Verden verspielt gegen Stinstedt 2:0-Führung

2:2 – Lindhorst sieht zu viel Larifari

Sein 2:0 hätte Verden eigentlich Sicherheit geben müssen: Maximilian Schulwitz (blaues Trikot), der hier von Stinstedts Julian Darr gestellt wurde. Die Lindhorst-Elf kassierte in der schwachen zweiten Hälfte aber noch zwei Treffer zum 2:2. J Foto: Bogner

Verden - Von Ulf von der Eltz. Reichlich Redebedarf bestand am Hubertushain – Coach Sascha Lindhorst beorderte seine Elf sofort nach Schlusspfiff erst einmal in die Kabine. Das 2:2 (2:0) im Landesliga-Duell mit der SG Stinstedt fühlte sich für den FC Verden 04 am Sonntag wie eine Niederlage an. „Wir haben den Gegner, der eigentlich schon mausetot hätte sein müssen, durch zu viel Larifari stark gemacht“, erzürnte sich Lindhorst.

Was sich die Allerstädter in den zweiten 45 Minuten nach einer fast komfortablen 2:0-Führung leisteten, lässt im Abstiegskampf Schlimmes befürchten. „Es war klar, dass Stinstedt wie zu Beginn des Spiels auch kurz nach Wechsel versuchen würde, uns zu überraschen. Und wir haben es grob fahrlässig und sogar überheblich passieren lassen“, zeigte sich der Völkerser erschrocken über die Darbietung im zweiten Abschitt. „Teilweise haben wir nicht mehr die nötigen Meter gemacht und bei den Zweikämpfen immer auf den Teamkollegen geschaut.“

Keine drei Minuten waren vergangen, da wirkten die Allerstädter im Anschluss an einen Ballverlust im Zentrum unorganisiert – Martin Rös bedankte sich mit dem 2:1. Und es kam noch herber: Nach einer Stunde verlor Mivan Houra im Vorwärtsgang die Kugel, nach langem Pass in den Strafraum wusste sich Mirco Temp gegen Marvin Behrens nur durch ein Foul zu helfen – den Elfmeter verwandelte Rös zum 2:2. „Wir haben nicht die Ruhe bewahrt und uns nicht kompakt genug zurück gezogen“, sah Lindhorst die Gründe für das Remis. Zwar versuchten die Verdener in der Schlussphase, ihr Versagen zu korrigieren, aber mehr als einige Halbchancen ergaben sich nicht. Lediglich bei Lennarts Uphoffs Schuss über den Kasten hätte der Siegtreffer noch fallen können (72.).

Den Ex-Brunsbrocker hatte der Coach zusammen mit Muhamed Özer und Tyark-Hendryk Füst in die Startelf gestellt und somit nach dem 0:4 von Cuxhaven die angekündigten Veränderungen vollzogen. Ünal Tavan sowie Simon Kirch saßen auf der Bank, Jonathan Schmude wird die nächsten vier, fünf Wochen wegen eines dienstlichen Auslandsaufenthalts fehlen. Und Uphoff sorgte in der ersten Halbzeit für viel Schwung über die linke Seite, Özer agierte im Mittelfeld stark, bevor er nach der Pause merklich abbaute. Füst, der die rechte Bahn beackerte, zeichnete gar fürs 1:0 verantwortlich, als er sich nach langem Özer-Ball gegen Neif durchsetzte und vollendete (22.). Nur drei Minuten später erhöhte Maximilian Schulwitz nach glänzendem Spielzug freistehend auf 2:0 – Uphoff hatte in den Strafraum geflankt und Temp mustergültig mit der Brust vorgelegt. Gegen schlappe Stinstedter hätte Verden wesentlich höher führen und somit die drei Punkte schon zur Pause im Sack haben müssen. Aber Uphoff (4.), Jaber (31.) und Schulwitz (32.) vergaben Hochkaräter. Es war also ein passabler erster Durchgang, die Reiterstädter hatten wie von Lindhorst erhofft durch die Veränderungen besser in den Zonen gestanden. Nach dem Wechsel verschwamm dann alles, die Heimelf wirkte zu hektisch und brachte sich selbst um den Lohn.

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