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Mega-Party im Mega-Hit

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Von: Frank von Staden

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Die beiden besten Akteure auf dem Feld: Berlins Marek Sotola und Badens Aaron Warneken.
Die beiden besten Akteure auf dem Feld: Berlins Marek Sotola und Badens Aaron Warneken. © von Staden

Baden – Geile Stimmung, geiler Volleyball und megageile Party in der rappelvollen Badener Lahofhalle am Sonntagnachmittag, wo der TV Baden als krasser Außenseiter dem haushohen Favoriten, dem Titelverteidiger und mehrfachen Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys einen echten Fight im DVV-Pokalachtelfinale lieferten. Zwar unterlagen die Gastgeber am Ende in drei Sätzen (19:25, 17:25, 22:25), „doch wir haben quasi das Spiel unseres Lebens abgeliefert und mehr Punkte erzielt, als wir uns im Vorfeld erträumt haben. So etwas – das Spiel, die Stimmung – habe ich so noch nicht erlebt“, zeigte sich Badens Außenspieler Ole Sagajewski auch einige Zeit nach der Begegnung noch völlig euphorisiert.

Die Nervosität hatten die Hausherren dabei gegen den Champions League-Teilnehmer relativ schnell abgelegt. So landete der allererste Aufschlag der Gäste gleich einmal im Aus – 1:0 Baden. Und auch beim 2:2 durch Alex Decker, dem 3:3 nach einem starken Block von Youngster David Weiß und dem 4:4 durch Björn Hagestedt tobte die Halle. „Ich kann meine Gefühle gar nicht beschreiben. Man muss nur auf die Ränge schauen, das sagt alles“, war Badens Manager Peter-Michael Sagajewski völlig überwältigt von der Leistung seines Teams und der Stimmung in der brodelnden Lahofhalle. Das ebbte auch nicht ab, als ein Angriffsversuch von Aaron Warneken, später von den Berlinern als MVP gekrönt, im Berliner Block hängen blieb und die Gäste nun ganz langsam das Tempo etwas anzogen. Dabei schonten sie allerdings Ausnahmespieler wie ihren Kapitän Sergey Grankin, der 2012 schon den Olympiasieg mit seinem Nationalteam feiern konnte. „Dennoch mussten wir uns schon etwas strecken. Beide Teams haben gekämpft und den Zuschauern wirklich ein gutes Match geboten“, konnte später auch Berlins Coach Cedric Enard dem Spiel vieles abgewinnen. Zumal seine Spieler auch nach dem gewonnen ersten Satz weiterhin etwas mehr Gas geben mussten, um auch Durchgang zwei für sich zu entscheiden. Allerdings: Immer, wenn die Badener sich anschickten, sich in einen wahren Rausch zu schmettern, legten die Vollprofis eine Schippe drauf und holten die Gastgeber ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Dennoch mussten wir uns schon etwas strecken. Beide Teams haben gekämpft und den Zuschauern wirklich ein gutes Match geboten.

Berlins Trainer Cedric Enard

„Dennoch bin ich unglaublich stolz auf das, was die Jungs abgeliefert haben. Das ist kaum in Worte zu fassen. Immerhin sind wir das einzige Team in diesem Achtelfinale gewesen, das als Underdog einem turmhohen Favoriten so viel Paroli bieten konnte. Ab Mitte des zweiten Satzes waren wir alle völlig euphorisiert und schnupperten ja kurz im dritten Satz an einer Sensation beim 22:22“, war auch Badens Coach Werner Kernebeck später völlig aus dem Häuschen.

Von Frank Von Staden

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