3. Liga: Coach des TV Oyten peilt Spitzengruppe an / Balters weckt Begehrlichkeiten

Neue Liga-Einteilung für Kohls das Salz in der Suppe

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Mit der Griechin Dafina Dimitri hat Oytens Trainer Sebastian Kohls lediglich einen externen Neuzugang in seinem Kader.

Oyten - Von Kai Caspers. Noch in der vergangenen Saison hatte Sebastian Kohls wegen des personellen Umbruchs tief gestapelt. Dennoch erzielten die Damen des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires am Ende sogar ein besseres Punktekonto als Vizemeister als bei ihrer Meisterschaft ein Jahr zuvor. Das ist für Kohls aber kein Grund, um wieder nach ganz oben zu schielen. „Natürlich wollen wir in der Spitzengruppe mitspielen. Klarer Favorit auf den Titel ist für mich jedoch der SV Werder“, hat Oytens Coach dieses Mal den Lokalrivalen ganz oben auf dem Zettel.

„Schon in den vergangenen beiden Spielzeiten war Werder oben dran. Zudem wurde die Mannschaft noch einmal punktuell verstärkt. Daher ist mit dem SVW definitiv zu rechnen“, erwartet Oytens Coach auch Oldenburgs Reserve sowie Kropp-Tettenhusen neben seinem Team in der Spitzengruppe.

„Ich denke, dass wir der Saison optimistisch entgegen sehen können. Auch wenn wir mit Kim Pleß eine Leistungsträgerin verloren haben“, weiß der TVO-Coach nur zu gut um die Qualitäten der Spielmacherin, die aus beruflichen Gründen eine Handballpause einlegt. „Kim können wir nicht eins zu eins ersetzen. Das müssen wir definitiv im Kollektiv lösen. Ich bin aber davon überzeugt, dass uns das gelingen wird“, schweben Sebastian Kohls da einige Lösungen vor. Neben Denise Engelke, die diese Rolle bereits in der vergangenen Saison bestens interpretiert hat, kommen aber auch Lisbeth Balters sowie Neuzugang Dafina Dimitri in Frage. Die Griechin spielte in ihrem Heimatland zuletzt für PAOK Saloniki und ist im Rückraum vielseitig einsetzbar. „Dafina hat auf jeden Fall ihre Qualitäten. Allerdings muss sie sich noch etwas an das höhere Tempo in der 3. Liga gewöhnen“, sieht Kohls den einzigen externen Neuzugang des TVO auch eher auf Halbrechts. Richtig gespannt ist Oytens Trainer indes auf das Debüt von „Lissy“ Balters: „Sie hat in der Vorbereitung einen extrem guten Eindruck hinterlassen und den Sprung in den Kader mehr als verdient. Von daher kann ich mir auch gut vorstellen, dass sie im Wechsel mit Denise Engelke auf der Mitte agiert.“ Auch auf den Halbpositionen sind die Vampires bestens besetzt, stehen doch mit Tina Schwarz und Jacqueline Reinhold gleich zwei wurfgewaltige Spielerinnen parat. Bei Reinhold gilt es jedoch abzuwarten, wie schnell die Rückkehrerin nach ihrem Praxissemester den Anschluss schafft. „Sie kann ja nicht gleich wieder hundert Prozent bringen. Daher müssen wir Jacqueline auch behutsam wieder aufbauen und in die Mannschaft integrieren“, dämpft der Oytener Coach im Vorfeld ganz bewusst die hohen Erwartungen an die Shooterin.

Verzichten muss der TVO in der neuen Saison zudem auf die Dienste der Torhüterinnen Bryana Newbern (Arsten) und Manuela Heise, die es in die eigene Reserve zieht. „Bei Ela geht uns natürlich eine Menge Erfahrung verloren. Aber mit Romina Kahler und Insa Janssen sind wir auf der Position sehr gut aufgestellt. Beide arbeiten sehr gut zusammen. Da gibt es auch keinen Futterneid“, hat Kohls großes Vertrauen in sein junges Keeperduo. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Linksaußen Maike Deeben, die es zurück zum Ligarivalen und Aufsteiger nach Vechta zieht. Da gibt es laut Kohls aber ohnehin keine Probleme. Mit Katharina und Anna-Lena Kruse sowie Marielle Juricke und Franca Jacob sieht der TVO-Coach seine Mannschaft dort bestens aufgestellt.

Während sich die Veränderungen im Oytener Kader damit also in Grenzen gehalten haben, hat der DHB mit seiner neuen Zusammensetzung der Staffeln in der 3. Liga für eine weitaus größere Veränderung gesorgt. Aber auch das betrachtet Kohls alles andere als negativ. „Klar, da kommen jetzt einige kapitale Fahrten auf uns zu. Aber dafür treffen wir auch auf viele neue Gesichter. Und das ist doch das Salz in der Suppe“, betrachtet der Oytener Coach die neue Zusammensetzung der Liga dann auch eher als zusätzliche Motivation für sein Team.

Keine Änderungen gibt es auf Seiten der Vampires indes hinsichtlich des Spielsystems. „Wir setzen auch weiter auf die Deckung und konsequentes Tempospiel. Aber auch wenn wir dann ins Positionsspiel gezwungen werden, haben wir sicher die nötigen Lösungen parat. Auf jeden Fall haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Das gilt auch für das Umfeld, welches in Oyten seit Jahren sehr gute Arbeit leistet. Nicht von ungefähr haben wir trotz des hohen Aufwands so wenig Verletzungen“, verweist Sebastian Kohls auf die medizinische Abteilung.

Von daher freut sich Oytens Trainer auch schon gewaltig auf den Saisonauftakt in Schwerin am Sonntag (siehe oben stehender Text). „Es macht einfach großen Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten. Schließlich schaffen immer wieder Talente aus den eigenen Reihen den Sprung in den Kader. Auch das zeigt nachhaltig, dass wir hier in Oyten gute Jugendarbeit machen. Da greift eben ein Rad ins andere. Nicht von ungefähr steht ja mit Nina Schnaars auch schon die nächste Spielerin auf dem Sprung. Schon deshalb bin ich auch fest davon überzeugt, dass wir in der Spitzengruppe dabei sein werden“, ist der Titel für Kohls jedoch kein Thema. Gleiches gilt für den möglichen Aufstieg. „Solange die Liga eingleisig ist, wird es die 2. Bundesliga mit dem TV Oyten nicht geben.“

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