TSV Etelsen unterliegt Eintracht Lüneburg 1:2 / Angreifer will sich Alemannia Aachen anschließen

Mannigs misslungener Abschied

Etelsen - Von Frank von StadenPascal Mannig stand nach dem Spiel kurz gedankenversunken auf dem Platz. Wohl wissend, dass dieses gestrige 1:2 (0:1) im Heimspiel gegen die Eintracht aus Lüneburg alles andere als ein perfekter Abschied war. Nicht für ihn, der sich in Zukunft einem Verein in Aachen anschließen wird. Und auch nicht für den TSV Etelsen, der in der Fußball-Landesligatabelle den Blick nun wieder etwas nach unten richten muss.

„Nein, das habe ich mir etwas anders vorgestellt“, gab der scheidende Stürmer dann auch schnell zu. Seit Oktober studiert er nun schon in Aachen, ein ewiges Pendeln am Wochenende macht da letztlich keinen Sinn. „Ich will versuchen, bei Alemannia Aachen unterzukommen“, klärte Mannig später auf. Hieße, er will sein Glück in der Regionalliga versuchen. In der allerdings wird mit Sicherheit ein höheres Tempo gespielt als in der gestrigen Landesliga-Partie. Und auch die Fehlpassquote ist dort sehr viel niedriger als die, die die Etelser gestern gegen Lüneburg offenbarten. „All das ist sicherlich auch unserer momentan schlechten Personalsituation geschuldet. Bei uns ist nicht mehr viel im Tank drin, wir fahren bereits auf Reserve. Doch haben wir es wieder einmal versäumt, uns zu belohnen. Beide Tore haben wir selbst verschuldet. Lüneburg war nur damit beschäftigt, unser Spiel zu zerstören, hatte im Grunde nur diese beiden Chancen, die zu Toren führten. Wir waren einfach zu brav“, ärgerte sich da Etelsens Trainer Bernd Oberbörsch später und fügte noch an: „So haben wir uns noch eine eigentlich gute Halbserie versaut!“

Der einzige, der sich im Grunde gegen die Niederlage stemmte, war Sören Radeke. Der „Sechser“ haute sich in jeden Zweikampf, kämpfte bis zum Abpfiff um jeden Ball. „Manch anderer hatte da schon aufgesteckt“, monierte Oberbörsch.

Dabei hätte die Begegnung sicher einen anderen Verlauf genommen, wenn Maximilian Altevoigt nur einer seiner beiden Top-Chancen in der ersten Hälfte genutzt hätte. Erst aber traf er nur Aluminium (3.), dann, nachdem Alexander Beis aus spitzem Winkel das frühe 0:1 gelang (5.), wuchtete er das Leder aus neun Metern direkt in die Arme des Eintracht-Schlussmannes Michael Hopp (19.). Die routinierten Gäste, viele mit Oberliga-Erfahrung ausgestattet, gingen da mit ihren wenigen Chancen besser um. Zwar gelang Bastian Reiners nach der Pause der umjubelte Ausgleich, als er nach einer Jäger-Ecke im Gewühl am schnellsten schaltete (55.), doch nur wenig später jagte Abdurraham Kabay eine zu kurze Abwehr der Hausherren kompromisslos zur erneuten Führung ins Etelser Gehäuse (66.). In der Schlussphase stellte Oberbörsch hinten zwar auf Dreierkette um und beorderte Mirko Radtke zusätzlich in die Spitze, doch wurden die Angriffe allesamt zu schlampig vorgetragen.

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