Morgen steigt prestigeträchtiges Oberliga-Derby zwischen dem TSV Ottersberg und dem TB Uphusen

Der Machtkampf der jungen Wilden

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. . . trug Denis Spitzer in der Vorsaison noch das TSV-Trikot.

Ottersberg - Das letzte offizielle Treffen beider Oberliga-Teams fand vor gut einem Jahr im NFV-Pokal statt, aus dem der TB Uphusen siegreich hervor ging. In einem Punktspiel kreuzte der Turnerbund mit dem TSV Ottersberg zuletzt vor fünf Jahren in der einstigen Bezirksoberliga die Klingen. Damals, in seinem Aufstiegsjahr, behielt der Wümme-Club zweimal die Oberhand. Morgen nun steigt in Ottersberg um 17 Uhr das erste Oberliga-Treffen beider Vereine aus dem Kreis Verden.

Dabei schiebt Uphusens Trainer Andre Schmitz gleich einmal die Favoritenrolle Richtung TSV Ottersberg. Obwohl er nur zu genau weiß, dass sein Team als das ausgereiftere gehandelt wird, auch wenn der Turnerbund als Aufsteiger eher mäßig in die Saison fand, mit drei Unentschieden und einer Niederlage aufwartete: „Der TSV Ottersberg ist uns in zwei Sachen voraus. Zum einen in der Erfahrung, zum anderen in der Tatsache, dass er schon einen Sieg auf dem Konto hat!“ Schmitz’ Pendant Axel Sammrey nimmt diesen Steilpass aber gar nicht erst auf, spielt ihn lieber direkt zurück: „Klar haben wir durch den Sieg in Bückeburg sehr viel Selbstvertrauen getankt. Doch zum einen verfügt der TBU schon über ein festes Mannschaftsgefüge, an dem wir immer noch basteln. Zu anderen haben wir doch einige Personalsorgen.“

Während Schmitz nur auf den angeschlagenen Benjamin Titz verzichten muss, fällt bei den Grün-Weißen vor allem der Ausfall von Kapitän Johannes Ibelherr schwer, der sich in Bückeburg Gelb-Rot einhandelte und nach den neuen Regeln für eine Partie gesperrt ist. Zudem stehen hinter Giuseppe Muzzicato, Patrick Peter, Maik Sonka und Eishun Yoshida dicke Fragezeichen. „Deshalb hoffe ich, dass die Rivalität in diesem Derby natürlich hoch sein wird, man sich aber immer mit Respekt begegnet. Beide Teams würden sich ja selbst ins Knie schießen, wenn sie sich aufgrund von überzogener Härte selbst schwächen würden. Wir sollten auf der Hut sein und Motivation nicht mit Übermotivation verwechseln“, mahnt da Sammrey schon im Vorfeld zur Fairness.

Verständlich seine etwas bangen Worte. Denn in der abgelaufenen Woche war das „Macht-Duell der jungen Wilden“ – beide Clubs verfügen über ein sehr junges Team – im Kreis Verden in aller Munde. „Das spüren die Spieler, haben sich den Hype aber auch verdient“, schlagen Sammrey und Schmitz in dieselbe Kerbe.

Der TBU-Coach hat unter der Woche „viel Positives nach der schlechten Leistung gegen Braunschweig gesehen. Am Montag habe ich meine Jungs Gras fressen lassen, danach haben sich einige sogar zu Sonderschichten getroffen. Sie haben wohl den Ernst der Lage erkannt!“ · vst

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