

Vier Tore beim letzten Heimauftritt für Morsums Landesliga-Team: Wiebke Korpal, die sich hier gegen Maike Röpke behauptete, feierte mit dem TSV ein wichtiges 27:24 über Oyten III. J Foto: Albrecht

Morsum - Von Björn Lakemann. Zentnerlasten fielen den Landesliga-Handballerinnen des TSV Morsum von den Schultern, als sie am Sonntagabend mit letzter Energie den 27:24 (14:14)-Heimsieg gegen den Lokalrivalen TV Oyten III eingetütet hatten. Vor gut 100 Zuschauern, die ein kurzweiliges Spiel sahen, hat der TSV jedoch den ungeliebten zehnten Rang nicht verlassen, da die unmittelbare Konkurrenz aus Delmenhorst auch doppelt punktete.

„Lebensversicherung war Maja Selmikat“

„Unsere Lebensversicherung war sicher Keeperin Maja Selmikat mit ihren 20 Paraden. Das hat echt Spaß gemacht, als wir endlich Handball spielten“, befand Morsums Trainer Martin Eschkötter, der vor seinem letzten Heimspiel tränenreich verabschiedet wurde. Ebenso die drei Spielerinnen Tanja Dopmann, Kristina Wiese und Wiebke Korpal, die alle ein schwarzes Herz auf dem Trikot trugen. Bei ihrem letzten Auftritt in der Morsumer Ersten erzielte das Trio immerhin acht Treffer und trug so zum gelungenen Heimausstand bei.

Isabel Schacht vom Verlierer kritisierte die mangelhafte Chancenverwertung in einem wahren Kampfspiel. „Fehler haben beide Mannschaften gemacht, Maja hat halt ihre Dinger gehalten“, befand Oytens Übungsleiterin bei ihrem letzten Auswärtsauftritt. Dabei hatten die Gäste blendend ins Spiel gefunden und legten mit einem 5:1 (6.) einen wahren Blitzstart hin. Eschkötter reagierte flugs mit einer Auszeit und empfahl seinen abstiegsbedrohten Schützlingen, endlich richtigen Körperkontakt zu suchen: „Stellt euch breiter auf und spielt Handball mit Dampf.“ Sein Team gehorchte – und schnell leuchtete ein 7:7 (14.) nach einer Bude von Anina Sczcesny. Den plötzlichen Spannungsabfall (8:12, 18.) korrigierte der TSV bis zum Wechsel.

Nach dem Pausengetränk stellte die effektivste Morsumer Feldspielerin Alina Wollering per Doppelschlag auf 17:15 (32.). „Nicht so eng da am Kreis“, mäkelte Eschkötter, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug, weil von sieben Siebenmetern nur drei ihr Ziel fanden. Auch Oytens Keeperin Aranka Nawrocki hatte einen guten Tag erwischt, doch nach dem 24:24 (56.) durch ihre Kollegin Jessica Dukat musste sie noch dreimal hinter sich greifen. Mit Linkshänderin Tanja Dopmann machte eine weitere „Herzdame“ mit dem 26:24 (59.) den Deckel drauf und die starke Wollering 17 Sekunden vor dem Schluss den Endstand fest – 27:24. Trotz des Sieges muss Morsum am letzten Spieltag in Bremen noch nachsitzen. Ein Erfolg beim feststehenden Meister SG Findorff ist zwingend erforderlich, um den drittletzten Rang noch zu verlassen.

Tore TSV Morsum: Jacobsen (5/2), Korpal (4), Dopmann (3), Meding (4), Wollering (5/1), Schwarz (2), Küster (1), Gohl (2), Wiese (1).

Tore TV Oyten III: Dukat (3), Marks (3), Martens (2), Hidde (4/1), Junge (1), Hemmerich (2), Schmidt (3), Buschmann (2)Blumenthal (2), Böttjer (2).

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