Bassener trifft doppelt beim 3:0 in Dörverden / Noch kein Titel: „Ein kleines Bierchen“

Moffat – er bleibt König des ruhenden Balles

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Clever den Ball abgeschirmt: Bassens Tobias Stripling (links) lässt Pascal Deke ins Leere laufen. Der Primus erfüllte gestern mit einem 3:0 beim TSV Dörverden seine Pflicht. ·

Dörverden - Von Ulf von der EltzDer Jubel fiel verhalten aus – wie auch sonst? Im Bezirksliga-Derby beim TSV Dörverden erfüllte Spitzenreiter TSV Bassen gestern mit einem 3:0 (1:0) locker seine Pflicht.

Zum vorzeitigen Titelgewinn reichte es aber nicht, weil Verfolger TSV Wallhöfen sich beim Rotenburger SV II mit einem 2:1 ebenfalls keine Blöße gab. So müssen die Grün-Roten aufs nächste Heimspiel warten, bevor die große Aufstiegssause starten kann. Ein Punkt am Sonntag gegen Pennigbüttel – und die Elf von Marco Holsten feiert sich als Landesligist. „Heute dürfen wir uns ein kleines Bierchen genehmigen. Wie eigentlich immer“, blieb der Coach denn auch gewohnt relaxt.

Keine Tränen vergoss trotz der klaren Niederlage sein Gegenüber Nils Pohlner, weil seine Grün-Weißen nie aufgaben und sich nach Möglichkeiten wehrten: „Am Ende ging uns die Luft aus, da konnten wir die dünne Personaldecke nicht mehr kompensieren. Aber bis dahin haben wir gut gearbeitet und sind gut gelaufen. Ein Tor hätten wir verdient gehabt.“ Wobei er fair gratulierte: „Bassen gewann natürlich zurecht, das Team lässt den Ball prima laufen. Allerdings war es am Schluss etwas zu hoch.“

Zwar kontrollierte der designierte Meister von Beginn an das Geschehen, arbeitete sich auch zahlreiche Möglichkeiten heraus – der letzte Punch ging den Gästen jedoch ein wenig ab. „Vielleicht war es die Nervosität. So haben wir nur das Nötigste gemacht, sind dennoch als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, hakte Holsten die Partie offensichtlich schnell ab. Dabei besaßen die Platzherren die erste Chance, als Klaas Krause nur knapp an eine Neumann-Hereingabe vorbei rutschte (3.). Schon im Gegenzug sorgte Bassen erstmals für Gefahr, Fikret Karaca scheiterte aus 14 Metern an Keeper Simon Bogutzky. Der Kapitän machte es wenig später besser und traf nach feiner Kombination sowie letztem Pass von Florian Thiel freistehend zum 1:0 (15.). Thiel selbst schob die Kugel am Tor vorbei (23.). Urplötzlich ergab sich auf der anderen Seite Florian Kohlwey die dicke Chance, als er freistehend nach Stamikow-Vorarbeit in die Wolken drosch (31.).

Der Stürmer per Kopf (47.) und Dennis Neumann nach Konter (53.) eröffneten Hälfte zwei. Von den Warnschüssen wachgerüttelt nahm die Holsten-Elf das Zepter wieder in die Hand. Es mussten aber zwei Standards her, die Mark Moffat – König des ruhenden Balles – nutzte: Sein Freistoß zum 2:0 (60.) wurde abgefälscht, das 3:0 markierte der Verteidiger per Strafstoß nach Foul an Thiel (83.).

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