Bassener fordert mehr Kommunikation

Moffat: „Müssen junge Spieler begeistern“

Mark Moffat vom TSV Bassen am Ball.
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Mann klarer Worte: Mark Moffat, Sprecher des Bassener Mannschaftsrates, fordert mehr Kommunikation ein.

Nach dem Trainerwechsel meldet sich der Mannschaftsrat des TSV Bassen zu Wort. Mark Moffat, als Kapitän des Fußball-Bezirksligisten Sprecher des Gremiums, fordert für die Zukunft bessere Kommunikation und Strukturen. So sollen junge Spieler für die Grün-Roten begeistert werden - wie Marlon Riechert.

Bassen – Mitten in der Vorbereitung auf die Bezirksliga-Saison mussten die Verantwortlichen des TSV Bassen den Trainer wechseln, nach dem Rücktritt von Uwe Bischoff übernahm Dennis Wiedekampf bei den grün-roten Fußballern. Neben der Aufarbeitung der Geschehnisse geht es nun für den Mannschaftsrat in erster Linie darum, die Zukunft besser zu gestalten.

„Am wichtigsten ist, dass alle im Verein – wir als Team, die Führungsetage und der Trainer – wesentlich mehr kommunizieren und vernünftige Strukturen schaffen“, meldet sich Mark Moffat als Sprecher des Gremiums zu Wort und fasst die Vorstellungen treffend zusammen.

Dennis Wiedekamps Erfahrung als Jugendcoach ein Segen

Damit scheint schon der Finger in die Wunde gelegt. Der 34-Jährige blickt zurück: „Uns ist aufgefallen, dass in der Corona-Zeit reichlich Diskussionsstoff zwischen Coach Uwe Bischoff und der Klubführung entstanden ist, aber es einfach zu wenig Gelegenheiten zu Gesprächen gab. Dass dann vor Saisonstart ein zwar qualitativ hochwertiger, dafür aber viel zu kleiner Kader mit 16 Feldspielern und zwei Torhütern entstanden ist, hat auch unser Trainer moniert. Und wir Akteure sind mit dem Ergebnis konfrontiert worden. Darüber hätten wir offener diskutieren müssen.“

Um dem nun entgegenzuwirken, habe Moffat verstärkt potenzielle Neuzugänge angesprochen. Wobei er schnell merkte, wie schwer es ist, vor allem junge Spieler vom TSV Bassen zu überzeugen: „Manch einer sagte, er habe doch ohnehin keine Chance, in die Mannschaft zu kommen. Dazu sei vor allem die Defensive viel zu stark.“ Dass diese Aufgabe nun nicht mehr dem Kapitän – er übt das Amt zusammen mit Justin Hülsmann aus – zufalle, sondern von Neu-Coach Dennis Wiedekamp übernommen wird, sieht Moffat als positiv an: „Wiede ist da klasse vernetzt, kennt aus seiner A-Jugend-Trainerzeit in Oyten den kompletten 2001er-Jahrgang und kann Spieler überzeugen.“

Bassens Kader: Viel Qualität, zu wenig Quantität

Wobei der aus Etelsen an die Dohmstraße Zurückgekehrte in sämtlichen Bereichen auf ein Prima-Feedback stößt. Moffat: „Wir sind alle begeistert von Wiede. Mit ihm schauen wir jetzt nach vorne und bauen ein noch stärkeres Team auf.“ Denn junge Spieler für den Verein zu begeistern, ist für den Sprecher des Mannschaftsrates der wichtigste Baustein, um mittelfristig die Landesliga anpeilen zu können: „Wir wollen zwar erst mal eine gute bis sehr gute Bezirksliga-Saison spielen, aber auf längere Sicht sollte es schon der Aufstieg sein.“

Um durch die anstehende Runde zu kommen, hält Moffat den 18-Mann-Kader angesichts der immer mal wieder aus beruflichen Gründen in den Einheiten fehlenden Purpus, Daszenies und Pfeifer für zu schmal. So wird Ausschau nach Talenten gehalten – mit erstem Erfolg: Marlon Riechert, Ur-Bassener und Stürmer der JSG Backsberg, trainiert nach seiner Zusage schon mit und darf mit Vollendung des 18. Lebensjahres richtig in die Bezirksliga einsteigen: „Das sind schon Überlegungen für das nächste Jahr, so müssen wir uns aufstellen.“ Weitere Nachwuchs-Kicker sollen folgen.

Bei mir riefen gleich drei Klubs an. Aber wir haben uns eingeschworen. Keiner geht hier weg, wir stehen zusammen für eine starke Truppe ein, leben die Jetzt-erst-recht-Stimmung!

Mark Moffat über Abwerbungsversuche anderer Vereine

Da der TSV keine eigenständige Jugendmannschaft habe, sondern in der JSG Backsberg spiele, sei ein fruchtbares Werben in den vergangenen zwei Jahren zu kurz gekommen. „Zusammen mit Wiede werden wir künftig offener auf die Talente zugehen, um sie von uns zu überzeugen“, stellt sich der internationale Key-Account-Manager die Lösung des Problems vor.

Auf der anderen Seite habe es durch den Trainer-Wirbel Versuche anderer Vereine gegeben, einige Bassener abzuwerben: „Bei mir riefen gleich drei Klubs an. Aber wir haben uns eingeschworen. Keiner geht hier weg, wir stehen zusammen für eine starke Truppe ein, leben die Jetzt-erst-recht-Stimmung!“ In diesem Zusammenhang will Moffat bei Ex-Mannschaftsrat-Mitglied Luca Bischoff, der kurzfristig zum TSV Etelsen wechselte, nicht nachkarten: „Ist blöd, aber nicht zu ändern. Wir geben jetzt Gas, um eine prima Rolle zu spielen. Wobei wir sowohl Uwe als auch Luca ungeheuer dankbar sind, wie sie sich fünf Jahre lang hier eingebracht haben. Persönlich gab es nie Probleme. Nun wird aber nach vorne geschaut.“

Kein Nachkarten bei den Bischoffs

Die Frage, wie schwer denn nun der Verlust von Coach Uwe Bischoff überhaupt wiege, beantwortet Mark Moffat diplomatisch: „Jeder Trainerwechsel bietet ja auch eine Chance. Dennis Wiedekamp bringt sicherlich neue Aspekte rein, er ist unser aller Wunschlösung. Und noch mal sei betont, dass alle im Verein Schuld an der Situation getragen haben, die komplette Kommunikation muss besser werden.“

Daran will sich der 34-Jährige mit dem Team-Gremium, dem neben den beiden Kapitänen noch Jonas Lübeck und Zugang Simon Pals angehören, weiter kräftig beteiligen. Apropos Simon Pals – den Neuen aus Kronshagen mit höherklassiger Erfahrung hält Moffat für einen absoluten Gewinn für die Truppe: „Er ist eine Fußball-Rakete, im positiven Sinne eine Maschine, die uns menschlich und spielerisch weiterbringen wird.“ Auch einer wie Keeper Fabian Purpus aus der Oberliga trage seinen Teil zur Stabilität der Abwehr und somit zu einer erfolgreichen Saison bei: „Im Defensivbereich sind wir richtig top aufgestellt. Nur nach vorne muss sich unser neuer Trainer was überlegen.“ Noch eine Hauptaufgabe für Dennis Wiedekamp.

Von Ulf Von Der Eltz

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