21-jähriger Karateka bei der Junioren-WM in Chile / „Schauen nach vorne“

Littich sammelt Erfahrungen

Richten den Blick wieder nach vorne: Stanislav Littich und Ulrike Maaß. Foto: Nie

Verden – Auch wenn der Auftakt ziemlich verhalten verlaufen war, reichte es für Karateka Stanislav Littich vom Bushido Verden bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Santiago de Chile am Ende nicht für eine vordere Platzierung. Dennoch sammelte der 21-Jährige wertvolle Erfahrungen für seine weitere Karriere.

„Die WM stand im Schatten der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Stadt“, berichtet Littichs Trainerin Ulrike Maaß in einer Sprachnachricht. Aktuell befinden sich beide noch in Chile, wo in den Tagen vor und während der Titelkämpfehunderttausende Menschen auf die Straße gegangen sind, um soziale Reformen einzufordern. Bereits in der Trainingsphase vorab – Littich startete vergangenen Freitag – eskalierten die Demonstrationen. Autos wurden in Brand gesteckt und Geschäfte geplündert. Es gab auch Tote. „Vieles hat sich dabei in Sichtweite unseres Hotels abgespielt. Daher gab es für uns auch eine Ausgangssperre“, so Maaß weiter. Daher war es für die Trainerin auch nicht verwunderlich, dass Littich mental nicht auf der Höhe war, zumal mehrere Sportler und Teams aus Sorge um ihre eigene Sicherheit ihre Teilnahme ganz abgesagt hatten. „Nach meiner Einschätzung hat für uns zwar keine unmittelbare Gefahr bestanden, aber belastend war die ganze Situation natürlich schon. Gerade für einen 18-Jährigen“, sagte Maaß.

Dabei hatte alles so positiv ausgesehen, da sowohl die WM-Vorbereitung wie auch die letzten Wettkämpfe für Littich optimal verlaufen waren. Doch als es ernst wurde, stand der Verdener auf der Kampffläche vollkommen neben sich. „Er war wie ausgewechselt“, beschrieb Maaß. Doch Schwamm drüber. „Wir schauen jetzt nach vorne“, so Maaß und verordnet ihrem Schützling jetzt erst einmal ein paar trainingsfreie Tage. Doch bereits in der kommenden Woche geht das Training erneut in vollem Umfang weiter. Laut Maaß stehen sowohl im Dezember als auch im Januar 2020 die nächsten wichtigen Turniere an, die im Hinblick auf eine mögliche Teilnahme von Littich an der EM in Budapest von großer Bedeutung sind. An dieser Stelle bedankt sich die Trainerin beim Sponsor, der es ihr ermöglicht hat, Littich nach Chile zu begleiten. „Für mich war es eine Mega-Erfahrung alles live mitzubekommen und zu sehen, wo es hakt. Das sind enorm wichtige Details, die man im Gespräch einfach nicht herausbekommen kann.“  nie

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Meistgelesene Artikel

Letzte Zweifel nahezu beseitigt

Letzte Zweifel nahezu beseitigt

A-Jugend-Handballer Seliger findet nach Ausbootung beim TVO in Achim sein Glück

A-Jugend-Handballer Seliger findet nach Ausbootung beim TVO in Achim sein Glück

Bushido-Karatekas Titelsammler

Bushido-Karatekas Titelsammler

Daverdens Formkurve zeigt steil nach unten

Daverdens Formkurve zeigt steil nach unten

Kommentare