Trainer des Handball-Oberligisten TSV Morsum prangert nach 25:41-Klatsche gegen Vechta Rückzugsverhalten an

Martin Eschkötter hat Mitleid mit Torhüterin Lena Hahn

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Völlig frei kommt Morsums Inga Meyer zum Wurf und erzielt ihren einzigen Treffer. ·

Morsum - Von Björn LakemannNichts zu holen gab es gestern für die Damen des Handball-Oberligisten TSV Morsum gegen Titelaspirant SFN Vechta. Am Ende setzte es eine deutliche 25:41 (14:18)-Packung.

Dass es letztlich so deutlich ausfiel, hatten sich die Gastgeberinnen irgendwie aber auch selber zuzuschreiben. Denn um Vechtas Tempohandball Paroli zu bieten, hätte es schon einer deutlich besseren Rückwärtsbewegung bedurft. „Es ist mir unerklärlich, wie wir das so abschenken konnten. Leid tut es mir in erster Linie für Torhüterin Lena Hahn, die wir immer wieder regelrecht alleine gelassen haben“, sprach Morsums Coach Martin Eschkötter von einer deklassierenden Niederlage.

Dabei hatte der Aufsteiger aus Morsum zunächst gut in die Partie gefunden – 3:2. Die Gäste hatten jedoch mit vier Treffern in Serie die richtige Antwort umgehend parat. Kurz danach hatte Eschkötter auch schon genug gesehen und knallte beim 7:10 (21.) den grünen Auszeitkarton auf den Zeitnehmertisch. „Das A und O ist die Rückwärtsbewegung und ein sauberes Passspiel“, lautete seine Forderung an die Mannschaft. Bis zur Pause blieben die Gastgeberinnen zumindest in Reichweite – 14:18.

Auch in der zweiten Hälfte war beim 18:22 (37.) für die Morsumerinnen nach einem Siebenmeter von Maike Röpke noch alles möglich. Doch wie schon im ersten Abschnitt ereilte Eschkötters Damen binnen drei Minuten ein Viererpack an Gegentreffern – 18:26. Das war die Vorentscheidung in einer Oberliga-Partie, die im letzten Spieldrittel den Unterschied zwischen einem Titelfavoriten und einem Aufsteiger ganz deutlich machte. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff zog Morsums Coach die Auszeit und flehte: „Jetzt präsentiert euch nochmal anständig. Lauft die Nahtstellen an.“ Seine Worte fanden jedoch kein Gehöhr. Vechta spielte weiterhin gnadenlosen Tempohandball, dem Morsum definitiv nicht gewachsen war. Vechtas doppelspielberechtigte Tina Schwarz, die auch beim Drittligisten TV Oyten agiert, spielte einen tollen Part. Die Linkshänderin wusste nach ihren acht Buden: „In der zweiten Hälfte haben wir nochmal Gas gegeben. Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“

Tore TSV Morsum: Gohl (5), Korpal (4), Jacobsen (4/2), Röpke (4/3), Dopmann (2), Schmidt-Naumann (2), J. Meyer (2), I. Meyer (1), Schulz (1).

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