Keeper Holle Lichtblick bei Verdens 24:31

Lukas Seliger: „Zu viele Fehler“

Louis Beyer war bei Verdens 24:31 gegen Lübeck mit acht Treffern bester Schütze.
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Hart angegangen: Louis Beyer war bei Verdens 24:31 gegen Lübeck mit acht Treffern bester Schütze.

Verden – Vorweihnachtliche Stimmung nur auf der Tribüne: Hatten die Fans die A-Jugend der HSG Verden-Aller nach Kräften unterstützt, schlichen die Kunze-Schützlinge nach 60 einseitigen Minuten niedergeschlagen vom Parkett: Mit der deutlichen 24:31 (11:13)-Pleite im Kellerduell der Handball-Bundesliga gegen den MTV Lübeck verpasste der Aufsteiger am Sonntagabend den sehnlichst erwünschten zweiten Hauptrunden-Sieg und geht damit als Vorletzter ins neue Jahr.

Zumindest hatte Lukas Seliger die Gründe rasch parat: „Wir haben in Abwehr und Angriff einfach zu viele Fehler produziert. Mit einer normalen Leistung wäre viel mehr drin gewesen.“ Zwar meinte der mit einer leichten Gelenkverletzung gehandicapte Rückraumspieler, die Enttäuschung wäre „wie nach jeder Niederlage“ – seine Miene verriet aber besonderen Frust.

Coach Sascha Kunze sieht „gefühlt 50 Fahrkarten“

Den schob auch der HSG-Trainer. „Gefühlt 50 Fahrkarten. Wir haben es einfach nicht hinbekommen, das Tor zu treffen. Daher geht der Lübecker Sieg in Ordnung, obwohl wir nicht hätten verlieren müssen“, schimpfte Sascha Kunze: „Wir hatten Chancen für drei Spiele, das ärgert mich.“ In der ersten Halbzeit habe sein Team „jeden Ball unten geschossen“, womit Keeper Bjarne Gronek nicht die allergrößten Probleme besaß. Dass die Hausherren trotz des zwischenzeitlichen 4:9 (16.) beim Pausenpfiff mit 11:13 noch in Schlagdistanz waren, lag an der guten Leistung von Schlussmann Thorben Holle, der nach 15 Minuten den eher glücklosen Niklas Kriegel abgelöst hatte.

Zeigte sich enttäuscht: Lukas Seliger, vierfacher Torschütze, bleibt mit Verden-Aller Vorletzter.

Neben Lukas Seliger mussten auch die angeschlagenen Niklas Nowak und Lasse Metzing noch in der ersten halben Stunde behandelt werden. „Das hat uns natürlich genau in der Phase vor dem Wechsel geschwächt, als wir gut drauf waren und aufgeholt haben“, haderte Sascha Kunze mit dem Pech.

Malte Emigholz lässt mit dem 16:20 hoffen

Als die Schleswig-Holsteiner dann in der 38. Minute zum 19:13 trafen, schien alles gelaufen. Doch die Verdener ließen wenigstens ihre Kämpferherzen aufblitzen, arbeiteten sich auf 16:20 (45.) durch Malte Emigholz heran und durften abermals hoffen. Spätestens mit Paul Seligers Heber an den Pfosten beim Stande von 17:22 (47.) zerstob diese kleine Hoffnung jedoch wieder. Lübeck erhöhte auf 26:19 (52.), womit Jan Philip Piehl durchatmen durfte. Der MTV-Trainer lobte in erster Linie seinen Defensivverbund: „Wir waren sehr gut vorbereitet auf die spielerische Stärke der Verdener, haben gut gedeckt und einen starken Rückhalt im Kasten gehabt. Zum Schluss hatte die HSG in der eigenen Abwehr Schwierigkeiten, gegen uns zu bestehen, sodass wir einfache Tore erzielten. Ich denke, daher ist der Sieg auch in der Höhe verdient.“

HSG Verden-Aller: Kriegel, Holle - Emigholz (2), Jäger, Wischmann, Meierhans (1), Riechelmann, P. Seliger (3), Nowak (1), Metzing, Bröker (1), Blatt (4/2), Beyer (8/1), L. Seliger (4).

Von Ulf Von Der Eltz

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