„Etwas Besseres kann es nicht geben“

Bundesliga: Torhüter des TV Oyten überragt beim 27:25 über Kiel

+
Chris Ole Brandt, der in dieser Szene einmal mehr seinem Kieler Gegenspieler entwischt ist, hatte mit seinen zehn Toren maßgeblichen Anteil am überraschenden 27:25-Erfolg des Handball-Bundesligisten TV Oyten über den THW.

Oyten - Von Kai Caspers. Schon kurz vor dem Abpfiff hielt es keinen der zahlreichen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Die Oytener Pestalozzihalle war endgültig zum Tollhaus mutiert. Auch für die A-Jugendlichen der TV Oyten Vampires gab es nach dem alles erlösenden Schlusspfiff kein Halten mehr. Wie von der Tarantel gestochen rannten sie aufeinander zu und bejubelten lautstark ihren im Vorfeld kaum für möglich gehaltenen 27:25 (12:14)-Erfolg über den THW Kiel.

Auch Thomas Cordes, seines Zeichens bekennender THW-Fan, musste im Anschluss erst mal kräftig durchatmen. „Unfassbar. Unser dritter Saisonsieg. Und der auch auch noch gegen Kiel – etwas Besseres kann es doch gar nicht geben“, gab der Oytener Trainer mit leicht zittriger Stimme zu verstehen. Nach dem Matchwinner musste Cordes nicht lange suchen. „Was Mattis Köhlmoos heute gehalten hat, das war einfach nur überragend. Er hat letztlich den Unterschied ausgemacht. Aber auch Chris Ole Brandt, der in der Vorwoche nicht so viel gespielt hat, hatte mit seinen Toren maßgeblichen Anteil am Coup“, lobte Oytens Trainer.

Gastgeber schalten Gang höher

Noch im Vorfeld hatte Cordes darauf hingewiesen, dass seine Spieler den Respekt vor dem THW, der mit dem beeindruckenden Bus des Bundesligisten angereist war, ablegen müssen. Danach sah es zunächst jedoch nicht aus, denn nach gerade einmal 64 Sekunden leuchtete bereits ein 0:2 von der Anzeigentafel. Doch nach dem ersten Treffer von Chris Ole Brandt zum 1:2 schalteten die Gastgeber definitiv einen Gang höher und holten sich die nötige Sicherheit durch eine gute Leistung in der Deckung. Beim 6:5 (10.) durch Brandt war die erste Führung geschafft und in der Folge entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe gegen den Nachwuchs des Deutschen Rekordmeisters. Erst nach dem 11:10 (21.) kam es zu einem kleinen Bruch, da den Aktionen in der Offensive einfach der nötige Druck fehlte und der THW jeden Fehler konsequent per Gegenstoß bestrafte – 11:14. Nur gut, dass Brandt vor der Pause noch das 12:14 gelang.

„Kühlen Kopf bewahren“

„In der Kabine habe ich allen klar gemacht, dass heute alles dafür bestellt ist, dass wir mal einen großen Gegner schlagen. Dafür müssen wir in der Offensive nur einen kühlen Kopf bewahren“, erklärte Cordes. Und seine Spieler ließen seinen Worten Taten folgen. Binnen vier Minuten war mit dem 16:15 aus einem Rückstand eine Führung geworden. Das sorgte für zusätzliche Sicherheit. Vor allem Noah Dreyer wusste seine Mitspieler nun glänzend in Szene zu setzen. Als Malte Meyer mit dem 23:19 (48.) zur Stelle war, nahm die Überraschung immer mehr Konturen an. Zwar verkürzte der THW auf 22:23, doch Max Borchert erlöste den TVO mit dem 24:22. Nach dem 26:23 kam noch einmal Hektik auf, ehe Brandt mit dem 27:25 die Oytener Party einläutete.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Wie werde ich Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte/r?

Wie werde ich Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte/r?

Welche Art der Solarthermieanlage ist richtig?

Welche Art der Solarthermieanlage ist richtig?

Bäume auf Privatgrundstücken sind oft geschützt

Bäume auf Privatgrundstücken sind oft geschützt

Rekord-Pokalsieg für Alba - Finaltrauma überwunden

Rekord-Pokalsieg für Alba - Finaltrauma überwunden

Meistgelesene Artikel

Nico Grasshoff mit neuer Bestleistung zum Titelgewinn

Nico Grasshoff mit neuer Bestleistung zum Titelgewinn

Ungeschlagen zum Titel

Ungeschlagen zum Titel

Eric Böhlke spielt jetzt für Dannenberg

Eric Böhlke spielt jetzt für Dannenberg

Sascha Kunze: „Verstecken müssen wir uns auf keinen Fall“

Sascha Kunze: „Verstecken müssen wir uns auf keinen Fall“

Kommentare