Horst Wolters prägt die erfolgreichste Ära des TSV Morsum mit

Mit Enthusiasmus und Herzblut

Erinnert sich gerne an die glorreichen Zeiten „seines“ TSV Morsum zurück: Horst Wolters.
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Erinnert sich gerne an die glorreichen Zeiten „seines“ TSV Morsum zurück: Horst Wolters.

Morsum – Immer wieder klingelt das Telefon auf seiner Arbeitsstelle und Horst Wolters muss eine kompetente Auskunft geben. Nicht viel anders war das zu seiner aktiven Zeit als Handballer des TSV Morsum. In den über 40 Jahren als Spieler, Trainer diverser Mannschaften sowie als Schiedsrichter mit verschiedenen Partnern an seiner Seite hat Wolters dafür gesorgt, dass der Laden läuft.

„Mit einer großen Portion Enthusiasmus und jeder Menge Herzblut haben wir damals viel erreicht. Und dabei ist auch der Spaß nie zu kurz gekommen“, denkt das Morsumer Urgestein gerne an die glorreichen Zeiten zurück. Mittlerweile hat er den Handball seit vier Jahren endgültig zur Seite gelegt. Doch immer wenn es seine Zeit zulässt, verfolgt er die Heimspielen des Oberligisten SG Achim/Baden, in dessen Reihen sein Sohn Jan in der zweiten Reihe immer wichtiger wird. In seiner aktiven Zeit hatte der mittlerweile 57-Jährige ebenfalls im Rückraum begonnen, ehe er zum Kreisläufer umgeschult wurde und sich zudem zu einem Abwehrstrategen entwickelt hat. „Im Handball hat sich einiges verändert. Damals wurde noch viel mehr Wert auf Deckungsarbeit gelegt. Doch speziell durch die schnelle Mitte ist aktuell ein ganz anderer Zug reingekommen. Das Spiel ist von mehr Technik sowie besserer Spielqualität geprägt“, so Wolters.

Mit 18 Jahren schaffte er damals den Sprung in die erste Mannschaft und profitierte dabei von den erfahrenen Kreisläufern Claus und Rolf Meyer. Auch die Thalmann-Brüder im Rückraum waren ein Begriff in Handballkreisen. „Als zwölfter Mann bin ich gerade noch in den Kader gerutscht“, erinnert sich der robuste Ex-Kreisläufer. Auch mit Ausnahmehandballer Jochen Fraatz, mit 2660 Treffern immer noch drittbester Torschütze der Handball-Bundesliga, gibt es eine Verbindung. „Wir sind der gleiche Jahrgang und haben zusammen in der Bezirksauswahl gespielt. Doch während wir nach den Trainingseinheiten noch andere Dinge zu tun hatten, musste ‘Scholle’ Fraatz auf Anweisung seines Vaters um 21 Uhr ins Bett“, erinnert sich Wolters.

Zwar ging es für den Morsumer sportlich nicht ganz so hoch hinaus wie für Überflieger Fraatz, doch mit seiner Mannschaft etablierte er sich als zweite Kraft im Handballkreis hinter Zweitligist TSV Verden. Und fast wäre den Morsumern seinerzeit sogar der Sprung in die Regionalliga, vergleichbar mit der heutigen dritten Liga, gelungen.

Auch als Trainer blickt Wolters auf einige Höhepunkte zurück. Teilweise stand der Tausendsassa bei drei aufeinander folgenden Einheiten in der Halle. Los ging es mit der erfolgreichen Jugendmannschaft, die in der B-Jugend zu ihrer Glanzzeit den Norddeutschen Meister SG Bremen-Ost in einem wahren Krimi mit 12:11 besiegen konnte. „Unser damaliges Paradeteam im Jugendbereich hatte sich zu einer echten Spitzenmannschaft entwickelt. Die Jungs haben den Bremern damals gezeigt, was Kampfgeist und Spielfreude ausmachen kann“, resümiert er stolz. Keine zehn Jahre später brachte Wolters erneut ein Jugendteam groß raus und wurde mit der D-Jugend Verbandsmeister. „Wir haben in Morsum immer gute Jugendarbeit geleistet und einige große Talente herausgebracht“, verdeutlicht Wolters. Nach dem Training mit der Jugend waren die Herren des Oberligisten an der Reihe, ehe zu guter Letzt auch die Damen von seinem Fachwissen profitierten. Denn auch dem Team um Rückraumspielerin Gudrun Sperling verhalf er als Trainer zum Aufstieg in die Oberliga. Wolters erinnert sich: „Das war der nächste Höhepunkt. Natürlich hat es mitunter auch die eine oder andere Anfrage anderer Vereine gegeben. Aber ich habe immer abgelehnt und bin dem TSV Morsum treu geblieben. Und wenn dann mal eine Mannschaft einen Trainer brauchte und ich gefragt wurde, bin ich gerne eingesprungen.“

Von Björn Lakemann

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