Badens Zweitliga-Volleyballer Sagajewski studiert ein Semester in der Schweiz

Der letzte Aufschlag des Ole S.

Absolviert vorerst sein letztes Heimspiel für den TV Baden: Ole Sagajewski. Foto: von Staden
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Absolviert vorerst sein letztes Heimspiel für den TV Baden: Ole Sagajewski.

Baden - Ole Sagajewski gehört ohne Zweifel zu den Leistungsträgern bei den Zweitliga-Volleyballern des TV Baden. Wenn der Außenspieler zu seinen gefürchteten Schmetterbällen am Netz oder zum Sprungaufschlag ansetzt, dann geht immer ein Raunen durch die Halle. Meistens krachen die Bälle dann mit Urgewalt ins gegnerische Feld, haben dem TV Baden in zahlreichen Spielen wichtige Punkte und letztlich auch Siege beschert.

Doch darauf müssen die TVB-Fans wahrscheinlich erst einmal für einen längeren Zeitraum verzichten, tritt der Jura-Student der Bremer Uni doch Ende Februar sein Auslandssemester in der Schweiz an und wuchtet somit am Sonnabend letztmalig in dieser Saison einen Ball ins gegnerische Feld. Allerdings lassen sich die Badener dann doch ein Hintertürchen offen.

Kein Plan B, wenn . . .

„Sollten wir jetzt das Heimspiel gegen Kiel gewinnen, würden wir 30, 31 Punkte auf dem Konto haben und wären safe, was den Klassenerhalt betrifft. Dann würden wir keinen Gedanken mehr daran verschwenden, ob wir nicht doch einen Plan B, sprich eine Rückholung an dem ein oder anderen Wochenende, brauchen“, sagt da Badens Trainer Werner Kernebeck, der dieses Szenario aber gerne ausschließen würde. Zwar weiß er natürlich, dass ohne Ole Sagajewski das Spiel des TV Baden schon an enormer Wucht verlieren würde, „doch die anderen müssen das auffangen. Und können das auch. Ich denke nicht, dass jetzt der Tenor beim Team aufkommt, dass es ohne Ole sowieso nicht geht und nun die Spiele abgeschenkt werden können. Dann hätten sie den falschen Trainer in mir. Diese Denkweise darf und wird es nicht in meinem Team geben!“

Numerischen Ersatz hat Kernebeck in Balint Bencsik bereits gefunden. Der Oberliga-Außenspieler aus der Reserve trainiert bereits seit geraumer Zeit voll beim Zweitliga-Team mit und genießt das volle Vertrauen des Übungsleiters. „Balint kann aber nur eine Schulter sein, die den Wegfall von Ole tragen kann. Ich denke, die Mannschaft wird den Verlust im Verbund kompensieren“, setzt der TVB-Coach großes Vertrauen in seine Schützlinge.

Auch Sagajewski selbst glaubt nicht, dass ab März der große Einbruch droht: „Ich bin nicht das Herz dieser Mannschaft! Ein Team besteht immer aus sechs Spielern, die gemeinsam jeden einzelnen Punkt einfahren. Auch ohne mich werden die Jungs das Ding schon schaukeln. Aber wie Werner schon gesagt hat, wir werden uns nach dem Kiel-Spiel noch einmal die Karten legen.“

Damit der 21-Jährige dann Mitte Juni nicht mit „Hüftgold“ die Rückkehr nach Baden antreten muss, hat sich der Außenspieler schon ein straffes Programm neben dem Studium, das dann auf Englisch laufen wird, auferlegt: „Ich hoffe, dass ich dort sehr schnell einen Verein finde, bei dem ich mich fit halten kann. Außerdem werde ich früh in den Sand gehen, um mich für die Beach-Saison optimal vorzubereiten. Und dann wartet die nächste Zweitliga-Saison auf uns!“

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