Wechsel von Bassen nach Etelsen

Luca Bischoff: „Ich habe Bock auf die Landesliga“

Bassens Luca Bischoff beim Torschuss
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Torgefährlich wie hier im Bassener Trikot – so wollen sie Luca Bischoff auch beim TSV Etelsen sehen. Archivfoto: Hägermann

Etelsen/Bassen – Fußball-Bezirksligist TSV Bassen verliert nicht nur seinen Trainer Uwe Bischoff, sondern auch noch einen seiner besten Spieler: Luca Bischoff schnürt ab sofort die Stiefel für den Landesligisten TSV Etelsen.

Das bestätigte der 26-Jährige am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung: „Meine Entscheidung ist über die Wochen der Vorbereitung gereift. Ich habe gesehen, dass wir das Programm mit Sonntag- und Mittwochspielen mit 17, 18 Feldspielern nicht kompensieren können. Das stellt sich in Etelsen mit dem breiteren Kader natürlich anders dar“, erklärte der Außenstürmer.

Um entsprechende Spekulationen nicht ins Kraut schießen zu lassen, räumt Luca Bischoff freimütig ein, dass der Ausstieg seines Vaters bei den Grün-Roten seinen Entschluss zum Wechsel nicht unbedingt hat kleiner werden lassen – stellt aber im gleichen Atemzug klar: „Davon abhängig habe ich es nicht gemacht. Wenn die Rahmenbedingungen in Bassen besser gewesen wären, hätte ich mir auch ein Bleiben vorstellen können. Dass ich jetzt nach Etelsen gehe, hat grundsätzlich sportliche Gründe.“

Luca Bischoff schon seit drei Jahren auf der Wunschliste

Am Schlosspark stand der Offensiv-Kicker schon seit drei Jahren auf der Wunschliste. Zur Einigung ist es aber nie gekommen, weil er in Hessen seine Ausbildung zum Polizisten absolvierte und somit kaum trainieren konnte. Das ist nun anders, Bischoff wurde nach der Ausbildung in Bremen stationiert und nimmt künftig regelmäßig an den Einheiten teil: „Ich will Gas geben und werde kein Training auslassen. Der Bock auf die Landesliga ist riesengroß, dieser Wechsel kommt gerade noch im besten Alter“, beschreibt der Umworbene die eigenen Ansprüche.

Klar möchte Bischoff möglichst viel spielen, ist sich des Konkurrenzkampfes am Schlossplatz jedoch bewusst: „Diese Herausforderung macht auch Spaß. Ich werde alles versuchen, mich aber in den Dienst der Mannschaft stellen und keinen Stammplatz einfordern.“

Beim Landesligisten wird der 26. Spieler im Kader, womit die Planungen endgültig abgeschlossen sind, mit offenen Armen empfangen. „Wir freuen uns wahnsinnig, dass Luca sich für uns entschieden hat. Ich weiß, dass Bassen um ihn gekämpft hat, und bin mir klar darüber, dass der Zeitpunkt natürlich nicht der ideale ist“, meint André Koopmann, sportlicher Leiter bei den Blau-Weißen. Es sieht seinen Neuen absolut auf der Außenbahn: „Luca kann zwar auch ganz vorne spielen, aber an der Seite hatten wir Bedarf. Mit seinem Tempo kann er Eins-gegen-eins gehen und eine richtige Waffe werden. Mit ihm sind wir vorne außergewöhnlich gut besetzt.“

Die Freigabe von Bassener Seite in Aussicht gestellt

Die entscheidenden Gespräche seien während der Schlossparkcups geführt worden, „bei denen ich ihm gesagt habe, dass er nie zu uns kommen wird, wenn er es jetzt nicht macht.“ Nur für Bischoff, dessen Absage laut Koopmann eigentlich schon definitiv gewesen sei, hatten die Etelser diesen einen Kaderplatz offengelassen.

Zu 100 Prozent sicher wähnte sich der sportliche Leiter des Landesligisten der Freigabe für Bischoff am Mittwochnachmittag noch nicht – wie auch der Stürmer selbst. Doch Adrian Liegmann, Spartenleiter beim TSV Bassen, erklärte auf Nachfrage: „Laut Statuten steht uns ja eine Ausbildungsentschädigung zu. Wenn sich die Etelser entsprechend bewegen, wird Luca natürlich die Freigabe bekommen.“

Von Ulf Von Der Eltz

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