Drei Verdener Segelflieger zeigen ihre Nordholz in Klasse / Riesenerfolg für Luftfahrt-Verein

Lennart Lutsch wird Niedersachsenmeister

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Niedersachsenmeister Lennart Lutsch (Mitte) neben Jannik Wiechert (l.) und Levi Behnken nach der Rückkehr in Verden.

Verden - Riesenerfolg für den Verdener Luftfahrt-Verein bei den Landesjugendtitelkämpfen der Segelflieger in Nordholz. Nach packendem Wettbewerb sicherte sich der Luttumer Lennart Lutsch die Niedersachsenmeisterschaft.

Gleichzeitig qualifizierte er sich damit für die Deutschen Meisterschaften der Segelflieger, die am letzten SeptemberWochenende in Laucha in Thüringen über die Bühne gehen. Das gute Verdener Ergebnis in Nordholz rundeten Jannik Wiechert mit Platz neun und Levi Behnken mit Platz 13 ab.

„Auf einen vorderen Platz habe ich gehofft, aber mit dem Titel hatte ich nie gerechnet“, strahlte der 17-jährige Lennart Lutsch nach der Siegerehrung am Sonntag. Auf dem Flugplatz Scharnhorst wurde ihm ein triumphaler Empfang mit Ehrenrunde rund um die Landespiste bereitet. „Wir haben schon lange auf einen solchen Erfolg gewartet. Andere waren nah dran, jetzt hat es endlich geklappt,“ jubelte Segelflugreferent Daniel Dibbern, „damit ist unsere intensive Schulung mit acht Fluglehrern allein im Segelflug auch mal mit einem Titel belohnt worden.“ Zuletzt hatte der heutige Fluglehrer Tobias Kiel die Landesmeisterschaft vor 17 Jahren nach Verden geholt.

Die jungen Piloten fanden in Nordholz keine einfachen Bedingungen vor. Der Wind blies kräftig von der Seite, zuweilen in heftigen Böen, so dass bereits Start und Landung alle Konzentration erforderten. Kein Wunder, dass sich bei der zum Abschluss geforderten Ziellandung die Spreu vom Weizen trennte. Manch einen unter den 30 Teilnehmern aus einem Dutzend Vereinen trieb der Wind viel zu weit über die weiße Pistenmarkierung hinaus, manch einer landete davor, und beides kostete Punkte.

„Das lief für mich alles prima“, strahlte der Verdener Domgymnasiast, nachdem er den Pokal überreicht bekam. Auch bei den weiteren Wettkampfelementen kam ihm die Erfahrung aus den Verdener Platzeigenschaften mit häufigem Seitenwind zu gute. Bei der geforderten Acht, die die Piloten in den Himmel zu zeichnen hatten, ließ er sich nicht durch den Wind in ein Oval schieben, auch die hochgezogene Fahrtkurve, die Rollübungen und der Seitengleitflug klappten perfekt.

Nach Laucha wird ihn ein ganzes Team von Helfern begleiten. Mit dabei auch der Oldtimer unter den Vereinsflugzeugen, die einsitzige K8, die sich wegen ihres geringen Gewichts und ihrer Leichtgängigkeit nicht zuletzt auch in Nordholz bewährt hatte. · kra

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