Volleyball-Herren des TV Baden verlieren gegen Gievenbeck

Monsterblocks und Wackelhände

Konnte gegen den TSC Münster-Gievenbeck bis zum Schluss seine Normalform abrufen: Badens Alexander Decker (3). - Foto: von Staden

Baden - Von Frank von Staden. Das nächste Lehrgeld mussten die Volleyball-Herren des TV Baden als Aufsteiger in die 3. Liga am frühen Sonntagabend im ersten Saisonheimspiel zahlen. Zwar fighteten die Schützlinge von Coach Peter-Michael Sagajewski in einer rappelvollen Lahofhalle verbissen rund zweieinhalb Stunde lang um jeden Punkt, am Ende aber führten zu viele einfache Fehler dazu, dass der TSC Münster-Gievenbeck einen 3:2-Erfolg mit auf die Heimreise nehmen durfte.

Für den Münsteraner Ortsteil-Club waren es die ersten beiden Saison-Punkte, während sich die Badener beim 25:21, 22:25, 25:23, 19:25 und 12:15 mit einem Zähler begnügen mussten. Doch nicht nur ob des Sieges strahlte TSC-Trainer Axel Büring später übers ganze Gesicht, konstatierte: „Wir haben es dieses Mal viel besser gemacht als in der vergangenen Woche. Was aber hier in der Halle abgeht, ist ja Wahnsinn! Was für eine Stimmung. Diese Atmosphäre hier ist ein Gewinn für die ganze Liga!“ Rund 250 Zuschauer und ein professioneller Hallen-DJ sorgten für eine echte Volleyball-Party, die allerdings nur ganz sporadisch überkochen wollte. Grund waren einfach Fehler der Hausherren zu jeweils ungünstigen Zeitpunkten. 

„Wir müssen den zweiten Satz nach Hause fahren, dann wäre die Brust richtig breit gewesen. So aber war bei uns zum Schluss die ganze Körpersprache nicht mehr auf Sieg gepolt. Es war in der wichtigen Schlussphase das Feuer weg. Wir haben erneut nicht verstanden, die Schwächen des Gegners auszunutzen, haben es statt mit leichten Aufschlägen immer wieder mit Power versucht. So war es erneut die fehlende Cleverness, die uns um mehr gebracht“, urteilte da Sagajewski, der noch im ersten Durchgang einen ganz starken TVB sah, der mit zahlreichen Monsterblocks die etwas routinierter wirkenden Gäste für einige Momente in Verlegenheit bringen konnten. Zudem produzierte Münster eine Vielzahl an Aufschlagfehlern in allen Sätzen, „doch auch wir haben gerade nach dem zweiten Satz in dieser Hinsicht einige Geschenke verteilt“, so Sagajewski. 

Zwar dominierten die Badener den dritten Durchgang noch hauchzart, hatten hier vor allem in einigen langen Rallyes das besser Ende für sich. Doch nach der 2:1-Satzführung bauten die Gastgeber dann immer mehr ab, schlichen sich immer mehr Fehler ein. Zwar sorgten die beiden besten Badener Ole Seuberlich (1:0) und Alexander Decker (5:4) noch einmal für eine Führung im vierten Satz, danach aber drehte Münster gehörig auf.

Im Tiebreak bekamen dann fast alle Spieler des Aufsteigers eine Wackelhand. Wichtige Bälle wurden leichtfertig vergeben, die Gäste indes bekamen nun an fast jeden Ball die Hand dran.

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