17 Spieler der SG Achim/Baden IV verabschieden sich in den „Ruhestand“ / „Gigantisch“

Ein letztes Mal

Ein letztes Mal ließen es die Routiniers der SG Achim/Baden IV krachen, ehe sie sich in den verdienten „Handball-Ruhestand“ verabschiedeten.

Achim – Nachdem der letzte Schlusspfiff für die Handballer der SG Achim/Baden IV ertönt war, wurde es emotional in der Achimer Gymnasiumhalle. Der eine oder andere wischte sich schon eine kleine Träne aus dem Augenwinkel. Und auch Spielertrainer Ralf Wesemann machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Das war schon gigantisch und ging unter die Haut. Einfach nur Gänsehaut pur“, verwies „Wesi“ auf die abschließenden 60 Sekunden, als er und seine 16 Mitstreiter von den ehemaligen Weggefährten der anderen Vereine und den zahlreichen Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert wurden.

Was vor rund 20 Jahren begonnen hatte, fand damit ein tolles Ende. „Wir haben damals zusammengefunden, da wir alle nicht mehr leistungsorientiert spielen wollten. In erster Linie sollte der Spaß im Vordergrund stehen“, erklärte Wesemann den Ursprung. Los ging es für die ehemaligen A-Jugend-Jahrgänge (67/68, 69/70) des TV Baden in der Kreisliga, wo der sportliche Erfolg dennoch nicht lange auf sich warten ließ. Im ersten Jahr wurde gleich der Titel geholt. Allerdings war das auch keine große Überraschung, da vom Ex-Nationalspieler abwärts zahlreiche gestandene Handballer in Reihen der SG standen. In den Folgejahren spielten die Achim/Badener in leicht wechselnden Besetzungen immer eine gute Rolle, obwohl die Gegner immer jünger wurden. Doch im Lauf der Zeit machten sich dann vermehrt die körperlichen Belastungen mehr und mehr bemerkbar. 

Ob nun die Knie oder der Rücken – unterschiedliche Gründe ließen bei dem einen oder anderen den Entschluss reifen, dass irgendwann Schluss sein müsse. „Das war dann letztlich wie ein Domino-Effekt. Daher haben wir dann beschlossen, dass wir gemeinsam aufhören wollen. In dem Zusammenhang ist dann auch der Entschluss gereift, dass wir uns mit einem Abschiedsturnier verabschieden wollen“, erklärte Wesemann. Und sehr zur Freude der 17 Protagonisten, die gemeinsam über 600 Jahre Handball auf dem Buckel haben, waren zahlreiche Weggefährten aus anderen Vereinen ihrer Einladung gefolgt und sorgten damit für einen würdigen Rahmen. Darunter mit Jürgen Rahmel und Dieter Sperling auch die beiden Trainer der damaligen A-Jugend. Wesemann: „Das war richtig toll und hat mich persönlich extrem gefreut.“

Doch auch wenn die aktive Karriere der Handballer nun beendet ist – die gemeinsame Zeit ist es noch lange nicht. Denn viele Spieler haben bereits bei der TG Uesen eine neue sportliche Heimat beim Tennis gefunden. „Und auch sonst wollen und werden wir uns sicher nicht aus den Augen verlieren“, denkt Wesemann da an gemeinsame Kartenabende oder einen regelmäßigen Stammtisch.

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