TSV Ottersberg nur sehr bedingt oberligatauglich bei 0:5-Blamage / Kein Wille, keine Laufbereitschaft

VfB Lübeck zerlegt Sammrey-Team

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Auch Malik Gueye blieb im Spiel gegen den VfB Lübeck doch vieles schuldig. · Fotos (2): von Staden

Ottersberg - Von Frank von StadenFußball-Oberligist TSV Ottersberg gibt in diesen Tagen fürwahr ein Bild des Jammerns ab. Bekleckerte sich das Team von Trainer Axel Sammrey schon vor einer Woche in Oyten im Testspiel gegen den klassentieferen Heeslinger SC beim 3:5 nicht gerade mit Ruhm, so kam es für die Grün-Weißen am Wochenende nun noch heftiger, wurde die Wümme-Elf ebenfalls auf der Sportanlage des TV Oyten vom schleswig-holsteinischen Traditionsclub VfB Lübeck beim 0:5 (0:1) regelrecht in seine Einzelteile zerlegt.

„Eine Blamage“, haderten da später Ottersbergs Mäzene Wolf-Hinrich und Mario Haltermann, die dieses attraktive Vorbereitungsspiel erst aufgrund ihrer guten Kontakte zum einstigen Zweitligisten möglich gemacht hatten. Verständlich ihr Frust. Immerhin hatten sie dem ungeschlagenen Tabellenführer der holsteinischen Oberliga doch einen echten Härtetest versprochen. „Den hatten wir uns vor dem anstehenden Restprogramm in der Liga auch erhofft. Immerhin sollte die Mannschaft mal fühlen wie es ist, wenn sie auf einen ebenbürtigen und vor allem kampfstarken Gegner trifft. Denn wer weiß, auf wen wir in der Relegation zur Regionalliga treffen könnten“, hob da später Lübecks Aufsichtsratsmitglied Timo Neumann später etwas ratlos die Schultern. VfB-Trainer Denny Skwierczynski spielte dagegen den perfekten Gast und tröstete: „Vielleicht haben wir ja nur einen sehr guten und Ottersberg einen sehr schlechten Tag erwischt!“

Das allerdings wäre wohl auch Ottersbergs Coach Axel Sammrey als Erklärung zu billig. Denn von Beginn an fand sein Team keine Bindung zum Spiel, ließ jeglichen Willen und Laufbereitschaft vermissen und verzeichnete in den 90 Minuten gerade einmal eine einzige Torchance (70.), die aber Winterneuzugang Bekim Murati nicht im Gehäuse unterbringen konnte, nachdem Johannes Ibelherr einen Konter über Malik Gueye eingeleitet hatte. Ansonsten diktierte ausschließlich der VfB das Geschehen, ließ Ball und Gegner geschickt laufen und war sich selber auch nicht zu schade, eine sehr hohes Laufpensum an den Tag zu legen. So ergaben sich vor allem in Abschnitt zwei Chancen im Minutentakt für die Gäste. Und hätte Ottersbergs Schlussmann Tim Eggert nicht einige Male glänzend reagiert, die Partie hätte durchaus mit einem zweistelligen Ergebnis enden können. So aber trafen nur jeweils zweimal Henrik Sirmeis (12./80.) und Sven Theißen (58./89.) sowie Dennis Voß (60.).

Sammrey versuchte dann nach dem Offenbarungseid auch nur kurz sein Team in Schutz zu nehmen, konstatierte: „Lübeck ist zwei Wochen länger im Training, wir hatten zudem personell einen enormen Engpass, fehlten mir doch einige wichtige Spieler. Dennoch war es vor allem im zweiten Durchgang deprimierend, was wir abgeliefert haben. Vor allem defensiv. Das erinnert mich doch sehr stark an den Saisonbeginn, als die Vorbereitung ebenfalls enorm schlecht verlief, wir die ersten drei Punktspiele abgeben mussten und so schon als erster Absteiger der Oberliga gehandelt wurden.“

Viel Zeit bleibt Sammrey jetzt nicht mehr, sein Team wieder auf den rechten Pfad zu bringen. Deshalb befürchtet der Übungsleiter auch vor dem Punktspielstart am 2. März daheim gegen den VfL Bückeburg: „Gut möglich, dass wir wieder einen Holperstart hinlegen werden!“

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