Luttumerin über 75 Kilometer am Start, Verdener beim 24-Stunden-Rennen

Troschka und Dähn trotzen Tücken des Nürburgrings

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Trotze dem Nürburgring über 75 Kilometer: Katja Troschka.

Verden - Von Jürgen Honebein. Mit Katja Troschka (Luttum) und Jörg Dähn (Walle) waren in diesem Jahr zwei Teilnehmer aus dem Kreis Verden beim „Rad am Ring“ auf dem Nürburgring am Start, aber auf unterschiedlichen Strecken. Während Katja Troschka über 75 Kilometer in der Gesamtwertung von 79 Frauen Platz 19 belegte, war Jörg Dähn beim 24-Stunden- Rennen am Start und durfte sich bei den Männern in der Gesamtwertung von 385 Teilnehmern über Platz 48 freuen.

Katja Troschka musste auf dem anspruchsvollen Rundkurs des Nürburgringes drei Runden von je 25 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 580 Metern fahren. „Die erste Runde habe ich mit einem Schnitt von 32,5 km/h absolviert, doch konnte ich diesen auf den restlichen beiden Runden nicht halten“, musste Troschka feststellen. Ein Rekord gelang ihr jedoch bei der Höchstgeschwindigkeit mit 91 km/h. Am kommenden Wochenende startet die 34-Jährige als Team mit ihrem Mann Lars beim größten Mountainbikerennen Europas, dem Rheinpower 24 Stunden von Duisburg. „Dort sind für uns die Podiumschancen hoch“, glaubt die engagierte Radsportlerin aus Luttum.

Bei einem 24-Stunden- Rennen denkt wohl fast jeder an Autorennsport. Doch auf dem Nürburgring gibt es solch ein Rennen auch für Radrennfahrer. Der einzige Teilnehmer aus dem Kreis Verden war in diesem Jahr der 52-jährige Jörg Dähn, den Sportinteressierten sicher noch als erstklassiger und langjähriger Handballtorwart des TSV Walle und später der HSG Verden-Aller in Erinnerung. Inzwischen hat sich Dähn aber dem Radsport verschrieben. Schon zwei Mal nahm er in den Jahren 2011 (12 Runden) und 2012 (15 Runden) am „Rad am Ring“ teil. „In diesem Jahr war ich sehr optimistisch, meine bisherigen Rundenzahlen überbieten zu können“, so Dähn. Die Nachttemperaturen waren dieses Mal angenehm, was vom Vorteil für alle Fahrer war. Dähn wurde während der 24 Stunden von seiner Radrennkollegin Katja Troschka betreut, so dass er sich allein auf das Fahren konzentrieren konnte. Die Nordschleife des Nürburgrings gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken überhaupt, auch für Radfahrer. Es ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges auf und ab. Und das ist es, was dem Radsportler die Kräfte aus dem Körper zieht. Sich eben noch mit bis zu 90 „Sachen“ rollen lassen, muss man im nächsten Augenblick schnell Schalten und manchmal sogar aus dem Sattel steigen, um den Gegenanstieg hochzudrücken. Und den Rennfahrern kommt es so vor, als wenn die Anstiege von Runde zu Runde steiler werden, wobei man dann aber - vor allen Dingen an der „Hohen Acht“ (17% Steigung) - von den Zuschauern angefeuert wird.

Der Veranstalter hatte aus Sicherheitsgründen die gefährlichen Streckenabschnitte mit Flutlichtscheinwerfern ausleuchten lassen. „In den letzten Runden wollte ich nur noch durchkommen und nur nicht leichtsinnig werden. Dann war es endlich geschafft und ich hatte einen neuen persönlichen Rekord mit 18 Runden aufgestellt“, freute sich Dähn. In den 24 Stunden Bruttozeit legte der 52-Jährige 466,4 Kilometer und 10360 Höhenmeter zurück. „Mein Gefährt hat mich technisch nie im Stich gelassen. Ich bin mit einem normalen Alu-Rennrad gefahren, das ich selber zusammengestellt und aufgebaut habe. Die einzige Änderung für das Rennen war eine 28er-Kassette, um die Steigungen leichter fahren zu können“, erklärte Jörg Dähn.

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