Kapitän lässt gegen Hambergen Strafstoß in Nachspielzeit aus / „Hätte mich nicht umentscheiden dürfen“

Meyers Misston: „Cello“ vergeigt Sieg für SVV Hülsen – 1:1

Auf dem Weg nach vorne: Felix Wolf (r.), der per Freistoß Hülsens 1:1 gegen Hambergen einleitete.
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Auf dem Weg nach vorne: Felix Wolf (r.), der per Freistoß Hülsens 1:1 gegen Hambergen einleitete.

Hülsen – Es hätte das Finale furioso werden können für den SVV Hülsen. Aber es wurde eins mit einem Misston: Im Bezirksliga-Hit gegen den FC Hambergen bekam die Twietmeyer-Elf am Sonntag den Sieg auf dem Silbertablett serviert, hätte nur noch zugreifen müssen – nahm das Geschenk jedoch nicht an. Ausgerechnet Marcel Meyer scheiterte in der Nachspielzeit mit einem Strafstoß an Keeper Dirk Böttjer (90.+4), sodass es beim verdienten 1:1 (0:1) blieb.

Coach Jan Twietmeyer schwankte zwischen Schmunzeln und Hadern: „Das ist nun schon der zweite Elfmeter, den wir in der Endphase vergeben. Vier Zähler mehr hätten auf unserem Konto stehen können.“ Nachdem beim Remis gegen Schwanewede Felix Wolf vom Punkt erfolglos geblieben war, erwischte es nun den Vorwärts-Kapitän. Nach einer völlig unnötigen Berührung von Hambergens Gerschkowitsch gegen Amer Özer zeigte Schiri Till Reese umstritten auf den Punkt. Verzweiflung beim FC, Jubel beim SVV – was sich wenige Momente später umkehren sollte: Böttjer wehrte den Schuss von Meyer glänzend ab und wurde von den Kollegen gefeiert.

Der Unglücksrabe im weißen Trikot ging nach Schlusspfiff mit sich selbst ins Gericht: „Das ist natürlich bitter, ich hätte mich einfach nicht umentscheiden dürfen.“ Der Mannschaftsführer schoss nicht wie vorgesehen ins linke Eck, sondern kurzerhand ins rechte. Damit vergeigte „Cello“ den fast sicheren Sieg für die Hülsener. Trösten konnte er sich damit, dass die Punkteteilung absolut gerecht war. Die Hamberger hatten eine starke erste Halbzeit abgeliefert, der Gastgeber dann der zweiten seinen Stempel aufgedrückt.

Überlegen war der Spitzenreiter vor der Pause, weil er die Probleme der SVV-Dreierkette mit weiten Bällen über die Außen reichlich ausnutzte. Hier tat sich in erster Linie der quirlige Keno Liebscher hervor, der ein ums andere Mal Gefahr heraufbeschwor. „So hat Hambergen immer wieder Überzahl geschaffen, das war richtig geschickt“, konstatierte Jan Twietmeyer. Logisch fast, dass Liebscher auch für das 0:1 sorgte (26.), als er einen Ballgewinn zum schnellen Doppelpass nutzte und Keeper Mielmann aus zentraler Position keine Chance ließ. Die Chance zum Ausgleich hatte Meyer per Kopf nach Wolf-Freistoß – Böttjer wehrte jedoch mit dem Fuß ab (33.).

In Abschnitt zwei wurde Sebastian Koltonowski aus dem Mittelfeld, wo er wirkungslos geblieben war, ins Abwehrzentrum zurückgezogen. Fortan wirkte die SVV-Deckung als Viererkette stabiler. Auf der anderen Seite schien sich der FC auf seiner Führung auszuruhen, was Hülsen bestrafte. Meyer und Franco vergaben noch gute Möglichkeiten, dann war es soweit: Sean Al-Kaledi verlängerte einen Wolf-Freistoß geschickt per Kopf zum 1:1 (77.). Nach geduldigem Spiel ein gerechter Punkt für den weiter ungeschlagenen SVV.

Von Ulf Von Der Eltz

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